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19.01.2016 06:00
 
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Neue Attraktion: Karlsruher Zoo will Zirkuselefanten aufnehmen [6]

Bild:(ps)

Karlsruhe (ps/mn) - Im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe ist so einiges im Gange. Mit einem Masterplan soll er zum Artenschutz- und Tierschutz-Zoo werden. Unter anderem sollen Zirkus-Elefanten, die nicht mehr mitreisen, aufgenommen werden. Vergangene Woche war die Landestierschutzbeauftragte Cornelie Jäger zu Besuch in Karlsruhe und diskutierte die Pläne mit Zooleiter Matthias Reinschmidt, wie die Stadt der Presse berichtet.
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"Für nicht mehr reisende Zirkus-Elefanten gibt es einen großen Bedarf an Aufnahmeplätzen", betont die Landestierschutzbeauftragte Cornelie Jäger beim Besuch des Zoos Karlsruhe vergangene Woche. Einig war sie sich mit Zooleiter Matthias Reinschmidt, dass die Übernahme von Zirkuselefanten nicht nur ein Tierschutzprojekt und wichtiger Baustein für das "Auslaufmodell Zirkuselefant" ist, sondern für den Zoo Karlsruhe auch ein Alleinstellungsmerkmal wäre. 

Das Treffen diente dem Austausch über jüngste und vorgesehene Entwicklungen im Zoo Karlsruhe auf dem Weg zum Artenschutz- und Tierschutz-Zoo auf Basis eines Masterplans. Neben der Elefantenhaltung ging es unter anderem um ein Begegnungsgehege für die Wallaby-Kängurus, um kommentierte Tierpräsentationen als unterhaltsame Chance der Wissensvermittlung oder auch um die Haltung von frei gehaltenen Vögeln, deren Flügel nicht gestutzt werden.

Anfang Januar hatte Jäger das neue Gutachten zu Zirkuselefanten vorgestellt und dabei betont, dass nur unter wirklich zeitgemäßen Haltungsbedingungen Elefanten im Zirkus überhaupt noch vertretbar sind. Die im Masterplan Zoologischer Stadtgarten vorgesehene Haltung älterer Elefantenkühe begrüße sie daher ausdrücklich. Der Masterplan sieht eine Erweiterung der Außenanlage auf dann rund 2.700 Quadratmeter vor - bei unterschiedlicher Gehege- und Bodenstruktur. Nach Erweiterung können bis zu fünf Tiere gehalten werden.

So geht's mit dem Masterplan weiter

Der Gemeinderat befasst sich Anfang Februar in seinem Fachausschuss mit dem Masterplan, das Bürgerforum ist für den 17. Februar geplant. Wie Reinschmidt und Chefelefantenpfleger Rudolf Scholz plädierte auch Jäger dafür, frühzeitig mit den Zirkusunternehmen Kontakt aufzunehmen, die die Mindestanforderungen hinsichtlich der Haltung der Tiere in einer Gruppe sowie der Sicherheitsbelange der Menschen nicht umsetzen können. Ziel sollte eine gut vorbereitete, freiwillige Abgabe der nicht mehr reisenden Elefanten sein.

Zirkustiere sind wie die Karlsruher Tiere Rani, Shanti und Jenny den direkten Kontakt zu den Betreuern gewohnt, "Hands on" genannt - im Gegensatz zum in vielen Zoos mittlerweile praktizierten "geschützten Kontakt" ("Hands off"). "Zirkustiere werden üblicherweise ziemlich autoritär geführt", so Jäger. Daher benötige die Integration in eine Gruppe Erfahrung und Zeit, ergänzte Scholz. Bedingungen, die der Karlsruher Zoo mit seinem fünfköpfigen Elefantenpfleger-Team und Know-how in der Betreuung älterer Tiere biete. 

Exotenhaus "total überzeugend"

Mit der Erweiterung der bestehenden Anlage für Wallaby-Kängurus um ein Begegnungs-Gehege stellte Reinschmidt der obersten Landestierschützerin einen weiteren Baustein des Masterplans vor. "Das soll kein zweiter Streichelzoo gar mit Fütterungsmöglichkeit werden, sondern eine von Seiten der Tiere ausgehende Annäherung an den Mensch", führte Reinschmidt aus. "Das Wildtier braucht Distanz", betonte hier auch Jäger als Kriterium für eine tiergerechte Haltung. Für "total überzeugend" befand die Landestierschutzbeauftragte das Exotenhaus als Begegnungs-Haus.

Das Treffen vergangene Woche wird nicht der einzige fachliche Austausch von Zoo und Landestierschutzbeauftragter bleiben. "Wir bleiben in Kontakt, gerade beim Thema Elefanten", waren sich Reinschmidt und Jäger nach der gemeinsamen Runde durch die Anlage einig.  

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Kommentare [6]
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  • (21 Beiträge) | 21.01.2016 23:33
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    Tierrechtsideologien sind kein Tierschutz
    Was soll denn das schon wieder? Da kommt eine, mit möglicherweise A 16 bezahlte, Landestierschutzbeauftragte auf eine Idee für alte Zirkuselefanten den Zoo, ausgerechnet in Karlsruhe, zu benennen. Frau Jäger könnte sich vielleicht mal umschauen, wo alte Elefanten ihren Lebensabend verbringen. Da sind zunächst zirkuseigene Tierparks, wie es z. B. bei Berolina oder Carl Busch ist. Da ist der Elefantenhof in Platschow, der mit wesentlich geringeren Kosten erweitert werden könnte. Der Zirkus Krone hat bereits seit Jahrzehnten ein eigenes Gestüt für alte Pferde, die dort ihr Gnadenbrot erhalten. Die Entscheigung darüber darf nicht in den Händen einer Landestierschutzbeauftragten liegen. Frau Jäger möchte einer Tierrechtsideologie folgen, die nichts mit Tierschutz zu tun hat.
  • (1 Beiträge) | 20.01.2016 17:52
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    Perfider Plan
    Frau Jäger ist dafür berüchtigt, dass sie alle Elefanten aus deutschen Zirkussen entfernen möchte. Die Zoos dagegen haben das Problem, dass die Nachzucht der grauen Riesen nicht in dem Umfang funktioniert wie man den Nachschub benötigt. Also geht man eine Symbiose ein und beiden ist geholfen? Merken die Zoodirektoren gar nicht, dass Landestierschutzbeauftragte meist im Sinne von radikalen Tierrechtsorganisationen agieren. Haben die nicht begriffen, dass nach der Abschaffung der Tierhaltung im Zirkus der Zoo folgen soll?
    Ich könnte mir vorstellen, dass Frau Jäger nun versucht bei Zirkussen, die in Baden-Württemberg gastieren, mit Hilfe einer gefügigen Staatsanwaltschaft Tiere zu beschlagnahmen. Meines Erachtens sollten die heutigen Elefanten im Zirkus dort bis zum Ableben in ihrem gewohnten Umfeld mit ihren Artgenossen verbleiben dürfen. Elefantenkühe in Einzelhaltung sollten aber im Sinne des Tierschutzgesetzes in eine bestehende Herde integriert werden - am besten in Platschow.
  • (2 Beiträge) | 19.01.2016 23:47
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    Aha daher stinkts
    Will die Dame auf diesem Wege an Elefanten kommen. Problem sehe ich nur dass das Gehege jetzt schon an Grenzen stößt um die Tiere tiergerecht zu halten. Was will man denn dann noch mehr Tiere da einpferchen
  • (2118 Beiträge) | 20.01.2016 07:48
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    Ließ!
    " Der Masterplan sieht eine Erweiterung der Außenanlage auf dann rund 2.700 Quadratmeter vor - bei unterschiedlicher Gehege- und Bodenstruktur. Nach Erweiterung können bis zu fünf Tiere gehalten werden."
  • (2 Beiträge) | 20.01.2016 13:37
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    Frage
    Nehmen wir als Beispiel Zirkus Krone, der dieses Jahr nach KA kommt. Diese reisen mit 6 Elefanten. Würden diese jetzt in "Ruhestand" gehen müssen, müssten auf einen Schlag 6 Tiere untergebracht werden. Welcher Zoo kann auf einen Schlag 6 Tiere nehmen? Oder wollen die ach so hoch gefeierten Tierrechtler etwa die Gruppe, die mehr als 25 Jahren zusammen waren dann auseinanderreißen? 1 Tier in diese Gruppe, 1 Tier in eine andere usw. Ist so etwas tiergerecht?
  • (2118 Beiträge) | 19.01.2016 11:16
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    Seitdem der Reinschmidt da ist
    ist der Zoo in der Öffentlichkeit viel präsenter und es sind die guten Ansätze in Punkto Tierhaltung & Zookonzept nun auch mit dem notwendigen Marketing-Unterbau versehen.
    Bitte weiter so!
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