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Karlsruhe OLG in Karlsruhe gibt Privatpatientin bei künstlicher Befruchtung Recht

Private Krankenkassen müssen auch unverheirateten Paaren die Kosten für eine künstliche Befruchtung erstatten. Eine Beschränkung auf verheiratete Versicherte in den allgemeinen Versicherungsbedingungen sei unwirksam, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe am Freitag.

Die Mannheimer Versicherung hatte die Kostenerstattung mit Verweis auf eine ähnliche Bestimmung für gesetzlich Versicherte abgelehnt. Weil der private Versicherer aber nur wirtschaftliche Interessen verfolge, ist die Unterscheidung zwischen Verheirateten und Unverheirateten mit Kinderwunsch laut OLG willkürlich. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig (Az: 12 U 107/17).

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Kommentare (1)
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  •   morgana
    (290 Beiträge)

    Tja, auch die PKV wird immer kniepiger
    Was für eine groteske Begründung für eine Ablehnung einer Kostennote!

    Künftig erlaubt man sich noch, zu prüfen, ob man guter Katholik ist, ansonsten gibts nix für aufgeriebene Knie.
    Jetzt ist man schon soweit und orientiert sich an den "Leistungen" der GKV, die wiederum dank des "Nikolaus-Urteils" schon des Öfteren nicht gelistete Therapien bezahlt hat und inzwischen sogar vielfach wieder für Brillen Zuschüsse leistet.
    Wenn ich dann noch vom Personal des Städt. Klinikums höre, dass man überhaupt nicht die Kapazitäten hätte, um einen Privatpatienten zu betütteln, frage ich mich, was die Leute noch zu Privatkassen treibt.
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