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04.05.2012 16:38
 
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Nazi-Aufmärsche: Das Problem trägt nicht immer Bomberjacke [59]

Statt auf plumpe Parolen und Glatzen setzen Rechtsextreme inzwischen auf eine Symbolik, die eher an Occupy als an das Dritte Reich erinnert.
Bild:Archiv

(Ein Kommentar von Felix Neubüser) - In der Nacht zum ersten Mai sind in Donaueschingen 50 bis 100 Rechtsextreme mit Fackeln und weißen Masken aufmarschiert - eine vergleichsweise kleine Demo, die auch schnell von der Polizei aufgelöst wurde. Dennoch sollten gerade solche Aktionen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die neue Rechte trägt nicht mehr undbedingt Bomberjacke und Springerstiefel - und genau das ist das Problem.
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Glatze, Bomberjacke und plumpe Parolen - so das Bild, das viele vor Augen haben, wenn sie an rechtsradikale Aufmärsche denken. Ganz falsch ist es nicht, aber eben auch längst nicht mehr vollständig. Denn die eigentliche Gefahr lauert ganz woanders: nämlich in Aktionen wie der, die in der Nacht zum 1. Mai in Donaueschingen, im Oktober in Karlsbad-Langensteinbach und im Februar beim Fastnachtsumzug in Eggenstein stattgefunden haben.

Statt auf platte Parolen setzt die neue Rechte auf eine Sprache, die an Flahmob-Bewegung oder sogar an Aktionen der Occupy-Bewegung erinnert. Statt die Aktionen groß im Vorfeld anzukündigen, organisiert man sich kurzfristig per Mobiltelefon und Internetforum. Praktischer Nebeneffekt: Man vermeidet Gegendemonstrationen.

Online gibt es außerdem gleich Tipps, wie man zu reagieren hat, sollte man doch von der Polizei erwischt werden, was bei einer Hausdurchsuchung zu beachten ist, und mit welchen Autokennzeichen die Kripo auf Aufklärungstour geht. Selbst Schulhof-CDs mit entsprechend gefärbtem Liedgut gibt es zum Runterladen und Selberbrennen im Web - übrigens auch von Gruppen aus der Region.

Ganz bewusst sucht die neue Rechte hier den Weg in die Mitte der Gesellschaft und ist oft auch erst auf den zweiten Blick als solche zu erkennen. Genau das ist allerdings das Problem: Die Ideologie dahinter ist nämlich immer noch dieselbe.

Mehr zum Thema bei ka-news:

Rechtsextreme aus Nordbaden bei "Geisterdemo" in Donaueschingen

Interview:_"Karlsruhe hat eine ausgeprägte rechte Szene"

Polizeiarbeit in Karlsruhe: Mit Aufklärung gegen braunes Gedankengut

Karlsruher Polizei: "Wir sind auf dem rechten Auge nicht blind"

Kommentar: Rechter Terror ist nicht nur ein Behördenproblem  

Mehr zu: Rechtsextremismus Demonstration Meinung



Kommentare [59]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • unbekannt
    (1820 Beiträge) | 06.05.2012 01:41
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    Haben "Rechte"
    In Berlin am 1 Mai randaliert?In Bonn sind 2 Polizisten durch Messerstiche schwerverletzt worden :Durch Salafisten die u.a mit Holzlatten auf Beamte losgegangen sind.Merke @Berliner,wer Menschen entmenschlicht geht den ersten Schritt in den Faschismus.Kein "Neonazi" wird mit dieser politischen Anschauung geboren.Hier noch ein Video von der realen Gefahr fuer D.und Europa:http://www.youtube.com/watch?v=34PssePiQnc&feature=youtube_gdata_player
    Ps:demokratisch Rechts ist genauso legitim wie d.Links.
  • (6446 Beiträge) | 06.05.2012 09:02
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    Herr derdrittefistel
    Ich verstehe die Ängste, dass bei Das weiche Wasser bricht den Stein auch die Fundamente nicht mehr tragen könnten.
    Allerdings ist Provokation gegenüber Fundamentalisten auch nicht die Lösung.
    Vertrauen Sie doch ein wenig darauf, dass Deutschland so schwach gar nicht ist. Wir haben allenfalls ein Problem mit Dialektik im umgekehrten Sinn. Gespräche beginnen zu oft so: Zuerst mal dagegen. Vor allem gegen diejenigen, die immer gegen alles sind.

    Und mal dann noch von mir die Frage: Worin lag denn der Sinn dieser Fackeltreffen?
  • (2791 Beiträge) | 05.05.2012 20:12
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    "Entpolitisierung der Öffentlichkeit besorgniserregend"
    "Kann man die Medienmacht heutiger Konzerne von Bertelsmann und Springer mit dem Einfluss Hugenbergs vergleichen? "Berlin ist nicht Weimar", sagt der Dortmunder Zeitungswissenschaftler und Historiker Professor Hans Bohrmann. Besorgniserregend sei allerdings die "Entpolitisierung der Öffentlichkeit" durch das Privatfernsehen. Dort würden wie bei Hugenberg "Träume und Unterhaltung" verkauft. Es fehle aber die klare weltanschauliche Ausrichtung."
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 05.05.2012 20:31
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    Medienmacht
    Interessantes Zitat, aber hier wird wieder einmal ein "Schuldiger" gesucht: Das Privatfernsehen

    Ich sage: Jeder Bürger, gerade in Deutschland, gerade in der heutigen Zeit wo jeder Internetzugang hat, kann sich selbst seine Meinung bilden. Es ist reinste Bequemlichkeit, dies nicht zu tun - und kann in der Masse fatale Auswirkungen haben.

    Ein Teil haben natürlich die Eltern mitschuld, wenn sie ihre Kinder nicht zu kritischen Mitbürgern und Demokraten erziehen. Aber letzten Endes kann jeder selbst entscheiden. Allerdings müssen die "intelligenten" Leute, die an der Macht sitzen auch darauf achten, daß sie dem "Pöbel" keinen Grund liefern, das demokratische System zu stürzen. Genau das ist eben das Problem, daß die Politiker nicht auf das einfache Volk hören... Deswegen haben politische Systeme ja auch eine Halbwertszeit...
  • (3 Beiträge) | 05.05.2012 10:04
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    Fakt ist
    Fakt ist, das ich es auch satt habe mich von hier lebenden Ausländern in Deutschland als******beschimpfen zu lassen! Den Reparationszahlungen leisten wir ja nun schon lange genug! Ich lebe in der 3. Generation nach dem Krieg und zahle immer noch für den scheiß Österreicher der meinen Urgroßeltern eine bessere Welt versprochen hat! Aber das die Israelis bis zum heutigen Tag Krieg spielen (und das mit "unserem" Geld) das ist egal! Ich habe auch Ehre und bin stolz ein Deutscher in Deutschland zu sein! Und das sage ich auch und lasse es mir von keinem hier in Deutschland verbieten! Von Zuwanderern, die ihre Schwestern aus Familienehre hin umbringen, weil sie einen anderen als aus den eigenen Reihen lieben schon garnicht!
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 05.05.2012 14:22
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    Reparationszahlungen
    Die Mär von den Reparationszahlungen wird gerne behauptet, aber gibt es dafür auch Belege, daß wir daran noch "bis zum heutigen Tage" bezahlen?

    => An die Russen haben wir Schlesien, Ostpreußen und große Teile Pommerns abgegeben - ziemlich viel Land, das sie dann den Polen gaben, welche sie selber aus Teilen der Ukraine vertrieben. Dann hat die DDR noch Reparationen bezahlt bis zur Wende. Dann war Schluß.

    => Die Franzosen bekamen Elsaß-Lothringen und bauten die Industrie im Südwesten ab

    => Die Engländer bekamen m.W. finanzielle Entschädigungen

    => Die Amerikaner haben zwar auch viel Mist in Deutschen Landen angestellt, aber es war nunmal Krieg. Danach hatten sie eingesehen, daß ein wirtschaftsstarkes Deutschland besser ist als ein ausgeplündertes. Allerdings behielten sie Gold von uns ein.

    Nach 1990 wurde Deutschland wieder souverän, die Zahlungen wegen Air Bases etc. sind keine Reparationen sondern BÜNDNISVERPFLICHTUNGEN!

    Wo zahlen wir also heute noch Reparationsbeiträge?
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 05.05.2012 14:38
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    Krieg
    Überhaupt, wer den Krieg verliert, der zahlt naturgemäß Entschädigungen. Das war schon immer so und wird immer so sein. Unter dem Umstand, daß das Deutsche Reich angefangen (!) hat, brauchen wir uns da am wenigsten beschweren.

    Keiner hat Deutschland gezwungen halb Europa anzugreifen und sich noch mit den Amis anzulegen (U-Boote versenken spielen). Und was die Rückgewinnung der im 1.WK verlorenen Gebiete anbelangt, das Ausland hatte stillgehalten als sich Deutschland mit Österreich vereinte und als sie in Tschechien einmarschierten, um das Sudetenland zurückzugewinnen. Ab diesem Punkt hätten sie aufhören müssen, dann wäre der Welt vieles erspart geblieben!

    Deutschland wäre dann sogar größer als heute und es hätte keine Konsequenzen gegeben. Der Westen war nämlich kriegsmüde!
  • (5061 Beiträge) | 05.05.2012 15:59
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    Ich bezweifle....
    ...dass der Welt viel erspart geworden wäre wenn das Deutsche Reich mit dem Sudetenland seine Eroberungen eingestellt hätte. Dann hätten die*******im Inneren von Deutschland noch mehr gewütet und auf den Straßen gäbe es nur noch lauter Blonde und Blauäugige und der Gröfaz hätte irgendwann ein ehrenvolles Staatsbegräbnis bekommen. Und wir könnten heute hier nicht schreiben was wir wollten ohne dass uns die Gestapo morgens um fünf abholt.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 05.05.2012 16:16
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    Stimmt!
    Das stimmt natürlich auch, der Nationalsozialismus wäre dann geblieben. Mein Gedankengang war auch eher der, daß das dann jemand anderes gemacht hätte, also daß sich das Deutsche Volk durch den Versailler Vertrag ungerecht behandelt fühlte und man sich nur die Gebiete zurückholt, die auch von Deutschen bewohnt sind (Befreiungskrieg sozusagen). Was Gröfaz daraus machte steht natürlich nicht zur Disposition. Auf der anderen Seite kann man vielleicht froh sein daß es diesen Krieg gab, nämlich als Warnung - wäre der Krieg 10 Jahre später ausgebrochen und es hätte schon Atombomben gegeben, Gott bewahre was dann passiert wäre. Was jetzt natürlich nicht heißt daß ich den 2.WK gut finde oder gar befürworte, aber er geschah eben noch früh genug um noch schlimmeres zu verhindern. Hätte es den Adi nicht gegeben, hätte es vllt jemand anderes gemacht...
  • unbekannt
    (1115 Beiträge) | 05.05.2012 14:01
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    und so nebenbei..
    du schreibst selber, dass deine Urgroßeltern sich haben blenden lassen und zeigst im gleichen Kommentar, dass deine Familie wohl auch drei Generationen weiter noch immer nichts gelernt hat..
  • (3 Beiträge) | 05.05.2012 21:20
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    @ein Berliner
    Nicht ganz, ich bin nicht gegen Ausländer, nur gegen die Großmäuler und Sozialschmarotzer, die mich als deutschen einen******nennen, der ich Null mit dem Nazitum zu tun hatte und auch habe. Den wenn man sich dazu entscheidet in ein Land aus zu wandern um dort zu arbeiten und Jahre lang zu leben, dann muss ich mich integrieren und nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen raussuchen! Basta
  • unbekannt
    (1115 Beiträge) | 05.05.2012 22:14
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    aha..
    also nur die

    Zitat von Hasenzahn
    Großmäuler und Sozialschmarotzer, die mich als deutschen einen******nennen


    wie viele können das denn gewesen sein?
    selbst zehn (?) fänd ich schon ein mehr als überdurchschnittliche Zahl - mir ist das noch nie passiert - selbst hier in Berlin nicht, wo ich garantiert tagtäglich auf mehr Ausländer treffe als in KA..
    von dem her stellt sich eher die Frage ob du massiv verallgemeinerst oder warum das dir komischerweise so oft passieren soll..
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 05.05.2012 21:53
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    Und wieso nennen die dich denn so?
    Schon mal drüber nachgedacht?
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 05.05.2012 13:38
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    Und...
    ...dagegen helfen Fackelumzüge?
  • unbekannt
    (1115 Beiträge) | 05.05.2012 13:52
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    die bestmögliche..
  • unbekannt
    (8066 Beiträge) | 04.05.2012 20:03
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    Sowas will ich nicht! Legt den Typen das Handwerk, nachhaltig und ganzheitlich bitte.
    Zustimmung mit Ergänzung.
    Sowas will ich nicht! Legt allen fanatischen Gruppen das Handwerk, nachhaltig und ganzheitlich bitte. Keine angemeldeten, unter dem Deckmantel der (radikalen) Meinungsfreiheit oder der (radikalen) Religion fanatischer Anhännger, öffentliche Veranstaltungen, Kundgebungen oder Demos.

    Es reicht mit der Toleranz.

    Der Klügere gibt solang nach bis er der Dümmere ist.
  • (11977 Beiträge) | 05.05.2012 11:04
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    So ist es.
    Blinde Toleranz ist Dummheit.

    Deiner Erweiterung schließe ich mich gerne an.
  • unbekannt
    (8066 Beiträge) | 05.05.2012 11:45
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    Diese "Kollegen" hauen sich teils gegenseitig in die Pfanne....

    leider nur noch im google cache

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:eliUHbVSjJIJ:https://linksunten.indymedia.org/de/node/59620+Solingen:+Salafisten+pr%C3%BCgeln+auf+Antifaschisten+ein&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

    Da will die Antifa gegen ProNRW und Rassismus demonstrieren und was passiert? Sie kriegen von den Gotteskriegern eins auf die Mütze.

    Da kann man nur sagen "Himmel hilf" zwinkern
  • unbekannt
    (8066 Beiträge) | 05.05.2012 11:47
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  • (11977 Beiträge) | 04.05.2012 19:56
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    Fackelaufmärsche
    mit verhüllten Erwachsenen sind suspekt. Um nicht zu sagen beängstigend. Vermummte Gestallten ziehen Nachts vor meiner Wohnung mit Fackeln durch die Straßen, allein die Vorstellung. NEIN DANKE!

    Skandieren ultrarechte Parolen.

    Zudem fehlt der Polizei die Mittel um ihren Treibstoff für die Autos zu bezahlen. Und sie wussten von nichts.

    Sowas will ich nicht! Legt den Typen das Handwerk, nachhaltig und ganzheitlich bitte.

    Wie kann man sich dagegen zivil wehren? Was geht denn da ab?

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