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09.07.2012 02:24
 
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Noch nicht weg: Kreiswehrersatzamt Karlsruhe macht im November dicht [7]

Seit dem 1. Juli 2011 ist die Wehrpflicht ausgesetzt.
Bild:dpa

Karlsruhe (sas) - Im Dezember vergangenen Jahres verabschiedete sich das Kreiswehrersatzamt (KWEA) offiziell aus Karlsruhe. Im Zuge der Bundeswehrreform sollte es geschlossen werden. Ein halbes Jahr später herrscht in der Einrichtung aber immer noch Betrieb. Ist das Amt doch noch nicht ausgemustert? ka-news hat nachgefragt.
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"Alle 52 Kreiswehrersatzämter schließen definitiv zum 30. November diesen Jahres", sagt Sylvia Jahnz, Leiterin des KWEA Karlsruhe. Bereits im Dezember vergangegen Jahres hatten die Mitarbeiter eine Verabschiedungsfeier mit dem Motto "Wir sind dann mal weg" organisiert und sich aus der Fächerstadt verabschiedet.

"Wir hatten gedacht, wir sind schneller weg"

"Wir hatten gedacht, dass wir viel schneller weg sind", erklärt Jahnz den vorgezogenen Abschied. Jedoch habe die Umstrukturierung länger gedauert. Deshalb habe man die Ämter noch nicht schließen können. Pünktlich am 1. Dezember werden die Lichter allerdings nicht aus sein. Noch bis zum 1. Januar 2013 werden sich die Mitarbeiter um die Wehrdienst-Interessenten und Bewerber kümmern.

In den Monaten danach werden die Mitarbeiter aber endgültig die Räumlichkeiten ausräumen, kündigte die Amtsleiterin an. "In dieser Zeit werden viele Bereiche im Haus nicht mehr arbeitsfähig sein." Jahnz rechnet damit, dass Ende Juli nächsten Jahres das Amt dann komplett dicht sein wird.

Bundesweit 16 neue Karriere-Center

Schon in den vergangenen Monaten hätten zahlreiche Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz geräumt. Viele, die noch da sind, hätten sich bei anderen Ämtern beworben. Nur ein kleiner Teil gehe mit nach Stuttgart, wo eines der bundesweit 16 Karriere-Center eingerichtet werde. Acht dieser Center seien vorwiegend für die Gewinnung der Freiwilligen Wehrdienstleistenden zuständig. Zu diesen werde auch der Standort in Stuttgart gehören.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es allerdings nicht geben, versichert Sylvia Jahnz. Die Mitarbeiter, die nicht mit dem Amt nach Stuttgart umziehen möchten, hätten gute Chancen bei anderen Behörden in Karlsruhe unterzukommen. "Der Zoll sucht händeringend gute Leute. Ebenso die Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge", erläutert die Amtsleiterin. Anders als in anderen Teilen der Republik sehe die Situation für die Beamten in Karlsruhe relativ gut aus.

Mitarbeiter kommen bei anderen Ämtern unter

Ob sie die Behörde wechseln, in die Landeshauptstadt gehen oder doch den Arbeitgeber komplett wechseln, könnten die Mitarbeiter recht kurzfristig entscheiden. "In dieser Hinsicht sind wir da noch privilegiert", ist sich Jahnz bewusst. Allerdings wüssten sie und ihre Kollegen ja bereits seit einem Jahr, was auf sie zukäme und hätten sich darauf einstellen können.

Dennoch sei die Stimmung bei des verbliebenen Mitarbeitern im KWEA gedrückt. "Viele Leuten kennen sich schon seit fast 30 Jahren. Sie haben bald mehr Zeit mit den Kollegen verbracht, als mit der Familie. Da ist es bitter, wenn die Arbeitsbeziehung so auseinander geht", bedauert Jahnz.

Am 1. Juli jährte sich die Aussetzung der Wehrpflicht zum ersten Mal. Im vergangenen Jahr wurde befürchtet, dass der Bundeswehr mit der neuen Regelung der Nachwuchs ausgehe. Doch dem sei nicht so. Wie hoch der Zulauf an Freiwilligen Wehrdienstleistenden beim Karlsruher Kreiswehrersatzamt derzeit ist, lesen Sie demnächst bei ka-news.

Mehr zu: Ticker Bundeswehr Bundeswehrreform Wehrpflicht "Freiweilliger Wehrdienst" Kreiswehrersatzamt Topmeldung

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:



Kommentare [7]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1231 Beiträge) | 09.07.2012 12:54
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    Unglaublich,
    diese Karlsruher Service-Perle wird aufgelöst?
  • (2030 Beiträge) | 09.07.2012 08:45
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    Es ist wie immer, da wird keiner entlassen,da wird so lange rumgeeiert, bis der letzte Beamtenheini...
    oder Pensionär wird.

    Im Kreiswehrersatz Amt Karlsruhe gab es schon vor über zehn Jahr Überhang.
  • (3957 Beiträge) | 09.07.2012 09:50
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    Beamte sind halt unkündbar
    und da wird dann nach irgend einem freien Sesselchen gesucht bis
    der von der Schließung Betroffene wieder weich sitzt.
    Oder es wird frühpensioniert, die alte Blinddarmnarbe könnte ja
    noch zwicken.
  • (405 Beiträge) | 09.07.2012 08:24
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    Beamtenklüngel
    Es ist wie immer, da wird keiner entlassen,da wird so lange rumgeeiert, bis der letzte Beamtenheini nen neuen Platz hat,wie war das bei Schlecker??????
  • (2087 Beiträge) | 09.07.2012 07:47
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    Jammern auf hohem Niveau
    "Viele Leuten kennen sich schon seit fast 30 Jahren. Sie haben bald mehr Zeit mit den Kollegen verbracht, als mit der Familie. Da ist es bitter, wenn die Arbeitsbeziehung so auseinander geht"

    Glauben die am Ende, in der Freien Wirtschaft ist es anders. Nur denen bietet man diese Plattform nicht.
  • (1148 Beiträge) | 09.07.2012 05:17
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    Die Auflösung
    kommt viele Jahre zu spät. Es gibt wenigstens keine Arbeitslose.
  • (2030 Beiträge) | 09.07.2012 05:03
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    Mir blutet das Herz
    "Wir hatten gedacht, wir sind schneller weg"

    Es geht um Pensionsberechtigungen und Beförderungen zum erhöhen der Pensionsansprüche.
    Ist das geklärt sind die schnell weg
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