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28.02.2016 21:00
 
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Recycling von Flächen: Karlsruher City Park für Preis nominiert [11]

City Park Karlsruhe
Bild:(ze)

Karlsruhe (ps/mw) - Der City Park in Karlsruhe wurde für den Flächenrecyclingpreis nominiert. Im Fokus steht dabei der Nutzungsmix aus Freiraum und sozialer Infrastruktur des Stadtteils. Das geht aus einer Pressemeldung der Stadt hervor.
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Die gelungene Mischung des Karlsruher City Parks aus Wohnen und Arbeiten, sozialer Infrastruktur mit zwei Kindertagesstätten und einer Grundschule sowie viel grünem Freiraum war der Jury des "Flächenrecyclingpreises Baden-Württemberg 2016" eine Nominierung wert, so die Stadt in einer Pressemitteilung.

Zum fünften Mal hatte das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur mit weiteren Auslobern kleine und große Projekte als Beispiele für eine zukunftsfähige Innenentwicklung auf baulich vorgenutzten Flächen letzte Woche in Stuttgart ausgezeichnet. 31 Städte, private Investoren oder auch Architekten hatten sich um die Auszeichnung beworben.

Diese Städte wurden im Wettbewerb ausgezeichnet

Der erste Preis ging an Tübingen für die Umwandlung der Industriebrache "Alte Weberei". Nominiert für den Flächenrecyclingpreis 2016 waren die Entwicklung des City Parks in der Karlsruher Südstadt-Ost auf einer ehemaligen Bahnfläche, die Konversion der ehemaligen Flakkaserne zum Wohnpark Hartenecker Höhe in Ludwigsburg sowie die Umwandlung eines innerstädtischen Gewerbestandorts zu einem zeitgemäßen Wohnquartier am Michelsberg in Ulm.

Zudem wurde ein Sonderpreis vergeben, für den ebenfalls weitere drei Projekte nominiert worden waren. "Die von der Jury nominierten und ausgezeichneten Projekte zeigen vorbildlich, wie durch ein intensives Miteinander aller Beteiligten Planungskultur gelebt und für die Städte und Gemeinden bereichernde und identitätsstiftende Projekte realisiert werden konnten", sagte Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur, bei der Preisverleihung am letzten Samstag.

Bei der Karlsruher Nominierung bemerkenswert sei die Realisierung über ein Vertragswerk zwischen der Stadt und der DB beziehungsweise "aurelis", das dazu führte, dass die Herstellung der verkehrlichen Erschließung und der öffentlichen Freianlagen vom Eigentümer finanziert und unentgeltlich an die Stadt übertragen wurde. Hervorgehoben wurde zudem, dass die Baugrundstücke für die soziale Infrastruktur ebenfalls kostenlos der Stadt überlassen wurden, zuzüglich einer finanziellen Beteiligung.

"In städtebaulich beispielhafter Form haben die Projektträger in Rekordzeit das Quartier realisiert. Alle Baugrundstücke sind veräußert und rund 6.000 Menschen haben hier eine neue Heimat gefunden", so die Jury. Kriterien für die Jury waren ökologische Aspekte wie Flächenspareffekte, städtebauliche Aspekte wie Aufwertungspotentiale für die unmittelbare und mittelbare Umgebung oder auch vertragliche Regelungen.

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Kommentare [11]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (885 Beiträge) | 29.02.2016 16:10
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    Also irgendwie ...
    ... sieht der City-Park für mich ganz anders aus. Auch die typischen Kennzahlen wie geplante Nettowohndichte (182 Einwohner/ha) und Geschossflächenzahl (1,21) deuten eher auf ein Problemviertel hin. Man werfe mal einen Blick auf Wikipedia zu diesen Zahlen und dann sieht man schnell, dass der City-Park Werte wie München-Neuperlach, Hamburg-Steilshoop und Berlin-Gropiusstadt aufweist. Das sind alles erwiesene Problembezirke. Da wurden Planungsfehler aus den 1960ern wieder wiederholt.
  • (7039 Beiträge) | 01.03.2016 08:54
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    Es gibt Unterschiede
    Die Wohnungen da sind alles Eigentumswohnungen,die entsprechend teuer waren.
    Bewohnt bzw. vermietet sind die an Leute die über das Geld verfügen um sich das auch leisten zu können und dienen eben nicht als Sozialwohnungen.
    Da lebt ein ganz anderes Klientel als in den genannten Stadtteilen und das benimmt sich auch anders.
    Nur aus der Bauweise zu schliessen,dass das ein Problemviertel ist/wird ist schon etwas gewagt.
  • (422 Beiträge) | 02.03.2016 17:15
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    Was kostet denn eine Wohnung in diesem Viertel?
  • (885 Beiträge) | 02.03.2016 20:54
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    Meine Erinnerungen an 2014/2015 sind folgende:
    Doe Qudratmeterpreise lagen bei rund 3000 Euro. Diese Wohnungen mit rund 100 qm kosteteten ab 300 Tsd aufwärts bis 400 Tsd. Das entsprach rund 30 Jahreskaltmieten. Ordentliche Rendite werfen diese Buden aber Preisen von nur 10 Jahreskaötmieten ab. Damit ist jede Finanzierung die auf Renditen spekuliert nur dann sinnvoll, so die Mieten sich mehr als verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen. Aber bereits die jetzigen Mieten sind ziemlich an der Grenze, wenn man sich das Einkommen der Menschen so ansieht, Stichwort: Einkommensmittelschicht.

    Wenn man nun noch einen Blick auf den desolaten Arbeitsmarkt und die schlechte soziale Absicherung durch ALG-II wirft, so kann man ein sehr hohes Risiko an Mietausfällen, Zwangsräumungen, -verkäufen und -versteigerungen voraussehen. Da reicht ein kleiner Schlenker der Konjunktur nach unten um den ganzen City-Park kippen zu lassen. Preisanpassungen um über 50% nach unten sind durchaus im Rahmen des möglichen.
  • (1253 Beiträge) | 01.03.2016 12:25
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    ...
    Schön ist anders.

    Warten wir mal ab, wenn in ein paar Jahren der Putz bröckelt....was dann die Immobilienbesitzer bereit sind, in Sanierungen zu stecken. Aber wenn der gleiche renditegeile Geist dahinter stecken sollte wie bei Planung, dann schauts trübe aus.
  • (885 Beiträge) | 03.03.2016 01:16
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    Da war noch was ...
    ... mit einigen Meldungen über eklatanten Pfusch am Bau im City-Park durch einen Bauträger aus Rastatt. Dieser Pfusch am Bau kann den Wert auch ganz schön drücken sowie zu erhöhten Kosten führen. Auch so was kann schnell zu notleidenden Finanzierungen führen. Sobald die Anzahl der geplatzen Kredite ein gewisses Maß übersteigt hat man einen BOOOM.

    Im City-Park sehe ich da einiges an Problemen. Damit es dort nicht BOOOM macht müssten viele positive Faktoren zusammenkommen. Anhaltende Binnenmigration bei gleichzeitig steigenden Einkommen wäre eine Grundvoraussetzung. Dies betrachte aber als utopisch. Die Zahlen von Destatis (Mikrozensus und anderes) sowie dem sozioökonomischen Panel SOeP steigende Erwerbslosigkeit und sinkende Löhne seit Anfang des Jahrtausend aufzeigt und es bisher keinen Grund gibt der diese Entwicklung auch nur aufhalten könnte. Es sieht ziemlich eindeutig nach dem Gegenteil aus.
  • (885 Beiträge) | 01.03.2016 10:22
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    Der relevante Unterschied ...
    ... ist die Zeit seit Beginn der Bautätigkeiten. So waren sind und waren viele Wohnungen in Neuperlach keine Sozialwohnungen und gehören privaten Investoren. Auch in den anderen Problembezirken war es ähnlich. Kleinere „Problembezirke“ wie Nürtigen-Rossdorf haben sich auch so ähnlich entwickelt.

    Aber die Wohnungen wurden für das betuchte Publikum immer unattraktiver, so entwickelten sich die Preise/Mieten nicht so wie erwartet, teilweise soagr nach unten und man musste an das billigere Publikum vermieten, so man überhaupt vermieten wollte. Das hat dann der Markt so geregelt und der Markt hat immer recht und er wird es auch dieses Mal. Dazu braucht der Markt aber zwei bis drei Jahrzehnte. Das erste ist schon rum und das zweite läuft schon etwas länger. Die Preise wurden bereits vor einigen Jahren als vollkommen überhöht betrachtet und der Weg in den BOOOM ist frei.
  • (7039 Beiträge) | 29.02.2016 16:05
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    Was war denn jetzt eigentlich?
    Bekam Karlsruhe nun einen Preis für diese Fläche oder nicht?
    Einerseits war Karlsruhe nominiert andererseits wurden die Preise schon vergeben?
    Irgendwie nicht ganz eindeutig zu erkennen in dem Artikel.
  • (100 Beiträge) | 29.02.2016 15:52
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    Es
    hätte eine schöne Flaniermeile werden können aber es fehlte an Geist.
    Langweilig!
  • (885 Beiträge) | 01.03.2016 11:46
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    Es fehlte zwar an Geist ...
    ... aber dafür war um so mehr Gier vorhanden. Das Gelände sollte optimal verwertet und der größtmögliche Profit daraus geschlagen werden. Das musste so enden. Seit Anfang dieses Jahrtausends gibt es noch einige andere Bauprojekte auf ehemaligen Bahnanlagen die sich durch solche überkompakte Bebauung auszeichnen.

    Bei diesen Projekten findet man nach Angaben alteingesessener Makler total überzogene Preise. Sobald die Nachfrage aus irgendwelchen Gründen nachlässt ist mit einem Wertverlust zu rechnen. Der kann dann die knappen Finanzierungen gefährden, zu einer Erhöhung des Angebots führen und dann hat man einen BOOOM. Was das anbetrifft hat der City-Park echtes Potential.

    Der bestimmende Faktor ist die Binnenmigration. Diese ist aber eine Funktion von verschiedenen anderen Faktoren wie Studentenzahlen und Arbeitsmarkt, daher nicht besonders gut zu prognostizieren. Ich würde aber auf Abwärts in den nächsten 5 Jahren tippen, dafür gibt es mehr Argumente als für ein Aufwärts.
  • (184 Beiträge) | 29.02.2016 12:35
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    Eine Auszeichnung...
    ...als hässlichster Stadtteil aller Zeiten würde besser passen.
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