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18.07.2014 20:01
 
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Neue Altkleider-Container: Karlsruhe sammelt jetzt in Eigenregie! [7]

So sehen die neuen Altkleider-Container aus.
Bild:ka-Reporter

Karlsruhe (mw) - Nanu, was glänzt denn da in orange-grauer Pracht am Straßenrand? Das fragte sich ein ka-Reporter als er den neuen "Kasten" das erste Mal im Vorbeifahren sah. Schnell stellte sich heraus: Es handelt sich um einen neuen Altkleidercontainer, das bestätigt auch die Stadt Karlsruhe auf Anfrage von ka-news. Seit Anfang Juli sammelt das Amt für Abfallwirtschaft nun in Eigenregie ausgediente Textilien - vorher war ein privater Unternehmer dafür zuständig. Fallen mit der neuen Regelung nun also auch die Abfallgebühren?
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Seit dem 1. Juli hat die Stadt Karlsruhe das Steuer in Sachen Altkleidersammlung übernommen. Diese Neuerung hatte der Gemeinderat im Oktober 2013 beschlossen. Fortan stehen den Karlsruhern insgesamt 225 niegelnagelneue Container in den Signalfarben orange und grau an gewohnter Stelle zur Verfügung.

Stadt erwartet Reinerlös in Höhe von 245.000 Euro im Jahr

32 von ihnen gehören dem Deutschen Roten Kreuz, werden aber ebenfalls vom Amt für Abfallwirtschaft (AfA) geleert. Ziel der neuen Container ist es unter anderem, das Erscheinungsbild der Stadt einheitlicher zu machen und den Bürgern mit dem AfA einen direkten Ansprechpartner für Altkleider-Fragen an die Hand zu geben.

Aus dem Verkauf des Sammelguts erwartet die Stadt einen Reinerlös von 245.000 Euro pro Jahr - ein Anteil davon soll auch dem DRK zugute kommen. Diese Einnahmen sollen schließlich verrechnet werden und die Abfallgebühren der Karlsruher senken. Ein Nebeneffekt, den vor allem die Grünen-Fraktion im Gemeinderat begrüßt.

Abfallgebühren fallen!

Und wo landen die ausgedienten Schuhe und Textilien ab sofort? Wie aus einer Stellungnahme der Stadt hervorgeht, übergibt das AFA den Inhalt der Container fortan an die Hotex GmbH, einer Firma aus Rheinland-Pfalz, die wohl das wirtschaftlich beste Angebot gemacht hatte.

Vorher war ein privater Unternehmer mit Sitz in Darmstadt für die Altkleidersammlung in Karlsruhe zuständig. "Für die Erfassung vor Ort hatte er zwei eigenständige Kleinunternehmer als Subunternehmer eingebunden", so heißt es seitens der Stadt. Die weiteren Tätigkeiten wie Umschlag, Sortierungen und Vermarktung seien außerhalb von Karlsruhe erfolgt.

Wie es mit den "gekündigten" Mitarbeitern des Darmstädter Betriebs weitergehe, das wollte die FDP-Fraktion in einem Antrag an die Karlsruher Stadtverwaltung wissen. Müssen sie mit Arbeitslosigkeit rechnen? "Einer der Kleinunternehmer hat unabhängig vom Subunternehmerauftrag beabsichtigt, in Kürze in Ruhestand zu gehen", so antwortet die Stadt. Der andere wolle sich jetzt seiner bisherigen Nebentätigkeit als Renovierungshelfer widmen. Trotz dass die Stadt bei dieser Sorge den Wind aus den Segeln nimmt, zeigen sich die Karlsruher Liberalen mit der neuen Regelung nicht zufrieden: "Dadurch wird die Monopolstellung der Abfallwirtschaft zu Lasten des Mittelstands nur noch mehr vergrößert."

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Kommentare [7]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (590 Beiträge) | 20.07.2014 10:08
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    Scheinen jedenfalls nicht sehr sicher zu sein
    Jedenfalls habe ich diese Woche eine Romafamilie gesehen, deren Kinder die Klamotten aus dem Container gefischt haben.
  • (1477 Beiträge) | 19.07.2014 10:53
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    Finanziell
    ... wird sich für uns Bürger doch nix ändern. Das kompensiert vielleicht 1- 2 Jahre lang die Steigerung der Müllgebühren, danach zahlen wir aber wieder drauf...
  • (1 Beiträge) | 19.07.2014 08:52
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    Viel zu klein
    Die Dinger sind voll Scheiße, der Einwurf Schlitz ist viel zu klein gemacht, da passen nur alte Einkaufstüten rein.... Wird wohl im Zukunft mehr daneben, wie im Container liegen. Hat die Stadt mal wieder nicht viel gedacht.
  • unbekannt
    (25 Beiträge) | 20.07.2014 02:00
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    Matratzen
    ... ist kein Wunder, wenn manche I... dort Matratzen einwerfen, wie kürzlich in der Rommelstraße beim Supermarkt gesehen ...
  • unbekannt
    (1536 Beiträge) | 19.07.2014 21:59
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    Eigentlich sehr clever
    Je mehr daneben liegt, umso mehr Argumente für diesen Schritt. Da können schon einige Fehler dieser Schreibtischentscheidung kompensiert werden. Nach einem Jahr kräht kein Hahn mehr danach und mindestens eine Person hat seine Daseinsberechtigung.
  • (4802 Beiträge) | 18.07.2014 20:49
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    Mich würde ja doch mal
    interessieren, was die Stadt macht, wenn der Preis für Altkleider und auch Altpapier wieder fällt. Eine Rolle rückwärts.

    Oder kostet dann die Altpapiertonne zusätzlich und am Altkleidercontainer muss man, um ihn zu öffnen 2 Euro bezahlen?
  • unbekannt
    (29986 Beiträge) | 19.07.2014 02:34
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    Sehr gute Frage,
    man müsste grad so 100 Euro rauskriegen. Oder 200.
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