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Karlsruhe Personendaten bei der Stadt: KULT plädiert für mehr Datenschutz

"Was passiert eigentlich mit meinen Daten bei der Stadt Karlsruhe?" Vom Bürgerservice bis zum Sozialamt erhebt die Stadt Karlsruhe eine große Menge personenbezogener Daten. Die Kult-Fraktion setzt sich in der kommenden Gemeinderatssitzung mit einem Antrag dafür ein, dass die Stadt Karlsruhe zukünftig eine unmittelbare Informations- und Beschwerdestelle für Bürger im Bereich Datenschutz schafft.

"Diese besonders sensiblen Angaben vor Missbrauch zu schützen, ist eine der wichtigsten Aufgaben und größten Herausforderungen des digitalen Zeitalters", erklärt Kult-Stadtrat Uwe Lancier (Piraten). Seine Fraktion ist zwar überzeugt, dass die Stadt Karlsruhe viel dafür tut, die gesammelten Daten zu schützen. Die Menschen in Karlsruhe müssen nach Kult-Ansicht aber nachfragen können.

Als Beispiel nennt Lancier die digital gespeicherten biometrischen Daten bei der Passbehörde: Wer schützt einen digital gespeicherten Fingerabdruck vor Missbrauch? Und nicht nur die Meldebehörden sammeln sensible Merkmale. Jeder Antrag bei der Stadt Karlsruhe, zum Beispiel für Wohn- oder Arbeitslosengeld, beinhaltet sehr genaue Angaben zu den Lebensverhältnissen der Antragssteller. Der Kult-Experte für digitales Leben formuliert Fragen: "Wer hat Zugriff auf diese Daten? Wofür werden sie genutzt? Wohin oder wem werden sie weitergegeben? Wer korrigiert sie und wann werden sie gelöscht?"

Karlsruher Bürger, aber auch Unternehmen, die sich diese und andere Fragen stellen, fänden bisher auf der städtischen Homepage dazu keine Angaben und zudem keinen direkten Ansprechpartner. Auch gäbe es keine Stelle, die Beschwerden Einzelner annimmt, beispielsweise wenn jemand eine missbräuchliche Verwendung der eigenen Daten vermutet. "Auf den städtischen Servern liegen Unmengen von Daten, die sehr genaue Auskunft beispielsweise über die Einkommensverhältnisse einzelner Bürger geben", nennt Lancier als Beispiel. Außerdem geht es Kult um die Sicherheit der Speicher: "Wenn schon das Handy der Kanzlerin abgehört wird: Wie stellt die Stadt sicher, dass die Rechner der Stadt Karlsruhe nicht auch unbemerkt von Hackern angezapft werden?"

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Kommentare (23)
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  •   beatnixe
    (14 Beiträge)

    25.01.2016 22:43
    ka-news berichtete...
    Daten werden doch bereits weitergegeben, wenn dem nicht widersprochen wurde. Im Sinne eines DatenSCHUTZES sollte es genau anders herum sein: Keine Weitergabe ohne ausdrückliches Einverständnis.

    http://www.ka-news.de/unterhaltung/digital/computer/Weitergabe-von-Meldedaten-Buerger-koennen-Widerspruch-einlegen;art94,971691

    http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Automatisierte-Auskunft;art6066,63928
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  •   Avatar
    (997 Beiträge)

    24.01.2016 16:40
    Wäre ja mal interessant
    Zu erfahren, ob es nicht gegen jegliche Datenschutzbestimmungen (die übrigens strafrechtlich verfolgt werden im Normalfall) verstösst, wenn die Stadt Karlsruhe Daten ihrer Bürger an Unternehmen zum Zwecke der Geschäftsanbahnung herausgibt. Seit Jahren erhalten die Frauen ab Vierzig in Karlsruhe eine jährliche schriftliche Aufforderung des Mammographie Screening Zentrums in der Karlstrasse. Ein Anruf dort, mit der Bitte um Auskunft, wo sie ihre Daten wie Anschrift und Geburtsdatum bekommen, ergab, dass diese von der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Wo bleibt der DatenSCHUTZ und was bekommt die Stadt dafür, dass sie einem Unternehmen Daten zur Verfügung stellt?????
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  •   Uhowei
    (594 Beiträge)

    25.01.2016 15:28
    das geht noch weiter!
    Protestantische Thomaskirche Daxlanden (dort sind einige alleinreisende minderjährige Flüchtlinge untergebracht):
    Vor einiger Zeit zog ein Pfarrer, Diakon oder ein anderer dieser Jenseitsmechaniker in dem Viertel von Haus zu Haus und klingelte bei Familien, deren Kinder ausgezogen und abgemeldet waren. Nach dem Motto: "Euer Sohn (Eure Tochter) ist doch jetzt aus dem Haus, da müsstet Ihr doch das Kinderzimmer frei haben, wollt Ihr da nicht einen Flüchtling aufnehmen?"

    Wohlgemerkt: Es geht mir hier nicht um die Unterbringung von Flüchtlingen, es ist bei Kindern und Jugendlichen sicherlich besser, wenn die in einer Familie und nicht in einem Sammellager unterkommen. Aber ich frage mich: Wo hat die Kirche diese Meldedaten her? Da auch katholische Familien angesprochen wurden können diese Daten ja schlecht aus den eigenen Dateien stammen.
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  •   Hassowa
    (829 Beiträge)

    24.01.2016 12:58
    Vermummter schießt mit Pistole auf AfD-Plakataufhänger - mitten in KA !!!
    DAS sind die Themen, für die sich die Karlsruher interessieren.

    Bericht in der FAZ
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  •   carfield
    (131 Beiträge)

    24.01.2016 14:39
    Und wieder
    1000 Stimmen mehr für die AfD. grinsen

    Ich wartebisder erste derGutenkommtund von einer false flag Aktion schwadroniert.
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  •   R.Dogan
    (243 Beiträge)

    24.01.2016 23:56
    Schon passiert
    Die schreien förmlich: Alles Lüge! Alles inszeniert! Lügenpresse!
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  •   carfield
    (131 Beiträge)

    24.01.2016 14:40
    Sorry.
    Unter der Leertaste hatten sich ein paar Chips verklemmt.
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  •   Hassowa
    (829 Beiträge)

    24.01.2016 12:54
    Statt Daten sollten sie die Karlsruher schützen !!!
    Diese selbsternannte Kultfraktion fordert die Abschaffung des kommunalen Ordnungsdienstes, wie man hier nachlesen kann.[url=http:/www.si-ka.eu]Echt der Hammer !!!![/url]
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  •   Malerdoerfler
    (3599 Beiträge)

    24.01.2016 08:37
    Datenschutz?
    Ist doch alles sicher hier,oder?

    Ich denke Google, Facebook und andere achten schon darauf, dass alle wichtigen Infos nicht verloren gehen und für ihre Zwecke weiter verwendet werden können.

    Haben unsere Behörden denn auch schon alle Daten über ALLE unsere Neubürger zusammen?
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  •   andip
    (8062 Beiträge)

    25.01.2016 15:49
    Tja
    Auf der einen Seite sich über fehlenden Datenschutz bei der Stadt beklagen,andererseits aber freiwillig alle seine persönlichen Daten bei den sozialen Medien verbreiten ohne sich darum zu kümmern was die damit machen.
    Passt irgendwie nicht.
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