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Karlsruhe Nicht barrierefrei: Karlsruher Kirche steht vor dem Abriss

Am 14. September ist es soweit: In der Nordweststadt nehmen die Anwohner bei einem letzten Gottesdienst Abschied von ihrer Petruskirche. Auf die Entwidmung folgt der vollständige Abriss des Gebäudes. Aber warum ist das überhaupt notwendig? ka-news hat nachgefragt.

"Ja, unsere Kirche ist etwas in die Jahre gekommen", meint Christina Müller vom Evangelischen Dekanat in Karlsruhe auf Anfrage von ka-news. 1961 wurde die Petruskirche in der Nordweststadt eingeweiht. Mit etwas mehr als 50 Jahren zählt sie damit sicherlich nicht zu den Urgesteinen unter den Kirchen in der Fächerstadt. Und dennoch soll das alte Gebäude dem Erdboden gleich gemacht werden. 

Abriss sei sinnvoller als Sanierung

Die Entscheidung darüber fiel bereits 2010. Zu dieser Zeit fusionierten zwei Karlsruher Kirchengemeinden zur Petrus-Jakobus-Gemeinde und besiegelten so das Schicksal von zwei Gebäuden. Während die Jakobuskirche verkauft wurde, stand die Frage im Raum, was nun mit der Petruskirche geschehen solle. "Die Gemeinde braucht natürlich ein Kirchengebäude", erklärt die Dekanats-Sprecherin, "allerdings ist die Petruskirche derart in die Jahre gekommen, dass der Abbruch des Gebäudes notwendig ist". 

Abreißen statt Sanieren? Laut Müller passiert das äußerst selten: "Der Verkauf oder Abriss eines Kirchengebäudes ist wirklich die allerletzte Möglichkeit", versichert sie, "nur, wenn der Haushalt gar keine andere Wahl lässt, entscheidet man sich für einen dieser Schritte. Und genau dies sei hier der Fall: Bei einer Sanierung sei der Investitionsbedarf zu hoch, meint die Sprecherin.

"Ein großes Problem der Petruskirche ist die Frage nach der Barrierefreiheit", schildert sie, "momentan befinden sich die Toiletten noch im Keller und sind damit für Menschen mit Gehbehinderung oder Senioren nur mühsam zu erreichen. Bei einem Neubau lässt sich das viel leichter berücksichtigen." Doch auch aus energetischer Sicht sei ein Abriss sinnvoller als eine Sanierung. 

Neubau als Zeichen für die Zukunft

Der Abriss eines Kirchengebäudes sei dabei immer genehmigungspflichtig. Durch die Entwidmung am 14. September durch den Prälat der Prälatur Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden werde die Kirche dann zu einem ganz normalen Gebäude - und wird damit zum Abriss und anschließendem Neubau frei gegeben.

Auf dem Grundstück soll dann ein Gemeindezentrum mit moderner Kirche für die neu fusionierte Gemeinde entstehen. "Uns ist klar, dass die Menschen sehr an ihrer Kirche hängen", meint Müller abschließend, "aber wir wollen in die Zukunft schauen und ein neues Gebäude für zukünftige Generationen schaffen". 

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  •   Lars01
    (65 Beiträge)

    Wie geschickt
    Das ist ja super geschickt, dass man die Jakobuskirche schnell verkauft hat, bevor man auf die Idee kommt, man muss mit der verbleibenden Kirche etwas machen. Vielleicht wäre sonst jemand auf die Idee gekommen, man könne ja die Petruskirche verkaufen und in der Jakobuskirche bleiben. Aber vielleicht gibt es ja jemanden, der sich wieder einmal ein teures Denkmal setzen will. (wie U-Strab, Stuttgart-21, Elbphilharmonie)
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  •   karlsruher1955
    (854 Beiträge)

    Karlsruher Kirche steht vor dem Abriss
    welch ein irdisches Glück, daß es in Deutschland die Kirchensteuer gibt und somit Geld da ist, um so etwas zu machen.
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  • unbekannt
    (511 Beiträge)

    Ein paar Fenster rein
    und schon hat man ein Gebäude das man für 3000 Euro vermieten kann.

    Aus energetischer Sicht, was für ein Schwachsinn.
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  •   ralf
    (3514 Beiträge)

    Kirchen
    Die katholische Kirche in Bietigheim kommt ja ohne Toiletten aus, aber vielleicht ist das bei den Evangelischen etwas anderes. Grundsätzlich ist in vielen Fällen der Neubau eines Gebäudes wirtschaftlicher, als eine Sanierung. Allerdings frage ich mich, ob die große Zahl an Kirchen heute überhaupt noch notwendig ist. Man könnte sich auf wenige Gotteshäuser in der Stadt konzentrieren. Um den Gläubigen die Anreise zu erleichtern, könnte man zu den entsprechenden Zeitpunkten einen unentgeltlichen ÖPNV anbieten. Gerade Sonntagmorgens sind Busse und Bahnen kaum ausgelastet.
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  • unbekannt
    (14337 Beiträge)

    "Die katholische Kirche in Bietigheim kommt ja ohne Toiletten aus..."
    Bei evangelischen Kirchen ist es meistens so, dass der Kirchenraum auch als Veranstaltungsraum der kirchl. Gemeinde ist. Im Gegensatz zur katholischen mit ihren festen Bänken, sind evangelische Kirchen auch nur bestuhlt.
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  • unbekannt
    (495 Beiträge)

    Na Finanziell
    Scheints bei einem Abriss und Neubau ja richtig gut zu gehen. Aber dann bitte Kräftig Beten für die Bösen Ungläubigen im Irak denen es ja leider nicht so gut geht weil andere Menschen GLAUBEN das sie getötet werden sollten weil sie NICHT Glauben.

    Religion ist eines der schlimmsten Geschichten der Menschheit und alles nur weil manche Menschen GLAUBEN. Irre oder ?
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