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Karlsruhe Ramsauer will die Pkw-Maut - geht's noch?

Was müssen wir Autofahrer nicht alles erleiden! Horrende Spritkosten, die seit Monaten stetig nur einen Weg kennen: nach oben. Und nun das: Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) fordert weiterhin die Einführung einer Pkw-Maut für die deutschen Autobahnen. Da fühlt man sich doch wirklich als Melkkuh für den deutschen Staat - da muss man als Autofahrer sogar der FDP um Fraktionschef Rainer Brüderle recht geben. Aber was macht man nicht alles für sein Auto...

Wer liebt, der schiebt - es dauert wohl nicht mehr lange, bis dieser Spruch für mehr Autofahrer zutrifft, als man es sich vorstellen mag. Denn wer soll sich Autofahren auf Dauer noch leisten können, wenn die Spritpreise weiter in die Höhe schießen und Herr Ramsauer nun auch noch 80 Euro pauschal pro Jahr von den Autofahrern für die Straßennutzung einheimsen will?

Bürger sollen zahlen - kein Entgegenkommen der Bundesregierung

80 Euro pro Jahr, das mag erstmal nach wenig klingen, aber das wäre ja vielleicht auch nur der Anfang. Wer weiß, was sich unsere Politiker in fünf Jahren ausdenken und welche Kosten sie noch durch die fahrende Bevölkerung decken wollen. Nach den Vorstellungen Ramsauers sollen die Einnahmen aus der Pkw-Maut unmittelbar in die Erneuerung der Straßen gesteckt werden. Aber in welche denn, wenn nach und nach immer mehr Straßenkilometer privatisiert werden. Auch wer auf diesen Straßen fährt, zahlt an den Bund - clever, Herr Ramsauer!

Extrem hohe Steuern auf Kraftstoffe, kein Entgegenkommen von Kanzlerin Merkel bei der Pendlerpauschale und nun noch eine Pkw-Maut. Der Staat will kassieren und kassieren und verspricht Besserung auf den deutschen Straßen. Aber immer erst auf Vorkasse des belasteten Bürgers, ohne vorher ein klein wenig guten Willen zu zeigen. Das Argument, dass man auch bei den Nachbarländern zahlen müsse, wirkt eher vorgeschoben. Offensichtlich bekommt der Bundesverkehrsminister die Taschen nicht voll. Ist die eine rechte Tasche durch die Verkäufe der Autobahnen gefüllt, soll nun die linke mit dem Geld der gebeutelten Autofahrer gemästet werden.

Verkehrsminister Ramsauer fordert PKW-Maut: Unverschämt oder zwingend notwendig?

Das sieht sogar der Koalitionspartner so. Die Liberalen sprechen sogar vom Bürger als Melkkuh. Und so sehr man als Autofahrer nicht gemolken werden will, so schwer mag es ihm fallen die Zustimmung für Brüderle und Co. einzugestehen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bundesregierung dem armen Autofahrer entgegenkommt, sollte es eine Pkw-Maut geben. Eine Herabsetzung der Steuer auf Benzin und Diesel wäre ein guter Vorschlag, für die man eine Maut letztlich zähneknirschend in Kauf nehmen könnte.

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