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Karlsruhe Schlag gegen Dealer-Ring: Polizei stellt 6 Kilo Drogen sicher

Nach monatelangen und überaus umfangreichen Ermittlungen konnte die für Rauschgift und organisierte Kriminalität zuständige Inspektion der Kriminalpolizeidirektion Karlsruhe der illegalen Drogenszene einen empfindlichen Schlag versetzen.

 Mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos Baden-Württemberg, eines Mobilen Einsatzkommandos wie auch der Kriminalpolizei in der Landeshauptstadt gelang es im Rahmen zweier Zugriffseinsätze am vergangenen Wochenende wie auch am Montag, insgesamt zehn Tatverdächtige festzunehmen, so eine gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidium.

Darüber hinaus führte die Durchsuchung von Fahrzeugen und Wohnungen zur Beschlagnahme von rund 3,2 Kilogramm Amphetamin, 2,8 Kilogramm Marihuana, knapp 30 Gramm Kokain sowie geringen Mengen von Chrystal Meth und Haschisch. Zudem wurden über 6.000 Euro mutmaßliches Dealgeld sichergestellt. Bei einem der Festgenommenen wurden bei der Wohnungsdurchsuchung auch eine scharfe Schusswaffe sowie eine Schreckschusswaffe gefunden, heißt es in der Meldung weiter.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erging gegen alle Beschuldigten Haftbefehl. Die acht Männer im Alter zwischen 24 und 55 Jahren sowie zwei 29 und 61 Jahre alte Frauen wurden inzwischen in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Auf die Spur der Verdächtigen waren die Ermittler der Kriminalpolizei im September 2015 gekommen, als sie auf die offenbar schon längere Zeit währenden Machenschaften eines in Karlsruhe wohnenden 55 Jahre alten mutmaßlicher Drogenhändlers und seiner 61 Jahre alten möglichen Mittäterin stießen.

Den Recherchen zufolge war der Mann immer wieder Auftraggeber für Drogenbeschaffungsfahrten in die Niederlande, aber auch in den hessischen Raum. Wie sich herausstellte, wurden die dort erstandenen Betäubungsmittel meist im Großraum Karlsruhe zwischengelagert, teilweise gestreckt und anschließend insbesondere in den Bereichen Karlsruhe und Pforzheim, aber auch in Stuttgart an Abhängige verkauft.

Im Laufe der Nachforschungen gelang es durch die Identifizierung von Kurieren und weiteren Händlern, die Zahl der Verdächtigen zu erhöhen und die Strukturen der Bande aufzudecken. So stehen die Inhaftierten im dringenden Verdacht, in unterschiedlicher Beteiligung allein seit Jahresbeginn über zehn Kilogramm verschiedener Drogen auf die beschriebene Weise beschafft und mit hohen Gewinnen illegal veräußert zu haben.

Während sich die Beschuldigten wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, unerlaubten Handeltreibens und anderen erheblichen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen, dauern weitere umfassende Ermittlungen auch noch zur Stunde an.

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