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27.03.2016 06:00
 
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Rettunghubschrauber verlegt: Zu langsame Hilfe in Notfällen? [27]

(Symbolbild)
Bild:ps

Karlsruhe - Rettungsdienstkräfte beklagen durch die Standortverlegung des Rettungshubschraubers Christoph 43 eine deutliche Verschlechterung der notärztlichen Hilfsfrist im Rettungsdienstbereich Karlsruhe. Die gesetzlichen Vorgaben zur notärztlichen Hilfsfrist werden nicht erfüllt, heißt es in einer Mitteilung an die Presse.
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Seit dem 17.09.1975 war am Vincentiuskrankenhaus in Karlsruhe der Rettungshubschrauber Christoph 43 stationiert. Er hat von hier aus bis Ende Januar 2016 über 48.000 Einsätze durchgeführt und war ein wichtiges Element im Rettungsdienstsystem zur Versorgung der Bevölkerung im Rettungsdienstbereich Karlsruhe. Bedingt durch den beabsichtigten Klinikneubau am bisherigen Standort, musste Christoph 43 am 30.01.2016 für voraussichtlich 3 - 4 Jahre zum rund 35 km Luftlinie südlich gelegenen Flughafen Karlsruhe/ Baden-Baden verlegt werden.

Laut Pressemitteilung habe diese Maßnahme erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungsgüte und die notärztliche Hilfsfrist im Rettungsdienstbereich Karlsruhe, aber auch in den angrenzenden Bereichen der Vorderpfalz, von Pforzheim-Enzkreis und von Calw. Die Eintreffzeit zu den nördlich des bisherigen Stationierungsorts gelegenen Einsatzgebieten verlängere sich durch die Verlegung um 8 bis 9 Minuten. Zusätzlich entstehe durch eine veränderte Alarmierungszuständigkeit (die Leitstelle Karlsruhe muß ab sofort im Einsatzfall den Hubschrauber über die Leitstelle in Rastatt alarmieren), ein weiterer Zeitverlust von etwa 1 Minute.

"Es ist zu erwarten, dass sich die notärztliche Hilfsfrist, im Rettungsdienstbereich Karlsruhe durch die Standortverlegung des Hubschraubers weiter verschlechtert", so in der Mitteilung weiter. Trotz des Hubschraubereinsatzes wurden im Jahr 2014 durch die bodengebundenen Notarztrettungsmittel und den Rettungshubschrauber nur 90,5% der Einsatzstellen in der gesetzlich definierten Hilfsfrist von maximal 15 Minuten erreicht. Bei etwas mehr als 1.000 Notarzteinsätzen (in 2014) war die Hilfsfrist größer als 15 Minuten.

Diese Situation hat im Rettungsdienst, aber auch in der Bevölkerung zu heftigen Diskussionen und zum Ruf nach Verbesserungen geführt. Christoph 43 hat 2015 insgesamt 1.630 Einsätze geflogen, davon im Rettungsdienstbereich Karlsruhe rund 1.000 und bei diesen Einsätzen durch seinen Einsatz die notärztliche Hilfsfrist erfüllt. Wäre er schon 2015 vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden aus zu diesen Einsätzen gestartet, wären nach Meinung der Experten etwa 700 dieser Einsatzorte nicht in der gesetzlich festgelegten maximalen Hilfsfrist von 15 Minuten zu erreichen gewesen.

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Kommentare [27]
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  • (1439 Beiträge) | 29.03.2016 12:46
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    Hat sich ein ***** über Fluglärm beschwert, statt das Hörgerät leiser zu stellen?
    Bei jedem Einsatz muss der Hubi doch sowieso bei einem Krankenhaus landen und auch wieder starten. Was spart man sich? Unterm Strich wieder mal Behördenaktionismus zum Schaden der Bürger!
    Außerdem gäge es genügend Plätze in Stadtnähe, wie z.B. neues Feuerwehrgebäude, neben Polizeihubschrauberplatz neben der Autobahn und und und
    Die übertriebene Flugplatzpflicht in Deutschland ist ja eines, aber irgendwann sollten die Gesetzte für den Menschen da sein und nicht wieder umgekehrt!
  • (28 Beiträge) | 28.03.2016 18:19
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    Hilfsfrist
    Statistiker werden sicher einwänden, dass sich die Hilfsfrist im Landkreis Rastatt und rund um den Flughafen verkürzt. Damit passt es dann im Durchschnitt wieder zwinkern
  • (164 Beiträge) | 28.03.2016 17:31
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    WAS ist mit dem Landeplatz beim Diakonissenkrankenhaus Rüppurr
    Meiner Erinnerung nach gab oder gibt es einen Hubschrauberlandeplatz am Rüppurrer Diakonissenkrankenhaus. WARUM läßt man den Hubschrauber nicht DORT stationiert?
  • (921 Beiträge) | 28.03.2016 21:39
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    Hubschrauberlandeplatz ...
    ... ist nicht gleich Hubschrauberstation. Für die Stationierung braucht es u.a. einen Hangar für nachts, die Möglichkeit der Betankung, eine kleine Werkstatt, Aufenthaltsräume für das Personal, etc.
  • (6 Beiträge) | 27.03.2016 14:26
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    Tja - das kommt davon..
    ...wenn man es verschläft rechtzeitig eine Genehmigung für einen andere Stationierung zu beantragen. Aber so ein Klinikneubau kommt ja auch immer sehr überraschend.
  • (611 Beiträge) | 27.03.2016 12:46
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    ..............das haben sich sicherlich
    realitätsferne "Sesselfurzer" ausgedacht. Man könnte, so man wollte, für den Helikopter ganz sicher irgendwo im Stadtbereich einen Standort finden!
  • (360 Beiträge) | 27.03.2016 12:07
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    RTH.
    Ein einzelner Hubschrauber löst sicher nicht alle Probleme. Hubschrauber in der Innenstadt (landen auf der Kaiserstr?) geht sowieso nicht, da muss der Notarzt dann abgeholt werden. Wir bräuchten mehr Notarzt-Standorte und eine zusätzliche Rettungswache, um den stark gestiegenen Bedarf wirklich zu decken. Ein großes Dankeschön an die Krankenkassen - nirgendwo sonst in Deutschland wird so wenig für den Rettungsdienst ausgegeben wie in Baden-Württemberg. Gesundheitsvorsorge und Versorgung gehört aus meiner Sicht komplett in die öffentliche Hand. Es darf nicht sein, dass jemand unser Gesundheitswesen auf Profit optimieren möchte. Das kann nicht gut gehen.
  • (1402 Beiträge) | 28.03.2016 11:07
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    Ein Rettungsheli braucht zum Landen
    einen Platz von etwa 15 x 15 m.
    Bei schlechten Windverhältnissen natürlich mehr.
  • (48 Beiträge) | 27.03.2016 14:16
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    Landen in der Stadt geht nicht ! ?
    Hallo Taschentuch, bist du so ein Vogel schonmal geflogen?
    Solltest dir mal ein paar Filme auf Youtoub ansehen z.B. von Hamburg oder so!
    Dort findest du einige Filme und Beiträge von Rettungshelis die sogar in der strasse neben einem Auto landen.
    Stationieren könnte man ihn in Durlach in der ehemaligen Polizeikaserne dort ist ein Landeplatz oder bei der Durlacher Allee ehemal Autobahnpolizeigelände.
  • (8064 Beiträge) | 27.03.2016 17:33
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    ?
    War nicht auch oben auf dem Turmberg ein kleines Häuschen mit Landeplatz? Dann hätte der Heli es auch nicht so weit nach oben und wäre noch flotter da ... zwinkern
  • (48 Beiträge) | 27.03.2016 23:07
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    Landeplatz auf dem Turmberg....
    .... stimmt da war so ein kleines Häuschen mit etwas Rasen !
    Naja solange sie nicht Bohrer verkaufen möchten, wäre das auch eine möglichkeit lach.
  • (360 Beiträge) | 27.03.2016 14:24
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    Nicht grundsätzlich.
    So war das nicht gemeint. Sicherlich kann man in einer Stadt landen, nur eben dann nicht, wenn Oberleitungen und dergleichen im Weg sind. Ein RTH ist nicht per se ein Rettungsmittel für die Stadt, darauf wollte ich hinaus.
  • (48 Beiträge) | 27.03.2016 23:13
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    nicht grundsätzlich..
    taschentuch ich weiss wie das von dir gemeind war, aber würde gehen!
    Wie gesagt Durlach wäre der beste Standort für die Zeit der Baumaßnahmen.
    Landeplatz auf dem Dach der Klinik aber bitte nicht wie in Lahr!
    Dort muß immer erst die Feuerwehr kommen wegen dem Brandschutz, das ist kein Spass die haben dort beim Bauen nicht aufgepasst!
  • (2568 Beiträge) | 27.03.2016 09:48
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    Planung?
    Am Ostring entsteht doch zur Zeit die neue Notrufzentrale. Und warum konnte dort kein Hanger für den Rettungshubschrauber gleich mit gebaut werden. Übrigens gehört heute eigentlich zu jedem Krankenhaus ein Landeplatz. Selbst im alten Vincentius in der Südendstr. ist vor dem Haupteingang die Markierung für einen Landeplatz. Ob er jedoch auch nur einmal benutzt wurde weiß ich nicht. Aber Standort Baden-Baden? Gab es da in Karlsruhe tatsächlich keinen geeigneteren Platz, z. B. bei der Polizei oder in einer BW-Kaserne? Das kann ich mir nicht vorstellen.
  • (1402 Beiträge) | 27.03.2016 10:47
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    Die Station kommt komplett auf das Dach des Klinikneubaus.
    Das ist dann einmalig in Baden-Württemberg.

    Angesichts der Tatsache, dass Christoph 43 nachts sowieso nicht fliegt, dürfte geringfügige Zeitverzögerung tagsüber kaum ins Gewicht fallen und außerdem gibts für den nördlichen Einsatzbereich ja auch noch Christoph 5 und Christoph 53.
  • (3307 Beiträge) | 27.03.2016 10:25
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    *Landen* kann ein Hubschrauber fast überall...
    ...aber zu einer *Stationierung* gehört ja noch einiges an technischer Infrastruktur.
  • (2568 Beiträge) | 27.03.2016 11:22
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    Eben
    Und deshalb verstehe ich nicht, dass da keine andere Lösung, z. B. bei der Bundespolizei in Durlach oder in einer Kaserne in Neureut gefunden wurde.
    Auch finde ich es schon bemerkenswert, dass die gesamte erforderliche Infrastruktur, also z. B. einschließlich der Treibstofftanks für das Auftanken, auf das Dach des Neubaues kommen soll. Übrigens welcher Neubau - Vincentius Steinhäuserstr. oder städt. Klinikum?
    Und von wegen geringe Zeitverzögerung: Oben im Bericht sind 9 bzw. 10 Minuten angegeben worden. Aber wir haben gelernt, dass es bei einem Schlaganfall um jede Minute geht. Deshalb sollen ja die derzeit geltenden Anfahrzeiten für das Rettungspersonal sogar verkürzt werden. Letztlich betroffen ist ja aber nur der wartende Patient Hauptsache die Planung stimmt.
  • (8064 Beiträge) | 27.03.2016 12:09
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    !
    Neubau Vincentius, wo er ja bisher schon war
  • (2782 Beiträge) | 27.03.2016 06:21
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    Rettungshubschrauber
    Und wo landet der wenn der Patient drin ist?
  • (360 Beiträge) | 27.03.2016 12:08
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    Direkt an einer Klinik.
    Oder der Patient wird von einem Rettungswagen am Landeplatz abgeholt.

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