"Operation Maisfeld"
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Rheinstetten ps/wai -
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Die Genfeld-Besetzung in Forchheim ist nach Gießen, Oberboihingen und Northeim bundesweit bereits die vierte in diesem Frühjahr. In Oberboihingen gab die Fachhochschule Nürtingen vor zwei Wochen dem öffentlichen Druck nach und sagte die geplanten Versuche ab.
Forschungsanstalt mache sich zum Handlanger der Konzerne
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Federführend bei Versuch ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BvL). Vom Anbau gentechnisch manipulierter Pflanzen würden dagegen in erster Linie eine Handvoll internationaler Saatgutkonzerne profitieren. Die staatliche Forschungsanstalt mache sich damit zum Handlanger von Monsanto, Bayer und Co., so die Kritiker weiter. "Die Bauern haben davon gar nichts. Im Gegenteil: Gentechnik macht sie systematisch abhängig von patentiertem Saatgut und den zugehörigen Spritzmitteln."
114 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen weltweit
Das Julius-Kühn Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, gibt zu bedenken, dass durch solche Aktionen wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse von vorneherein unterbunden würden. Da es sich auch in Forchheim um einen kontrollierten Freisetzungsversuch handele, der nicht mit einem landwirtschaftlichen Anbau zu verwechseln ist, sei die Gefahr einer Auskreuzung nicht gegeben, zumal der Mais in Deutschland keine artverwandten Pflanzen habe.
Für das Jahr 2008 sind in der Bundesrepublik etwas über 4.000 Hektar für den kommerziellen Anbau von BT-Mais freigegeben. Zum Vergleich: In den USA werden bereits weit über 40 Millionen und weltweit sogar über 114 Millionen Hektar Ackerfläche für den Anbau von Gen-Pflanzen genutzt. In Deutschland ist dafür bisher nur eine Sorte BT-Mais freigegeben. Dessen Anbau unterliege aber strengen Auflagen, so das Institut.





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