Protest gegen Neonazimarke
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Karlsruhe ps/phf - Knapp 40 Demonstranten umringten am vergangenen Samstag den Eingang eines Modegeschäfts in der Karlsruher Waldstraße. Grund für die Protestkundgebung: Der Laden verkauft "Thor Steinar", eine besonders von Neonazis getragene Kleidermarke, wie der Veranstalter der Aktion, die Autonome Antifa Karlsruhe, berichtet.
Die Demonstranten verteilten Flugblätter an die Passanten, die über die Hintergründe der Kleidermarke aufklärten. Die Aktion dauerte etwa eine Stunde, bis die Polizei mit fünf Einsatzwagen anrückte. Weil es sich aufgrund der verteilten Flugblätter um keine spontane Demostration gehandelt habe, sei nach einem Verantwortlichen gefragt worden, so ein Polizeisprecher gegenüber ka-news. Weil von den Demonstranten keiner benannt worden sei, habe die Polizei von 21 Personen die Personalien festgestellt. Bei einem Demostranten habe die Polizei Pfefferspray gefunden. Die Polizei habe der Gruppe einen Platzverweis erteilt, der anstandslos befolgt worden sei.
In mehreren Fußballstadien, etwa denen von Borussia Dortmund, des Hamburger SV und Werder Bremen, ist die Kleidermarke laut Antifa Karlsruhe wegen des rechtsextremen Hintergrunds verboten. Vom KSC fordert die Antifa ebenfalls ein solches Verbot. "Auch im Wildparkstadion sieht man immer häufiger Menschen mit Nazimarken. Bekennenden Neonazis darf im Wildpark keine Bühne für ihre Gesinnung geboten werden", so die Antifa Karlsruhe in einer Presseerklärung. Von Seiten des KSC hieß es auf Anfrage von ka-news, man werde sich mit der Problematik beschäftigen.



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