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Karlsruhe Ring frei - nächste Runde: CDU für Verbot der "Killerspiel"veranstaltung

Der Streit um die geplante Veranstaltung "Intel Friday Night Games" geht in die nächste Runde. Nachdem die CDU-Fraktion bereits in der letzten Woche um Prüfung gebeten hatte, ob die so genannten "Killer"spiele aus dem Programm der Veranstaltung am 5. Juni gestrichen werden können, teilte Oberbürgermeister Heinz Fenrich nun mit, dass dies aufgrund der Rechtslage nicht möglich sei.

Deshalb und weil der Veranstalter offenbar nicht freiwillig auf diesen Spiele-Schwerpunkt verzichten will, sah sich die CDU-Fraktion nun gezwungen, die Stadtverwaltung aufzufordern, bei der Karlsruher Messe und Kongress GMbH (KMK) darauf hinzuwirken, dass der Vertrag mit dem Veranstalter für die am 5. Juni geplante Veranstaltung gekündigt wird.

Sollte die KMK den Vertrag bis zum 22. Mai nicht kündigen, beantragt die CDU-Fraktion eine Sondersitzung des Gemeinderats am 26. Mai, um eine entsprechende Gesellschafterweisung an die KMK zu beschließen. "Aufgrund ihres gewaltverherrlichenden, menschenverachtenden und brutalen Charakters können solche Spiele Jugendliche zu mehr Gewalt veranlassen", sagt Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz.

"Termin genügt den Ansprüchen an eine objektive Aufklärung nicht"

Die Tatsache, dass sich PC-Nutzer tatsächlich bei der Veranstaltung - wenn auch erst ab 22 Uhr - einloggen können, erhöhe zudem die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche auch unter 16 Jahren beteiligt werden. Hier müsse nach Ansicht der CDU-Fraktion eingegriffen werden. Das angekündigte Begleit- und Aufklärungsprogramm begrüßt die CDU-Fraktion nach wie vor.

"Jedoch soll die geplante Großveranstaltung erst nach dem 5. Juni stattfinden", erläutert Luczak-Schwarz weiter. Der vorgeschaltete bloße Vorstellungstermin am 20. Mai genüge den Ansprüchen an eine objektive und umfassende Aufklärung nicht. Der CDU-Kreisverband Karlsruhe-Stadt mit seinem Vorsitzenden Stadtrat Ingo Wellenreuther MdB an der Spitze unterstützt das Vorgehen der Gemeinderatsfraktion nachdrücklich, heißt es in der Pressemitteilung.

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Kommentare (30)
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  • unbekannt
    (505 Beiträge)

    lieber karlsruher84,
    auch wenn hier schon alles einmal gesagt wurde.
    Mal angenommen Ihre "Fakten" wären eben solche.

    zu ihrem "Fakt 1":
    Olympisches Fechten simuliert eindeutig töten. Es wird belohnt wenn man den Gegner ersticht. Dazu wird dies an realen Menschen ausgeführt. Warum denkt niemand an ein solches Verbot? Könnte es sein das es der Politik evtl um etwas anderes geht? Würden Sie ein Fechtverbot befürworten? Und wie steht es mit Boxen?

    Zu "Fakt" 2: Es ist unbestritten das solche Spiele den Agressionslevel erhöhen. Das ist beim Fussball ebenso. Die meisten Studien (wenn sie nicht von Glogauer und Konsorten erstellt wurden) bescheinigen einen ebenso schnellen abflachen des Agressionslevels und keinerlei Langzeitwirkung.

    zu "Fakt" 3:
    hm das ist wohl eher eine Aufforderung als ein Fakt.

    Ich möchte mit Ihren Worten schließen:
    "Jeder, der etwas anderes behauptet, argumentiert realitätsfremd."
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  • unbekannt
    (141 Beiträge)

    Scheinheilige CDU-Politik
    Schon komisch, die Gelegenheit, sich von Fachleuten informieren zu lassen, hat weder der CDU-Kreisvorsitzende, noch die Fraktionsvorsitzende wahrgenommen. Es ist doopelt scheinheilig, wenn man weiß, dass Stuttgart zwar in diesem Jahr dieses Event abgesagt hat, aber bereits für das nächste Jahr schon die Verträge unterschrieben hat. Komisch ist auch, dass alle Fraktionen im Hauptausschuss für die Erfüllung der Verträge waren und sowohl Grüne als auch CDU plötzlich Gewissensbisse wegen der Verführung Minderjähriger durch Killerspiele bekommen haben. Schade, dass das Wahlvolk solche Manöver nicht durchschaut und schade, dass es immer noch so viele Bürger gibt, die sich durch die BNN und ihre durchsichtige Tendenzberichterstattung manipulieren lassen.
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  • unbekannt
    (327 Beiträge)

    @Karlsruher84
    Bitte sehen sie sich nicht als Nabel der Welt. Es zwingt sie keiner spezielle Computer-Spiel-Unterhaltung in Anspruch zu nehmen. Auch wird ihnen sicherlich keiner hier ihre persönliche Aversion gegen dererlei Entertainment in Abrede stellen. Allerdings wird schon erwartet, dass sie Argumente die ihren Ansichten diesbezgl. widerspechen wenigsten als solche zur Kenntnis zu nehmen. Um Wiederholungen in der Diskussion zu vermeiden lesen sie bitte auch die Comments zu den anderen News zum Thema. Da sind auch ein paar nützliche Links dabei...
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  • unbekannt
    (66 Beiträge)

    .
    zu 1: Du willst nicht ernsthaft einen Vollflugsimulator (bei dem die visuelle und mechanische Simulation von der Realität kaum zu unterscheiden ist) mit einem Spiel am PC mit Maus und Tastatur vergleichen?

    zu 2: unter bestimmten Umständen gefördert werden kann, nicht muss. Schonmal ne LAN-Party besucht? Agression wirst du dort kaum wiederfinden. Gewalttätige Ausschreitungen bei LAN-Partys wären mir auch neu.

    zu 3: gibt es wissenschaftliche Zahlen dazu, die aufzeigen wieviele Ego-Shooter-Spieler unter Depressionen leiden die durch deren Konsum ausgelöst wurden? Falls ja, bitte mit Quellennachweis.
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  • unbekannt
    (7 Beiträge)

    zu diesen "fakten"
    zu 1. nach ihrer logik werden dann auch zum beispiel in einer pilotenausbildung flüge nicht simuliert, sondern vielmehr virtuelle fahrzeuge gesteuert.

    zu 2. jeder psychologe und verhaltensforscher wird ihnen bestätigen, dass agressives verhalten gefördert wird.

    zu 3. das sage ich auch nicht, aber es kann ein entscheidender faktor sein. und da sollte die gesetzgebung zu ihrer verantwortung stehen.
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  • unbekannt
    (66 Beiträge)

    Andere Fakten...
    Zu 1: Wir simulieren nicht das Töten von Menschen. Wir schießen auf virtuelle Spielfiguren, niemand kommt dabei zu schaden. Wir Spieler können das unterscheiden, die Spielegegner anscheinen nicht.

    Zu 2: Ich spiele diese Spiele und bin nicht agressiv - Millionen Spieler weltweit sind auch absolut "friedlebende" Menschen.

    Zu 3: Es leiden viele Menschen unter Depressionen, dies allein auf den Konsum von Ego-Shootern zurückzuführen ist realitätsfremd.
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  • unbekannt
    (7 Beiträge)

    Alle Antworten bisher einfach nur emotional und befangen
    Liebe Leute,

    die Seite wird bisher nicht genutzt, um objektiv zu argumentieren.

    Fakt 1:
    "Killerspiele" simulieren das Töten von Menschen.
    Das müsste schon Grund genug sein, diesen gesetzlich ein Riegel vorzuschieben.

    Fakt 2:
    Wer diese Spiele bereits gespielt hat weiß, dass sie agressives Verhalten fördern. Jeder, der etwas anderes behauptet, argumentiert realitätsfremd.

    Fakt 3:
    Ich bitte diejenigen Menschen, die dies nicht glauben können, sich über Auswirkungen des Spielkonsums bei Opfern dieser Spiele(nicht Amok-Schützen, sondern Jugendliche, die Depressionen erlitten haben)/ bei Psychologen zu informieren.
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  • unbekannt
    (66 Beiträge)

    .
    ...wird bei den Killerspielen jedoch die Schwelle zum wirklichen Töten verringert!

    Wo wurde das denn belegt? Quellennachweis?
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  •   reinermoysich
    (29 Beiträge)

    Mitmenschlichkeit statt töten trainieren!
    Beim spielerischen Töten passiert ähnliches wie beim „Mentalen Training“, welches speziell im Sport angewandt wird: gedanklich werden Handlungen trainiert, welche danach in der Realität leichter abgerufen werden können. Während so beim Sport eine bessere Leistung resultiert, wird bei den Killerspielen jedoch die Schwelle zum wirklichen Töten verringert! Diese Schwelle wird dann umso eher überschritten, je weniger stabil die Persönlichkeit ist und umso mehr Aggressionspotenzial vorhanden ist.

    In der Schule müssen Schüler viele Jahre lang vieles lernen, was die allermeisten zum größten Teil weder während noch nach der Schulzeit gebrauchen können.
    Andererseits lernen und trainieren sie erstaunlicherweise nicht, was sie alle sowohl schon während der Schulzeit als auch danach jeden Tag sehr nötig bräuchten: partnerschaftliches miteinander Umgehen, speziell wenn es zu Konflikten kommt. Darum wäre ein Pflichtfach wie „Ethik“ äußerst wichtig, natürlich schon von der ersten Klasse an!
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  •   vordprefect
    (86 Beiträge)

    Wir können Karlsruhe...
    lächerlich machen.

    Mit dieser Debatte beweist die CDU mal wieder,
    wie Profilierungssucht über vernünftige Standpunkte siegt und dabei man fällt dem OB auch noch in den Rücken.

    So sieht verantwortungsvolles Handeln in der CDU aus!
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