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02.07.2012 02:43
 
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Nach tödlichem Unfall in Mühlburg: Hardtstraße bald nur noch einspurig [6]

Karlsruhe (sas/ps) - Drei Monate nach dem tödlichen Unfall auf der Mühlburger Lameystraße will die Stadt nun in Sachen Verkehrssicherheit nachbessern. Eine optimierte Ampelschaltung und eine geänderte Fahrbahnmarkierung sollen verhindern, dass sich weitere Unfälle wie im März ereignen, bei dem ein Mädchen auf der Fußgängerfurt auf Höhe der Hardtstraße von einem abbiegenden Lkw erfasst und tödlich verletzt wurde. ka-news hat bei Massimo Ferrini, Vorsitzender des Mühlburger Bürgervereins und Kritiker der Verkehrssituation, nachgefragt, was er von den Maßnahmen hält.
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Blumen an der Unfallstelle im Gedenken an das verstorbene Mädchen
Foto: vri

Obwohl die staatsanwaltlichen Untersuchungen zum Unfallhergang noch nicht abgeschlossen seien, wolle die Stadt tätig werden. So beabsichtige sie, die Drückerampel für Fußgänger durch eine automatische Signalisierung zu ersetzen, teilte sie in einer Pressemeldung mit. Beobachtungen vor Ort hätten ergeben, dass viele Leute, die Ampel übersehen oder ignorieren und bei Rot über die Straße gehen würden. Das wolle man mit der neuen Ampel verhinden.

Automatisches Grünlicht und neue Fahrbahnmarkierung

"Ich hätte mir mehr gewünscht", bekennt Massimo Ferrini, Vorsitzender des Mühlburger Bürgervereins. So hatte er sich beispielsweise erhofft, dass die Stadt auf der Hardtstraße eine Spur nur für die Rechtsbbieger einrichtet. "Wenn die Abbieger Grün haben, hätten die Fußgänger automatisch Rot und erst mit dem Verkehr nach links und geradeaus Grün", erklärt Ferrini. "Dann würden sich Fußgänger und Autoverkehr nicht in die Quere kommen."

Das sei aber nicht möglich, bestätigt ein Sprecher der Stadt auch gegenüber ka-news. Derzeit werde die Hardtstraße umgebaut. Ursprünglich hatte die Stadt geplant, an dieser Stelle eine breitere Fläche für den Autoverkehr einzurichten. So hätten sich die Autos vor der Ampel nebeneinander aufstellen können. Das hätte wiederum dazu geführt, dass der Rückstau in der Hardtstraße reduziert werde. Die Umbaumaßnahmen hätten also nichts mit dem Unfall zu tun, betont der Sprecher der Stadt.

Nach dem Unglück habe die Stadt die Planung jedoch nochmals überprüft und überlegt, inwiefern sie sich - vor allem hinsichtlich der Verkehrssicherheit - anpassen und optimieren lasse. Zugunsten der Sicherheit hätten sich die Verantwortlichen entschlossen, die Straße für den Autoverkehr von zwei auf eine Spur zu reduzieren und einen provisorischen Radstreifen samt Aufstellfläche einzurichten.

Größerer Abbiege-Radius für mehr Überblick

"Mit die Radwegmarkierung vergrößert sich der Radius des Abbiegerverkehrs automatisch", erklärt der Sprecher. So zieht diese die Fahrzeuge mehr in die Straßenmitte und ermöglicht diesen mehr Überblick. Gleichzeitig können die Fußgänger abbiegende Fahrzeuge leichter erkennen. Was die provisorischen Maßnahmen insgesamt in Sachen Verkehrssicherheit bringen, werde sich die Stadt in den kommenden Monaten anschauen.

Von diesen erhoffen sich die Verkehrsplaner der Stadt, dass sich die Autofahrer daran gewöhnten, die großen Verbindungsstraßen, wie Siemensallee und B36, anstelle enger Schleichwege zu benutzen. Sobald die Hardtstraße umgebaut ist, soll die Ampel über die Lameystraße umgestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt will sie außerdem die kleine Rheinstraße komplett sperren.

Ferrini: Bisherige Maßnahmen nicht ausreichend gewesen

In zurückliegender Zeit hatte die Stadt an der Kreuzung Hardtstraße/Lameystraße bereits ein Gelblicht installiert und die Grünphase der Fußgängerampel um drei Sekunden vorgezogen, so dass Fußgänger einen Vorlauf vor den abbiegenden Autos haben. Das war Massimo Ferrini und anderen Kritikern nicht ausreichend gewesen.

"Es freut mich, dass die Stadt etwas tut. Nun muss man schauen, was die Änderungen bewirken", sagt Massimo Ferrini. Er lasse sich überraschen, behalte die Situation an der Kreuzung aber weiter im Blick - wie schon in den vergangenen fünf Jahren. "Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es dafür leider nicht, dass nichts mehr passieren wird."

Mehr zu: Ticker Unfall Mühlburg Verkehr Ampelschaltung Topmeldung



Kommentare [6]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (108 Beiträge) | 07.07.2012 18:11
    Bewerten: (0)
    Jedes Problem hat einen Grund
    Ich bin vor Einrichtung der Baustelle sehr oft von der Hardtstraße rechts abgebogen in die Lameystraße. Die Straße war je hier 2-spurig. Eine Rechtsabbiegerspur und eine Links- und Geradeausspur. Oft war es leider so, dass die Rechtsabbiegerspur von parkenden Fahrzeugen blockiert wurde. Dann mussten alle über die Linksabbiegerspur. Und das dauerte natürlich länger, weil die parkenden Autos sich in die Hardtstraße zurückgestaut haben. Als Rechtsabbieger hat man sich natürlich über die auf der rechten Spur parkenden Autos geärgert und wenn man dann endlich vorne war, wollte man unbedingt noch bei Grün rechts abbiegen. Zusätzlich musste man nun aber auch noch auf die Fußgänger aufpassen, die über die Lameystraße marschiert waren. Mich würde interessieren, ob bei dem Unfall die rechte Spur durch parkende Autos blockiert war. Wenn dem so war, wundert es micht nicht, dass der LKW-Fahrer das Kind übersehen hat. Längst hätte vor die Ampel ein absolutes Halteverbot auf der rechten Spur gehört.
  • (549 Beiträge) | 04.07.2012 20:57
    Bewerten: (0)
    so ein schwachsinn
    und noch mehr stau in ka...

    wer sich so einen schwachsinn sich ausdenkt hat keine ahnung...

    ich fahre trotzdem weiterhin mit dem auto in die stadt... bus und bahn sind einfach keine alternative...
  • (9650 Beiträge) | 03.07.2012 08:38
    Bewerten: (0)
    Autofreies Karlsruhe - Jetzt!
  • (126 Beiträge) | 05.07.2012 23:03
    Bewerten: (0)
    bezahlen?
    Und wie willst du das ganze bezahlen? Das bekommst du niemals duch, die Stadt verzichtet doch nicht freiwillig auf die Parkeinnahmen und auf die Einnahmen der Falschparker. Und was machen wir mit den vielen Parkhäusern in Karlsruhe? Schau dir doch einfach mal Samstags das Parkhaus im Ettlinger Tor an, das ist komplett überfüllt, glaubst du ersthalft, das die Leute mit der Bahn kommen würde. Autofreie Innenstadt könnte ich mich nur anfreunden, wenn man die Bahn im Berich Karlsruhe kostenlos fahre könnte, das wäre dann echt eine Alternative
  • (1142 Beiträge) | 02.07.2012 19:30
    Bewerten: (0)
    Es war höchste Zeit
    das endlich was gemacht wird. Mit größerem Rückstau muß gerechnet werden.
  • unbekannt
    (1272 Beiträge) | 02.07.2012 12:35
    Bewerten: (0)
    Es muss immer erst was Passieren
    Das sich was ändert. Wie von mir auch schon erwähnt. Mühlburger Tor bzw. Reinhold-Frank ist die nächste Baustelle. Dort wird nichtmal 50km/h gefahren. Die Häuse sind keine 10meter von der Fahrbahn weg.
    Ampelschaltung dort. 8sek für Fußgänger!

    Achso, wer es schafft dort über die Straße zu gehen herzlichen Glückwunsch. Da kann man nur hoffen das dies die Kinder nicht machen.
    Absolut Lebensgefährliche Situationen werden dort gebastelt. Ich verstehs einfach nicht ...
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