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30.05.2012 02:33
 
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Oliver Kahn im Interview: Wo warst Du, als es dem KSC dreckig ging? [43]

Kalsruhe - Er gilt als eine der Torwartlegenden im deutschen Fußball. Für viele Fans des Karlsruher SC ist Oliver Kahn die Legende schlechthin. In einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Karlsruher Magazins "Auf, Ihr Helden!" spricht der ehemalige KSC-Torhüter über sein Idol, die Europapokal-Jahre in den 90ern und über die Präsidentschaftswahl des KSC im Herbst 2009. ka-news veröffentlicht Ausschnitte des Interviews mit dem Karlsruher Helden.
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Der frühere Nationaltorwart Oliver Kahn.
Foto: dpa
Oliver Kahn

Herr Kahn, in Ihrer Jugend war der "ewige" Torhüter Rudi Wim­mer ein Idol, später wurde er in der A-Jugend Ihr Trainer. War er auch für Sie ein besonderer Fußballer?
Er war die Torwart-Ikone schlechthin, eine Legende wie Dino Zoff. Ruhig, nicht spektakulär und mit einer enormen Erfahrung. Ich habe damals beim Training zugeschaut, als Bernd Fuhr verpflichtet wurde. Es war sehr interessant für mich zu sehen, daß Wimmer kaum einen Ball mit einer Parade hielt. Immer stand er richtig, um Schüsse entweder wegzuboxen oder auch nur einfach mit dem Fuß abzuwehren. Seine Antizipation war unglaublich. Aber mein Vorbild damals war Toni Schumacher.

Großen Schwung entfachten anfangs der Neunziger die Europapokaljahre des KSC.
In dieser Zeit hätte der KSC die Möglichkeit gehabt Strukturen zu schaffen, die es dem Verein ermöglicht hätten, sich sportlich und wirtschaftlich langfristig zu etablieren. Die im professionellen Fußballgeschäft weit verbreitete Angewohnheit freie finanzielle Mittel aus Transfererlösen sofort wieder in Spieler und Gehälter zu investieren führt häufig über kurz oder lang zu finanzieller Instabilität. Anstatt den Verein zunächst zu konsolidieren, haben die Verantwortlichen wohl gedacht, man gehöre schon zu den Spitzenclubs der Bundesliga. Mit der Entlassung von Winfried Schäfer wurde es dann sicherlich nicht einfacher.

Sehen Sie Parallelen zu heute?
Die heutige Situation ist letztlich dadurch gekennzeichnet, dass der Verein es als Erfolg vermeldet wenn ihm im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens der DFL die Lizenz erteilt wurde und man den Klassenerhalt in der 2. Liga bewerkstelligt. Sportlicher Erfolg setzt eine gewisse wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vo­raus. Diese wieder zu schaffen wird die Aufgabe der Verantwort­lichen sein. Sollte dies gelingen, dann könnte der KSC wieder positiver in die Zukunft blicken.

Wir haben Fotos dabei von der Mitgliederversammlung im Herbst 2009, als Paul Metzger zum Präsidenten gewählt wurde. Waren Sie im Nachhinein überrascht über die Feindse­ligkeit, die Ihnen gegenüber zum Ausdruck gebracht wurde?
Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich mir während der Mitgliederversammlung überhaupt nicht darüber bewusst war, dass nur Fragen gestellt werden dürfen! Und es war deshalb auch verständlich, dass einige Leute nicht begeistert reagierten. Andererseits war von einer bestimmten Gruppe gewiss auch ein wenig Vorsatz dabei. Aber ich schließe aus einer Gruppe von vielleicht 100 Personen nicht auf alle oder den Gesamtverein. Und werde dies auch künftig nicht tun. Daher konnte ich diese Sache für mich auch verhältnismäßig rasch abhaken. …

Wir erinnern uns, dass auch Vorwür­fe im Sinne von "Wo warst Du, als es uns dreckig ging!?" kamen.
Ja, wo war ich? Ich habe selbst Fußball ge­spielt!

Eine mögliche Gegenfrage Ihrerseits hätte lauten können, "Wo war ich denn, als der KSC nach oben kam?!"
Das hat mich dann doch überrascht, daß die Menschen so schnell vergessen hatten. Zumal ich mich über den KSC auch wäh­rend meiner Zeit in München nicht im Ansatz negativ geäußert hatte. Aber wie gesagt, es war wirklich nur eine Minderheit, die derart polterte.

Die Fragen stellten Matthias Dreisigacker und Christian Pfefferle von "Auf, Ihr Helden!". Die aktuelle Ausgabe bietet neben dem Interview mit Oliver Kahn Beiträge zu Manfred Amerell, Makhtar Thioune oder den legendären Freundschaftsspielen des KSC gegen brasilianische Spitzenmannschaften wie Santos FC oder den Botafogo in den 50er und 60er Jahren.

Mehr zu: "Oliver Kahn" Fußball Interview "Auf, Ihr Helden!"



Kommentare [43]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (2525 Beiträge) | 30.05.2012 05:08
    Oh man
    kommt mir wie gestern vor als es im Stadion Mucksmäusschen still wurde als er auf der Torlinie stehen blieb ..und hielt.

    Tja Olli, wend ne Mio übrich hätsch odda Ehrenamtlich einer gäbbe dätsch, wär nett aber bisch halt au net Christus, muss ma verschtehe.

    Falls abba doch wärsch der erschte vom Kahn Clan der hier glatt ein Denkmal am KSC bekomme dät, direkt nebbem Naggte Mann.
  • (1717 Beiträge) | 30.05.2012 06:52
    Oliver Kahn - Beruf: Ex- Legende
    wenn Oliver Kahn außer Bananen aus dem Strafraum räumen noch irgendwelche Assets mitbringen würde, würde er nicht das tun:

    Seit April 2009 bewertet Kahn als Jurymitglied der Unterhaltungsshow China sucht den Super-Torwart Torhüter im chinesischen Staatsfernsehen (CCTV).[10] Quelle: wikipedia
  • (1596 Beiträge) | 30.05.2012 07:08
    nix gewusst...
    nur 2x drauf hingewiesen worden... erst danach wurde (zurecht) gepfiffen (insb. weil jemand anderes kurz zuvor von Wellenreuter (damals noch Wahlleiter) in der gleichen Situation abgewürgt wurde... das hat damals leider niemand geschrieben....
  • (1187 Beiträge) | 30.05.2012 16:55
    Andi79
    Genau das war der Grund, warum gepfiffen wurde, und nicht wie es am nächsten Tag in der Bild stand. Die Pfiffe waren absolut berechtigt! Lieber Herr Kahn, sportlich hielt ich sehr viel von Ihnen, aber sie wären garantiert nie auf der Versammlung aufgetaucht, wenn sich ihr Vater nicht aufgestellt hätte. Der sich im Übrigen am schlechtesten präsentierte! Was die Entlassung Schäfers betrifft, war auch diese gerechtfertigt, dieser Herr bagnn zu dieser Zeit nämlich größenwahnsinnig zu werden.
  • (5478 Beiträge) | 30.05.2012 07:25
    Na dieser Artikel
    bekommt jetzt aber mehr als 500 Kommentare, oder?
  • (7401 Beiträge) | 30.05.2012 07:33
    Genau so
    wie Mehmet Scholl. Dem Ruf des Geldes gefolgt.
  • (12 Beiträge) | 30.05.2012 07:52
    Aber
    mit den Millionen, die es damals für die beiden gab, konnte man schon was anfangen...
  • (20148 Beiträge) | 30.05.2012 11:16
    Ein guter Fussballer
    muss zwangsläufig dorthin wo er das meiste aus seiner Begabung rausholen kann. Sowohl an sportlichem als auch finanziellem Erfolg.
  • (1187 Beiträge) | 30.05.2012 16:57
    runsiter
    Das werde ich Kahn aber am allerletzten vor. Wer würde nicht zu Bayern gehen, wenn er die Möglichkeit hätte? Im Moment würde ich allerdings eher zum BVB wechseln zwinkern
  • (174 Beiträge) | 30.05.2012 17:13
    Der BVB
  • (7401 Beiträge) | 30.05.2012 20:42
    Einen
    Vorwurf mach ich dem Kahn auch nicht daraus. Würde ich vermutlich genauso gemacht haben. Hoffentlich versteuert er wenigstens in Deutschland.
  • (442 Beiträge) | 30.05.2012 08:05
    ...trotzdem, das Verhalten von
    einigen KSC Mitgliedern auf der damaligen Versammlung ( Wahl Metzger) gegenüber Oli Kahn war nur peinlich...da hatten und haben wohl einige vergessen was er für unseren Verein erreicht hatte..
  • (339 Beiträge) | 30.05.2012 10:37
    Ganz geau
    Dies war nur noch peinlich wie man mit Hern Kahn Vater und vorallem Sohn umgegangen ist. Ich entschuldige mich als Mitglied bei der Famllie Kahn für alle Mitglieder . Sorry Herr Kahn schauen Sie im Herbst bei Mitgliederversammlung mal wieder vorbei. Würde mich freuen.Danke
  • (1596 Beiträge) | 30.05.2012 14:59
    nein
    für mich entschuldigst du dich nicht.... mit ihm wurde genau so umgegangen wie mit den 2 Mitgliedern die davor reden halten wollten anstatt fragen zu stellen.. auch ein Oliver Kahn ist ein stinknormales Mitglied (ist er eigentlich nocht Mitglied?) das sich genau wie alle anderen an die Regeln der MGV zu halten hat. Wer sich nicht dran hält bekommt piffe (haben die ersten 2 auch)... wer die ignoriert kriegt lautere Pfife.... und wenn das nicht hilft ein Pfeifkonzert. Aber er hat ja nicht gewusst das man nur fragen stellen darf.... wie denn auch... er wurde ja nur von IW drauf hingewiesen (aber nicht abgewürgt wie die anderen) und sichtlich zum klappe halten aufgefordert...

    Er ist beim KSC groß geworden, ja... hat uns in den Uefapokal geführt... danach hat er aber nichts mehr für den Verein gemacht... und auch seit der MGV nichts mehr (trotz herzensangelegenheit).. vieleicht ein Herz für seinen Vater... aber das wars.
  • (220 Beiträge) | 30.05.2012 17:22
    Danke
    auch für mich brauchst du dich nicht zu entschuldigen.
    Ich stimme andi79 in allem, was er schreibt, zu.

    Ach, und eins noch, weil es hier immer wieder von gewissen Personen kolportiert wird: Selbst wenn Vater Kahn damals gewählt worden wäre, unser Olli hätte nichts für UNSEREN Verein getan, außer Wahlkampf für seinen Vater zu betreiben, das hat er in diversen Interviews damals auch explizit gesagt.
    Ja Olli, du hast dich auch während deiner Zeit in München nicht im Ansatz negativ über den KSC geäußert, das war dann aber auch alles, was du für diesen Verein nach deiner aktiven Zeit hier getan hast.
  • (1025 Beiträge) | 30.05.2012 21:46
    Jup passt zu 100%
    Lieber Hr. Kahn,
    sie in Ehren allerdings sollten sie nie vergessen welcher Verein es ihnen möglich gemacht hat diese Kariere zu fahren ! Dann kann man auch verlangen sich nicht über diesen Verein negativ zu äußern. Im übrigen waren sie stink normales Mitglied und hatten somit gleiches Recht wie jeder andere auch ! Ihr Vater war an diesem Abend leider genau so Konzept los wie Metzger und König und wäre genau so gescheitert wie der Bretten OB da ihre Person ganau so die Pole gerieben hätte wie Metzger. Allerdings wenn ihnen der Verein so am Herzen liegt was haben sie seit Beendigung ihrer Kariere dafür getan ? im übrigen hätte es die Satzung nicht verboten Mitglied beim KSC zu werden als sie bei Bayern gespielt haben bzw. als sie ihre Kariere beendeten . Leider sind sie erst eingetretten als ihr Vater glaubte "ich werde mal kurz Präse und mache alles besser " Sie haben doch so tolle Kontakte wie wäre es nun damit ? oder wollen sie wieder solange warten bis eine Leiche gefedert wird ?
  • (1187 Beiträge) | 30.05.2012 16:59
    Aber
    über einen cholerischen Kahn Senior spricht wohl niemand? Die wurden doch nicht umsonst ausgepfiffen! Und selbst wenn man mal etwas im Leben geleistet hat, muss man sich an gewissen Regeln halten. Götzenverehrung nenne ich sowas!
  • (2810 Beiträge) | 30.05.2012 08:05
    Der Olli
    hat die zweite Frage oben richtig beantwortet.
    Mit seiner Meinung zu den Europapokaljahren des KSC hat er absolut
    recht. Dort wurden die Weichen falsch gestellt, das Geld nutzlos ver-
    schleudert. Und es wurden keine Strukturen geschaffen, die lang -
    fristig etwas zur Wirtschaftlichkeit des Vereins bewirkt hätten.

    Zur Präsiwahl sage ich im Nachhinein nur, dass sich Herr Kahn sen.
    damals miserabel präsentiert hat. Da hätte von ihm persönlich mehr
    kommen müssen als den Olli im Schlepptau mitzubringen.

    Was solls, wir müssen nach vorne schauen und künftig versuchen
    solche Riesenfehler zu vermeiden. Alles andere hilft unserem KSC
    keinen Meter weiter.
  • (924 Beiträge) | 30.05.2012 09:32
    Darsteller...
    der "Antizipator" soll bleiben wo der Pfeffer wächst. Wir kommen auch ganz gut klar..ohne ihn.
  • (5582 Beiträge) | 30.05.2012 09:33
    kann
    dem oli nur recht geben! wo warst du als es uns dreckig ging? dämliche frage!!!
    na ja, mal schauen, wo wir in 10 jahren so stehen...

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