32  

Karlsruhe Newport: Stadionpläne nicht zur Seite gelegt

Laut aktuellen Medienberichten rückt ein Stadionneubau an der A5 in Karlsruhe erneut in weite Ferne. Gründe hierfür sollen die veränderten Verhältnisse im Gemeinderat nach den Kommunalwahlen sowie der anstehende Präsidiumswechsel beim KSC sein. ka-news hat bei dem Hamburger Investor Newport nachgefragt.

"Wir müssen jetzt erstmal abwarten, was ein neues KSC-Präsidium tut", so Holger Sigmund-Schultze von der Hamburger Firma Newport. "Aber wir legen das Projekt nicht zur Seite, sondern wollen es nach wie vor gerne durchführen."

Da die bisherigen Verhandlungen mit dem jetzigen Präsidium geführt wurden und kürzlich bekannt wurde, dass sowohl Präsident Hubert Raase als auch sein Vize Rainer Schütterle nicht mehr kandidieren werden, sei nicht klar, wie der KSC danach zum Stadion stehen werde. "Wenn ein Herr Kahn sagt, er will nur im Wildpark spielen, ...", lässt Sigmund-Schultze offen. Immerhin sei der KSC der einzige Mieter.

Der nächste Punkt, an dem das Projekt scheitern könnte: Der Karlsruher Gemeinderat. Nach der Kommunalwahl ist die Fraktion der Grünen im Rathaus gestärkt - die Partei spricht sich nach wie vor gegen einen Neubau am Gleisdreieck aus. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass das Projekt nur mit einer breiten Zustimmung des Gemeinderats durchgeführt werden kann. Immerhin handelt es sich um ein längerfristiges Bauvorhaben", erklärt Sigmund-Schultze.

Stadion und Volksbank zwei völlig getrennte Projekte

Von Seiten Newports habe sich nichts verändert, die Zahlen lägen sowohl der Stadtverwaltung als auch den Fraktionen seit dem 3. Juni vor. "Darin haben wir genau aufgeführt, warum wir mit den veranschlagten 50 Millionen Euro von der Stadt auskommen. " Ändern würden sich nur die Umstände in Karlsruhe - die Newport jedoch abwarten möchte. "Wir stehen natürlich in Verbindung mit dem KSC-Präsidium und haben deshalb mitbekommen, dass es hier bald eine neue Besetzung geben wird."

Kein Zusammenhang bestehe zwischen den Stadionplänen und dem Abriss des alten Volksbankgebäudes, welcher sich aufgrund von Finanzierungsproblemen verzögert hatte. "Das sind zwei völlig getrennte Projekte mit anderen Partnern", erklärt Sigmund-Schultze. Den Abrissbeginn im Oktober könne er leider nicht bestätigen, auch wenn es der Wunschtermin von Newport sei.

Das Bauvorhaben am Marktplatz ist mit einem Investitionsvolumen von etwa 35 Millionen Euro veranschlagt. "Wir wollen das Projekt auf jeden Fall durchziehen", bekräftigt Sigmund-Schultze. Am Freitagvormittag finden hierzu Gespräche mit Baubürgermeister Michael Obert statt.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (32)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!