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Karlsruhe Pacemakers: Radmarathon für eine Welt ohne Atomwaffen

Eine Welt ohne Atomwaffen - das ist nicht nur der Wunsch vieler Politiker. Der sechste Pacemaker-Radmarathon setzt sich genau dafür ein. Am 31. Juli startet er in Bretten und führt als Rundkurs über Heilbronn, Mannheim, Kaiserslautern und Neustadt an der Weinstraße zurück zum Ausgangspunkt.

Anlass dafür ist der 65. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Selbst 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges lagern heute weltweit noch immer 23.000 Atomwaffen. Mindestens 20 davon sind im deutschen Buchel in der Eifel stationiert.

Die Chancen auf eine weltweite atomare Abrüstung steigen allerdings. US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama verfolgt nach eigenen Angaben die Vision einer atomwaffenfreien Welt und jüngst stellte auch der Bundestag einen interfraktionellen Antrag, um den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland durchzusetzen.

Aufruf an Regierung

Zusammen mit den Mayors for Peace, eine internationale Vereinigung von über 4.000 Bürgermeistern in 134 Ländern, rufen die Pacemakers nun die Bundesregierung mit dem 6. Pacemakers-Radmarathon und der 3. Pacemakers-Regio-Tour zum Handeln auf. "Setzen Sie die im Koalitionsvertrag vereinbarte Zielsetzung um, dass die in Deutschland verbliebenen US-Atomwaffen abgezogen werden", lautet ihre Forderung.

Radsportverbände aus der ganzen Region haben sich der Aktion bereits angeschlossen. "Sport ist ein hervorragendes Medium, um sich für eine friedliche Welt zu engagieren", so Günter Riemer, Präsident des württembergischen Radsportverbandes. Schirmherr der Aktion ist unter anderem KSC-Präsident Paul Metzger. Bereits als Oberbürgermeister der Stadt Bretten hat er sich jahrelang für die Kampagne "Ja - Jetzt atomwaffenfrei" eingesetzt und konnte zur Freude aller Beteiligten erneut dafür gewonnen werden.

Botschaft soll in die Bevölkerung hinaus getragen werden

Ulli Thiel, Sprecher des DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsgegnerInnen) Karlsruhe und Urgestein der Friedensbewegung, fährt bereits zum zweiten Mal nach der erfolgreichen Tour 2005 im Begleitfahrzeug mit. Seine Aufgabe ist es, an den verschiedenen Zwischenstopps die Bürger der Ortschaften über Lautsprecher zu informieren. "Wir haben oft schöne spontane Reaktionen erlebt - die Leute standen am Rand der Strecke und klatschten Beifall oder manche signalisierten mit erhobenem Daumen, dass sie von der Aktion begeistert sind", erzählt er. Es sei wichtig, diese Botschaft in die Bevölkerung hinaus zu tragen, erklärt Thiel. "Die Zielsetzung der Politiker ist nur dann durchsetzbar, wenn sie auch von den Bürgern vertreten wird."

Bis zu 150 Teilnehmer können bei der Tour mitfahren. "Bis jetzt haben sich rund 110 Radfahrer angemeldet", erzählt Roland Blach, Koordinator der Pacemakers und Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft; 80 davon für eine der Teilstrecken ab 47 Kilometer. Start ist um 5.45 Uhr in Bretten an der Stadtparkhalle, Anmeldungen können immer noch unter der Homepage der Pacemakers angenommen werden. 342 Kilometer misst die Strecke, gefahren wird in geschlossenem Feld mit Polizeibegleitung. 
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Kommentare (4)
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  •   motzki
    (665 Beiträge)

    bisschen...
    ...naiv das völkchen. ist wie saufen für den regenwald und sonstiger mumpitz...
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  • unbekannt
    (786 Beiträge)

    Träumerei
    Atomwaffen wird es solange geben, wie es Menschen gibt. Alleine der Iran und Nordkorea werden wohl nicht auf Atomwaffen verzichten.
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  •   joka
    (9833 Beiträge)

    Haben wir in den 80ern...
    auch gemacht, und wie, ...nur ohne Rad..
    Da heiß es "F*cj for peace" und es hat geklappt wie man sieht... Der Kalte Krieg ist Geschichte. Vielleicht sollten wir mal wieder ran, gegen die neuen Bedrohungen zwinkern
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  •   joka
    (9833 Beiträge)

    -j +k bitte eine Editierfunktion...
    grinsen
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