Neues „Schlafzimmer der Stadtbahnen“ eröffnet
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Karlsruhe (sir) - Der neue Betriebshof der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) an der Gerwigstraße wurde am Freitag, 30. Januar, offiziell eröffnet. Bereits seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember des vergangenen Jahres haben die VBK-Bahnen dort ihren Stellplatz für die Nacht.
„Durch den neuen Betriebshof reduziert sich der Rangieraufwand erheblich“, freute sich Walter Casazza, Geschäftsführer der VBK. Denn die Vorsortierung der Bahnen erfolge computergesteuert. Das spare pro Tag 55 Leerfahrten, betonte Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Die beiden neuen Hallen sind jeweils 200 Meter lang. Auf zwölf Gleisen können 48 Bahnen geparkt werden. Die ebenfalls vorgesehene dritte Halle wurde aus Kostengründen nicht gebaut. Casazza nutzte die Gelegenheit, beim anwesenden Innenminister des Landes Baden-Württemberg, Heribert Rech, um weitere Zuschüsse zu werben.
Casazza wies besonders auf den bei Planung und Bau beachteten Umweltgedanken hin. So befinden sich auf den Hallendächern Solarzellen, die Strom für die Stadtwerke produzieren. Auf einem Teil des Daches ist zudem eine Solarthermische Anlage installiert, die Brauchwasser für den Betrieb liefert. In die Gebäude des neuen Betriebshofs wird auch ein Kindergarten integriert. „Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter hier auch ihre Kinder familiengerecht unterbringen können“, erklärte der VBK-Chef.
"Dieses Geld ist gut angelegt"
Fenrich betonte, dass das neue Gebäude Funktion, hohe Zweckmäßigkeit und bauliche Schönheit in sich vereine. Karlsruhe sei hier etwas ganz besonderes gelungen. „Form und Funktion gehen hier wirklich eine harmonische Verbindung ein“, sagte Fenrich. Dabei sei die architektonische Schönheit nicht preisbestimmend gewesen. Der 36.000 Quadratmeter große Betriebshof kostete rund 50 Millionen Euro. Fast 30 Millionen kamen als Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg.
Rech bezeichnete dieses Geld in seiner Rede als „gut angelegt“. Er verwies insbesondere auf die kurze Bauzeit von etwas mehr als zwei Jahren. Die Stärkung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs gehöre ganz oben auf die Agenda seiner Regierung. Er betonte aber auch, dass die Straße der Verkehrsträger Nummer eins bleiben werde und deshalb auch finanzieller Förderung bedürfe.
Thomas Hoffmann, Vorsitzender des VBK-Betriebsrates, freute sich, dass die Investitionen in den neuen Betriebshof zur Sicherung der Arbeitsplätze bei den VBK beitrügen. An Innenminister Rech gewandt erklärte er, dass man bereits am Montag mit dem Bau der dritten Halle beginnen könnte.
Ökumenische Segnung des Gebäudes
Nach der Erläuterung der baulichen Besonderheiten des Gebäudes durch den Architekten Mathias Christoffel erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe an VBK-Geschäftsführer Casazza. Christoffel lobte die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der VBK.
Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine ökumenische Segnung des Gebäudes durch Stadtdekan Hubert Streckert und Stadtdekan Otto Vogel. Dies sei ein „Tag der Freude“, erklärten die beiden Geistlichen. Gott möge den neuen Betriebshof segnen und vor Schaden bewahren.
Für das musikalische Programm sorgte der Polizeimusikkorps Karlsruhe. Zum Abschluss sang die ganze Halle das Badnerlied.
Casazza wies besonders auf den bei Planung und Bau beachteten Umweltgedanken hin. So befinden sich auf den Hallendächern Solarzellen, die Strom für die Stadtwerke produzieren. Auf einem Teil des Daches ist zudem eine Solarthermische Anlage installiert, die Brauchwasser für den Betrieb liefert. In die Gebäude des neuen Betriebshofs wird auch ein Kindergarten integriert. „Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter hier auch ihre Kinder familiengerecht unterbringen können“, erklärte der VBK-Chef.
"Dieses Geld ist gut angelegt"
Fenrich betonte, dass das neue Gebäude Funktion, hohe Zweckmäßigkeit und bauliche Schönheit in sich vereine. Karlsruhe sei hier etwas ganz besonderes gelungen. „Form und Funktion gehen hier wirklich eine harmonische Verbindung ein“, sagte Fenrich. Dabei sei die architektonische Schönheit nicht preisbestimmend gewesen. Der 36.000 Quadratmeter große Betriebshof kostete rund 50 Millionen Euro. Fast 30 Millionen kamen als Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg.
Rech bezeichnete dieses Geld in seiner Rede als „gut angelegt“. Er verwies insbesondere auf die kurze Bauzeit von etwas mehr als zwei Jahren. Die Stärkung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs gehöre ganz oben auf die Agenda seiner Regierung. Er betonte aber auch, dass die Straße der Verkehrsträger Nummer eins bleiben werde und deshalb auch finanzieller Förderung bedürfe.
Thomas Hoffmann, Vorsitzender des VBK-Betriebsrates, freute sich, dass die Investitionen in den neuen Betriebshof zur Sicherung der Arbeitsplätze bei den VBK beitrügen. An Innenminister Rech gewandt erklärte er, dass man bereits am Montag mit dem Bau der dritten Halle beginnen könnte.
Ökumenische Segnung des Gebäudes
Nach der Erläuterung der baulichen Besonderheiten des Gebäudes durch den Architekten Mathias Christoffel erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe an VBK-Geschäftsführer Casazza. Christoffel lobte die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der VBK.
Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine ökumenische Segnung des Gebäudes durch Stadtdekan Hubert Streckert und Stadtdekan Otto Vogel. Dies sei ein „Tag der Freude“, erklärten die beiden Geistlichen. Gott möge den neuen Betriebshof segnen und vor Schaden bewahren.
Für das musikalische Programm sorgte der Polizeimusikkorps Karlsruhe. Zum Abschluss sang die ganze Halle das Badnerlied.
Mehr zu: VBK Betriebshof Eröffnung Casazza
Kommentare [5]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
- (689 Beiträge) | 31.01.2009 19:5150 Millionen Euromich hauts vom hocker...
- (3070 Beiträge) | 31.01.2009 21:06Tja,nach dem Einsatz der fantastischen Nightlinern braucht man das halt.
So schöne Provinznachrichten lese ich immer in Neu-Isenburg oder in Paderborn, aber in der METROPOLE?
Ich denke, da wird auch die Eröffnung eines Kioskes dann gefeiert. - (47 Beiträge) | 31.01.2009 22:57hi ringo,ist doch klar, dass wir alles feiern was da kommt. Auf die richtigen Events wie ein KSC-Station oder eine Rheinbrücke müssen wir lange warten.
- (147 Beiträge) | 02.02.2009 08:0550 Mio.Was ist an dem Betrag so umwerfend? Bei Platz für 48 Wagen sind das etwa eine Million je Fahrzeugstellplatz. Wenn man mal eine Mindestnutzungsdauer der Hallen von 50 Jahren unterstellen darf, würde ein Hallenplatz mit 20.000 EUR pro Jahr zu Buche schlagen. Zu viel für einen millionenteuren Fahrzeugwert?
- (147 Beiträge) | 02.02.2009 08:0550 Mio.Was ist an dem Betrag so umwerfend? Bei Platz für 48 Wagen sind das etwa eine Million je Fahrzeugstellplatz. Wenn man mal eine Mindestnutzungsdauer der Hallen von 50 Jahren unterstellen darf, würde ein Hallenplatz mit 20.000 EUR pro Jahr zu Buche schlagen. Zu viel für einen millionenteuren Fahrzeugwert?




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