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SPD-Fraktion fordert sozialpädagogisches Gymnasium in Karlsruhe [7]

Karlsruhe (ps) - Die SPD-Gemeinderatsfraktion setzt sich für die Schaffung eines sozialpädagogischen Gymnasiums in Karlsruhe ein und hat jetzt einen entsprechenden Antrag beim Regierungspräsidium gestellt.

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"Der Zulauf zu den beruflichen Gymnasien steigt permanent an, die Zahl der Plätze reicht schon jetzt nicht aus", kritisiert die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Baitinger. "Darüber hinaus ist das sozialpädagogische Aufgabengebiet sehr zukunftsträchtig sowohl im Hinblick auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen als auch auf zunehmende Tätigkeitsfelder in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft. Bereits heute ist in diesen Fällen ein Arbeitskräftemangel spürbar", so Baitinger.

Schule wäre im Interesse der Jugendlichen

Deshalb verlangen die Sozialdemokraten, dass die Stadt Karlsruhe alles daran setzen solle, um genügend Ausbildungskapazitäten zu schaffen, zumal ein sozialpädagogisches Gymnasium auch den Interessen vieler Jugendlicher entgegenkäme und eine sinnvolle Erweiterung der Karlsruher Schullandschaft  darstellen würde.

Aus diesen Gründen hat die SPD-Fraktion einen Antrag gestellt, damit sich das städtische Schul- und Sportamt beim Regierungspräsidium nachdrücklich für die Schaffung einer entsprechenden Einrichtung in Karlsruhe einsetze. Gleichzeitig führe die Partei Gespräche mit den örtlichen beruflichen Gymnasien über die mögliche oder gewünschte Einrichtung eines solchen Zweiges.

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Kommentare [7]
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  • (346 Beiträge) | 03.09.2010 11:05
    Das machen wir
    wenn die Kombilösung abbezahlt und wieder genug Geld da ist. So in 50-60 Jahren. Bis dahin bitte keine überflüssigen Ausgaben mehr, schließlich wollen auch KMK, Bädergesellschaft und Stadtmarketing bezahlt werden.
  • (1422 Beiträge) | 03.09.2010 11:15
    Sammelbecken für ADHS- Fälle
    die Schule wird sicher ein großer Erfolg. Endlich können die Supermamas ihre verzogenen Rotzbengel den ganzen Tag loswerden und sich selbst im Holzspielzeugladen und bei Alnatura verwirklichen.
  • (346 Beiträge) | 03.09.2010 12:12
    Anders herum
    Da sollen Leute ausgebildet werden, die dann im sozialpädagogischen Bereich tätig werden.
    Brauchen wir aber trotzdem nicht, weil
    a) das fast alles von staatlichen Transferzahlungen abhängige Jobs sind, und die Sozialkassen sind jetzt schon leer. Also wird für die Bezahlung von Personal nie Geld da sein, die Absolventen werden immer nahe am Sozialhilfeniveau verdienen und ständiger Konkurrenz durch 1 EUR-Jobber und andere staatliche Fronarbeiter ausgesetzt sein. Schon heute verdient man in dem Bereich sehr, sehr wenig.
    b) dank der anstehenden Freizügigkeit für osteuropäische Arbeitnehmer der gesamte Bereich in Kürze völlig legal mit Leuten aus dem Osten (= zu Dumpingpreisen) besetzt ist. Sieht man ja jetzt schon, nur dass diese Beschäftigungsverhältnisse im Moment nur halb-legal sind.

    Es wäre besser, wenn die SPD den Leuten die Wahrheit sagen würde, statt sich wieder einmal in Sozialromantik zu verlieren. Bedarf besteht im sozialen Bereich immer, aber Geld gibt es nicht.
  • (300 Beiträge) | 03.09.2010 11:38
    Rektor
    und Rektor wird dann sicher Sarrazin, der ist ja grad seinen Job los....
  • (619 Beiträge) | 03.09.2010 12:54
    Ein solches Gymnasium ist Quatsch!
    Es gibt genug Sozialpädagogen (war ein Modestudium in den 80ern), die heute Anfang bis Mitte 40 sind. Das Problem ist nur, dass es keine zu besetzende Stellen gibt, da im sozialen Bereich das Geld fehlt.

    Ein sozialpädagogisches Gymnasium macht keinen Sinn, da die Absolventen spätestens nach ihrem Studium mangels Arbeitsplatz selbst zu Sozialfällen werden.
  • (441 Beiträge) | 03.09.2010 17:19
    soz-päd. gymn. macht sinn
    auch oder gerade wenn die öffentlichen haushalte sowie die wolfahrtsverbände immer weniger geld zur verfügung haben, werden die gesellschaftlichen und sozialen probleme in zukunft nicht kleiner und es werden immer stellen gebraucht.
    das gymnasium wird vor allem auf Hochschulausbildungen hinführen, also studienfächer der sozialen arbeit oder im gesundheits- und pädagogikbereich. und gerade im bereich soziale arbeit (früher sozialarbeit / sozialpädagogik) gibt es in manchen ländlichen regionen jetzt schon engpässe (in ganz d.) - spätestens 2015 wird sich dieser trend auf die städte ausweitern (so die aussage des chefs der diakonie baden). deshalb ist die idee eines soz-päd.gymn. keine schlechte idee, sondern ein Vorschlag mit Weitsicht.
  • (22 Beiträge) | 03.09.2010 20:26
    ...
    Da hat aber jemand tiefer gehende Kenntnisse zwinkern Ich kann nur voll zustimmen. Schade das man mit dieser Profession immer noch um Anerkennung und gegen Vorurteile kämpfen muss.

    Achja, wenn einer von euch nur annähernt wüsste wie die aktuelle Arbeitsmarktsituation für Sozialarbeiter aussieht würdet ihr anfangen zu weinen. So wie ich das in meinem Umkreis mitbekomme läuft das im Moment nach dem Motto 3 Bewerbungen rausschicken, 3 feste Zusagen erhalten.
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