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13.01.2016 17:04
 
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Prozess um vermisste Vietnamesin: Wurde sie aus Eifersucht ermordet? [0]

(Collage)
Bild:Archiv/ps

Symbolbild
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Karlsruhe (Ramona Holdenried) - Ein Mordprozess ohne Leiche: Seit Dienstag muss sich der Ehemann der verschwundenen Vietnamesin aus Durlach-Aue wegen Mordes vor dem Karlsruher Landgericht verantworten. Der 45-Jährige schweigt bislang zu den Vorwürfen. Vor Gericht berichtet die engste Freundin der Vermissten von Eheproblemen - und Drohungen vonseiten des Ehemannes.
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Seit Dienstag läuft gegen den Ehemann der vermissten Vietnamesin aus Durlach-Aue ein Indizienprozess. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte seine 34-jährige Ehefrau "heimtückisch und aus niederen Beweggründen" ermorderte. Wie genau er seine Frau getötet haben und wo er die Leiche versteckt haben soll, ist der Anklage allerdings nicht bekannt. Die Aussage der engsten Freundin der 34-jährigen Mutter Thi Thanh Thoa Le vor dem Karlsruher Landgericht zeichnet beim Prozessauftakt am Dienstag ein Bild vom Verschwinden der jungen Frau.

"Wenn sie weiter so lange wegbleibt, wolle er sie umbringen"

Die Betreiberin eines Imbisses hatte mit der Vermissten nach eigener Aussage täglich Kontakt - und bestätigt die Eheprobleme, die die Staatsanwaltschaft als Tatmotiv sieht. "Sie hat mir erzählt, dass es Zuhause immer öfter Streit gab", so die Zeugin. Dabei habe sie auch mehrmals darüber gesprochen, ihren Mann zu verlassen. Um ihm aus dem Weg zu gehen, sei die Vermisste immer wieder erst um 23 Uhr nach Hause gegangen.

Die Freundin bestätigt, dass die 34-Jährige Bekanntschaften zu Männern pflegte, für zwei Monate sogar eine kurze Beziehung zu einem anderen Mann hatte. Von den Bekanntschaften habe auch der Ehemann gewusst - nicht zuletzt, da ihre Freundin immer wieder Geschenke bekommen habe. Die Vermisste habe ihr berichtet, dass der Angeklagte immer wieder mit Eifersucht reagiert habe.

"Er sagte einmal zu mir, wenn sie weiter so lange weg bleibt, wolle er sie umbringen", so die Zeugin. Am 23. Juli habe sich die junge Mutter abends erneut mit einem der Zeugin Unbekannten getroffen. Als ihre Freundin am nächsten Tag aber weder erreichbar war, noch zu einem verabredeten Treffen erschien, habe sie sich Sorgen gemacht. "Ich hatte ein ungutes Gefühl. Ich dachte, vielleicht hält er sie gefesselt in der Wohnung", meint die Zeugin. Als sie die Vermisste nicht angetroffen habe, habe sie die Polizei kontaktiert und den Ehemann aufgesucht. "Er ist ruhig geblieben", so die Zeugin. Am 25. Juli meldete der Ehemann die Verschwundene dann als vermisst.

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