Karlsruhe Pechstein-Prozess in Karlsruhe entscheidet über Zukunft der Sportgerichte

Im ersten Doping-Prozess vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hofft Eisschnellläuferin Claudia Pechstein heute auf die Wiederherstellung ihres Rufes sieben Jahre nach ihrer Doping-Sperre. Das Urteil des BGH könnte ein Beben in der Sportschiedsgerichtsbarkeit nach sich ziehen.

Pechstein fordert weiterhin Schadenersatz in Höhe von fünf Millionen Euro vom Welteislauf-Verband ISU. Dieser war nach dem Urteil des Oberlandesgerichts München im Januar 2015 in Revision vor dem höchsten deutschen Zivilgericht gegangen.

Der BGH muss nun entscheiden, ob er die Revision abweist und damit die Klage von Pechstein bestätigt, oder den Auffassungen des Verbandes folgt. Sollte der BGH zugunsten Pechsteins entscheiden, könnte dies ein Beben in der Sportschiedsgerichtsbarkeit nach sich ziehen. Künftig stünde dann jedem Athleten die Wahl-Möglichkeit zwischen Sport- oder Zivilgerichten offen.

  
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