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Karlsruhe Recycling von Flächen: Karlsruher City Park für Preis nominiert

Der City Park in Karlsruhe wurde für den Flächenrecyclingpreis nominiert. Im Fokus steht dabei der Nutzungsmix aus Freiraum und sozialer Infrastruktur des Stadtteils. Das geht aus einer Pressemeldung der Stadt hervor.

Die gelungene Mischung des Karlsruher City Parks aus Wohnen und Arbeiten, sozialer Infrastruktur mit zwei Kindertagesstätten und einer Grundschule sowie viel grünem Freiraum war der Jury des "Flächenrecyclingpreises Baden-Württemberg 2016" eine Nominierung wert, so die Stadt in einer Pressemitteilung.

Zum fünften Mal hatte das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur mit weiteren Auslobern kleine und große Projekte als Beispiele für eine zukunftsfähige Innenentwicklung auf baulich vorgenutzten Flächen letzte Woche in Stuttgart ausgezeichnet. 31 Städte, private Investoren oder auch Architekten hatten sich um die Auszeichnung beworben.

Diese Städte wurden im Wettbewerb ausgezeichnet

Der erste Preis ging an Tübingen für die Umwandlung der Industriebrache "Alte Weberei". Nominiert für den Flächenrecyclingpreis 2016 waren die Entwicklung des City Parks in der Karlsruher Südstadt-Ost auf einer ehemaligen Bahnfläche, die Konversion der ehemaligen Flakkaserne zum Wohnpark Hartenecker Höhe in Ludwigsburg sowie die Umwandlung eines innerstädtischen Gewerbestandorts zu einem zeitgemäßen Wohnquartier am Michelsberg in Ulm.

Zudem wurde ein Sonderpreis vergeben, für den ebenfalls weitere drei Projekte nominiert worden waren. "Die von der Jury nominierten und ausgezeichneten Projekte zeigen vorbildlich, wie durch ein intensives Miteinander aller Beteiligten Planungskultur gelebt und für die Städte und Gemeinden bereichernde und identitätsstiftende Projekte realisiert werden konnten", sagte Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur, bei der Preisverleihung am letzten Samstag.

Bei der Karlsruher Nominierung bemerkenswert sei die Realisierung über ein Vertragswerk zwischen der Stadt und der DB beziehungsweise "aurelis", das dazu führte, dass die Herstellung der verkehrlichen Erschließung und der öffentlichen Freianlagen vom Eigentümer finanziert und unentgeltlich an die Stadt übertragen wurde. Hervorgehoben wurde zudem, dass die Baugrundstücke für die soziale Infrastruktur ebenfalls kostenlos der Stadt überlassen wurden, zuzüglich einer finanziellen Beteiligung.

"In städtebaulich beispielhafter Form haben die Projektträger in Rekordzeit das Quartier realisiert. Alle Baugrundstücke sind veräußert und rund 6.000 Menschen haben hier eine neue Heimat gefunden", so die Jury. Kriterien für die Jury waren ökologische Aspekte wie Flächenspareffekte, städtebauliche Aspekte wie Aufwertungspotentiale für die unmittelbare und mittelbare Umgebung oder auch vertragliche Regelungen.

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