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13.08.2012 03:01
 
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Müll in Karlsruhe: Weniger in der Tonne, mehr auf der Straße [89]

Karlsruhe (mda) - Kaffeebecher, Pizzaschachteln, Getränkedose: Während die Karlsruher Bürger daheim immer weniger Müll in die Tonne werfen, wächst das Müllaufkommen im öffentlichen Raum drastisch. Immer mehr Abfall wird achtlos auf die Straße geschmissen, Parks werden verschmutzt und Bahnen vermüllt. Ein Problem. Nicht nur für die Stadt Karlsruhe, sondern auch für die Verkehrsbetriebe.
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Müll
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Daheim verursachen die Karlsruher weniger Müll, dafür liegt mehr Abfall auf der Straße.
Foto: ErS
Es ist eigentlich eine gute Nachricht: Die Karlsruher werfen weniger Müll weg - Zuhause zumindest. Jeder Karlsruher produzierte im Jahr 2011 durchschnittlich 158 Kilogramm Haus- und Sperrmüll und damit sechs Kilo weniger als noch 2010 (Landesschnitt 2011: 144 Kilo pro Einwohner). Das geht aus der Abfallbilanz hervor, die kürzlich das baden-württembergische Umweltministerium vorstellte.

Immer mehr Müll in der Innenstadt

Doch während die Karlsruher in den heimischen vier Wänden weniger Müll in die Tonne kloppen, wächst das Müllaufkommen im öffentlichen Raum drastisch. Kaffeebecher auf der Straße, Pizzaschachteln im Park, Getränkedosen in der Bahn: Die Stadt Karlsruhe bestätigt auf ka-news-Anfrage, dass ein höheres Müllaufkommen beispielsweise in der Innenstadt zu beobachten sei. Während vor wenigen Jahren das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) noch 1.500 Leerungen der dort angebrachten Mülleimer pro Woche durchführte, sind es heute 3.000 - doppelt so viele. Und das bei mehr öffentlichen Müllbehältern. Denn diese wurden in den letzten Jahren wegen des zunehmenden Mülls von 370 auf 500 aufgestockt.

Doch in der Innenstadt wird - beispielsweise durch Fastfood - nicht nur mehr Abfall verursacht, zunehmend wird auch Hausmüll in öffentlichen Müllbehältern entsorgt. Das passiert laut Stadt überwiegend  in den Grünanlagen. Das Gartenbauamt will daher die dortigen 2.500 Mülleimer mit einem Deckel ausstatten, damit Müllsäcke nicht einfach reingestopft werden können.

Für mehr Sauberkeit: Stadt entwickelt Müllkonzept

Über den Müll auf Straßen, in Bahnen und in Parks ärgerte sich kürzlich auch die Karlsruher SPD-Fraktion und kritisierte in einem Brandbrief an Oberbürgermeister Heinz Fenrich die Sauberkeit der Stadt. Das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Bürger und Gäste leide darunter. Die SPD forderte deshalb, das "Sauberkeitsproblem" in der Fächerstadt zu lösen.

Man sei sich des Müll-Problems bewusst, so eine Sprecherin der Stadt gegenüber ka-news. Eine Arbeitsgruppe erarbeite gerade ein neues Müllkonzept, wie man die Sauberkeit der Stadt weiter verbessern könne. "Das Abfallamt tut aktuell alles Menschenmögliche für ein saubereres Karlsruhe", so die Sprecherin. Aber man müsse auch an die Vernunft der Bürger appellieren, dass sie ihren Müll nicht einfach achtlos auf die Straße werfen oder nach dem Picknick im Park liegenlassen.

Vier Kilo Müll in jeder Bahn - täglich!

Doch nicht nur auf den Straßen und in den Grünanalgen gibt es mehr Abfall. Auch bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) wird der zunehmende Müll zum Problem. Daher startete das Unternehmen im Juli eine Initiative für mehr Sauberkeit an den 320 Haltestellen von Straßenbahnen und Bussen. Durch die Plakat-Kampagne sollen sowohl die Haltestellen als auch die Fahrzeuge wieder sauberer werden - dort hat sich in den letzten Jahren immer mehr Müll angesammelt.

Nach Angaben der VBK werden aus jeder Bahn pro Tag im Schnitt vier Kilo Müll entfernt. Dafür sind rund 45 Wagenpfleger zuständig. In den Abfallbehältern der Bahnen finden sich laut VBK alle Arten von Abfall - vor allem Essensverpackungsmüll. Erzielt die Sauberkeits-Initiative bereits ihre gewünschte Wirkung? "Die Sauberkeitskampagne kam nicht zuletzt wegen der originellen Plakat-Motive und der 'Sign-Spinner' gut an. Für Angaben über einen messbaren Erfolg ist es derzeit noch zu früh", so die Verkehrstriebe auf ka-news-Nachfrage.

Die Abfallbilanz 2011 finden Sie auf den Seiten des baden-württembergischen Umweltministerium unter: www.um.baden-wuerttemberg.de

ka-news-Umfrage: Mehrheit fordert härterer Strafen für Müllsünder!

Laut unserer nicht repräsentativen ka-news-Umfrage fordern 75,91 Prozent der abstimmenden Leser härterer Strafen für Müllsünder. Sie finden: "Karlsruhe verkommt zur Müllhalde. Die Stadt muss härter gegen Müllsünder durchgreifen." 6,74 Prozent finden das dagegen nicht nötig, da Karlsruhe gar kein Müllproblem habe. An die Vernunft der Bürger appellieren 16,32 Prozent der Umfrageteilnehmer. Härtere Strafen bringen nix, die Bürger sollten einfach keinen Dreck auf die Straße werfen, denken sie. "Dazu habe ich keine Meinung", sagen 1,03 Prozent.

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Kommentare [89]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1717 Beiträge) | 13.08.2012 07:12
    Dosenpfand
    es war sicher mal gut gemeint.

    Heute darf McDo & Co kostenlos riesige Mengen an to-go Behältnissen ausgeben, verdient noch daran ( behält Mehrwertsteuerdifferenz von 12% für sich) und man sieht sie dann an jeder Autobahnauf- und abfahrt wieder. Nun also auch in der Stadtmitte, Schloßgarten und in der Straba.

    Das Ordnungsamt schaut aber zu. Jeder falschparker, jeder Temposünder wird penibel verfolgt - zurecht, aber die Müll-Prolls kommen so durch.

    Gerade da, wo Städte noch selbst Regeln aufstellen können und dürfen sind sie erstaunlicherweise oft tatenlos.

    Alla Hopp, let's do the trash
  • (277 Beiträge) | 13.08.2012 07:37
    was ist denn das für eine sch***** meinung
    wir sollten - jeder bei sich - anfangen und unsrer mitmenschen ansprechen wenn sie müll achtlos wegwerfen. in den usa klappt das wunderbar, aber wir sind in dieser beziehung sensibler erzogen. wegschauen ist keine alternative
  • (3601 Beiträge) | 13.08.2012 08:06
    Na dann machen sie das mal.
    Wir freuen uns hier auf den Bericht nächste Woche in KA-News. "Zivilcouragierter Bürger beleidigt und vertrimmt"
  • (9605 Beiträge) | 13.08.2012 21:17
    hihihi :-)
    hab ich schon gemacht.
    Muss aber ehrlicherweise dazu sagen, dass es sich dabei um Mädchen handelte. Marktplatz/Schöpf: 2 Mädchen wollen in die Bahn "Reitschulschlag" einsteigen und die eine schmeisst kurz davor eine Cola-Büchse auf den Gehweg. Ich, mit der einen Hand sie am Rucksack hebend und mit dem Finger der anderen Hand auf die Dose deutend: "Hier, Du hast was verloren. Aufheben, bitte!" Hat sie gemacht. Bei 'nem Macho hätte ich mich das natürlich nicht getraut zwinkern
  • (442 Beiträge) | 13.08.2012 08:17
    inden USA stehen hohe Strafen auf das Vermüllen
    ..und die Polizei verfolgt dies auch, bei uns schmeissen selbst Polizisten die brennende Kippe aus dem fahrenden Auto wie in der Stephanienstrasse gesehen...
  • (105 Beiträge) | 13.08.2012 15:07
    komischer Verleich
    Zitat von LaCage
    Das Ordnungsamt schaut aber zu. Jeder falschparker, jeder Temposünder wird penibel verfolgt - zurecht, aber die Müll-Prolls kommen so durch.


    Das ist ja doch klar, warum das so ist. Einen Parksünder kann man einfach erwischen, da z.B. das Auto einige Zeit falsch steht. Bei dem Müllproblem muss man den Sünder aber direkt live erwischen, um hier auch jemand zu erwischen, da ist einfach das Problem
  • (1594 Beiträge) | 13.08.2012 08:24
    Es muss stinken!
    Den Müll einfach liegen lassen. Der gemeine Karlsruher will es nicht anders. Und Ratten, Maden und Fliegen wollen ja schließlich auch leben.
  • (2030 Beiträge) | 13.08.2012 08:54
    Wer die Welt kennt sieht Alles mit anderen Augen
    [url=Karlsruhe wird voller]Karlsruhe wird voller[/url]
  • (2030 Beiträge) | 13.08.2012 08:55
    url url url
  • (33 Beiträge) | 13.08.2012 09:07
    Die Stadtverwaltung hat doch selbst keine Lust...
    Vor Wochen hatte ich beim AfA mal angerufen weil den Müllmännern hier in der Straße eine Mülltonne umkippte und der darin befindliche (nicht in Tüten verpackte) Papiermüll lustig durch die Straße flog. Die Papierschnipsel sammelten sich in großen Mengen in Hauseingängen und Passagen. Weder die Müllmänner die es verursachten noch jemand vom AfA interessierte sich dafür. Nichtmal einen Rückruf habe ich erhalten.
  • (9605 Beiträge) | 13.08.2012 09:44
    Entschuldigung,
    ist es denn heutzutage schon wirklich zuviel verlangt, Besen, Kehrschaufel und Tüte zu nehmen um die in meinen Hausgang oder Vorgarten gewehten Papierschnipsel selbst zusammenzunehmen?
  • (1128 Beiträge) | 13.08.2012 11:45
    Sorry aber Grins!!!
    daß bei vielen hochintelligenten und diplomierten Verwaltungsfachleuten die Niederungen der Gattung Mensch unbekannt sind und daher so ein Missgeschick bei der Erstellung des Arbeitsplans nicht beachtet wird, was die Müllwerker mit Körpereinsatz im stinkenden Dreck ausbaden müssen, ist mir zumindest glasklar.
    Aber wenn so ein Missgeschick passiert, drückt sich auch keiner bei ner Entschuldigung nen Zacken aus der Krone. Die Stadt erwartet ja auch erst mal vom Bürger die Kenntnis seiner sämtlichen Pflichten.
    So ne Tonne beinhaltet ja i.d.R. nicht den eigenen Müll und wenns drum geht, daß die lieben direkten und indirekten Nachbarn einem bei den häuslichen Pflichten aushelfen, wird es ja auch meistens Mau mit kostenlos oder ohne Gegenleistung.
    Lässt sich im übrigen bei jeder Handwerker-, Pflege-, RA-, Dr.- Rechnung oder städtischen Gebührenrechnung detailreich nachvollziehen.
  • (2525 Beiträge) | 13.08.2012 11:50
    Also
    vor meiner Haustür wäre das ein Vollzeitjob.

    Nicht jeder wohnt auf dem Land, wir reden von Karlsruhe Stadt.
  • (9605 Beiträge) | 13.08.2012 11:59
    Siehe unten
    Frau silberahorns Kommentar. Sie schreibt, wie man auch in Karlsruhe Stadt das machen kann -wenn man denn will.
    Und die Idee, Kinder mit einzubeziehen finde ich auch sehr gut.
    Unsereiner hat noch von Zuhause aus gelernt, dass man seinen Abfall nicht grad fallen lässt. Und heutzutage machen es viele Eltern ihrem Nachwuchs vor, dass man sich seines Abfalls entledigt, egal wo man geht oder steht -nach mir die Dreckflut oder so ähnlich.
  • (2525 Beiträge) | 13.08.2012 12:48
    Ist
    das Altersstarrsinn?

    Warum soll soll ich jemand dazu erziehen das er den Älteren den Dreck weg räumt und ihm damit klar machen das es dann besser wird wenn er vermittelt bekommt das nach ihm der nächst Jüngere seinen Dreck weg räumt?

    Dann ist Atommüll ja ganz besonders klasse weil den ja noch Generationen nach uns weg räumen können.
    Also ab 18 Jahren verhalt dich wie ein Schwein wer wegräumt kann die egal sein.

    Wo bitte ist denn da die Logik?

    Wenn ich meinem Kind immer
    auftrage meinen Müll weg zu räumen, dann wirds besser?

    Irgendwas in mir sagt das Kinder so nicht erzogen werden sollten.
    Ist wie bei der NS Diktatur, wir sollen es büßen und die Urheber hatten ihren "Spaß".

    Die Geschichte lehrt das dies nicht funktioniert.
  • (9605 Beiträge) | 13.08.2012 13:22
    Kann es sein,
    dass Sie nicht verstehen oder verstehen wollen, dass man eben bei den jungen anfangen muss, weil sie es eventl. von den Eltern nicht beigebracht bekommen haben, dass man seinen Müll nicht achtlos wegwirft?
    Aber Hauptsache die Nazikeule geschwungen wenn die Argumente ausgehen, um damit jegliche weitere vernünftige Diskussion abzubrechen.
    Thema nicht verstanden. Setzen! 6 !
  • (2525 Beiträge) | 13.08.2012 13:59
    Das
    hat nichts mit der "Nazikeule" zu tun.

    Wenn ich jedem Depp seinen Müll nachsorge und mir daraus auch noch ein Hobby mache lernt es der Verursacher nie.

    Nein, er sieht sich damit auch noch bestätigt das es sein gutes Recht ist.
    So funktioniert Ordnung nicht.
  • (4510 Beiträge) | 13.08.2012 14:27
    Er kapiert es dann,
    wenn er einer Meute grinsender Aufräumer gegenüber diese Macht nicht mehr hat. "Wir warten nur darauf, dass du sauigelst" - und schon vergeht dem die Lust.
    So lange er weiß, dass er Leute damit ärgert, wird sein Vergnügen nicht abnehmen. Dazu kommt noch die Freude, am nicht erwischt werden und der Spaß, dass er, falls man ihn schnappt, das sowieso mit einem Anwalt regelt. Da werden dann die Meter bis zum nächsten Mülleimer gemessen und an die Fürsorgepflicht der Stadt appeliert und falls es trotzdem nichts nützt, sagt er, dass er den Strafbetrag aus seiner Portokasse nimmt. Hochnasen brauchen das.
    Alle anderen, die aus dummer Tradition was wegwerfen, wollen vll lieber zu dem Aufsammlern zählen.
    Problem ist nur, dass irgendwann tatsächlich keiner mehr unachtsam was wegwirft. Aber dann bleiben die Möchtegernkings deutlich erkennbar übrig.
    Das nennt man "Wegwerfersortierung". Es gibt drei verschiedene Kategorien: ungünstig erzogen, unachtsame Mitläufer, Möchtegernkings.
  • (2525 Beiträge) | 13.08.2012 15:24
    Bitte
    weiter Träumen, die Realität ist was anderes.

    Wenn man vom Leben enttäuscht werden will, dann so.

    An jeder Ecke Gutmenschen die Andere durch ihre Anwesenheit eines besseren besseren belehren.

    Auf diesem Planeten gibts mehrheitlich Menschen die davon profitieren das andere es gut meinen.
  • (502 Beiträge) | 13.08.2012 19:40
    Vernünftig?!?!
    Wer den Begriff Nazikeule benutzt, ist in der Regel mit seiner Vernunft am Ende.

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