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Karlsruhe "Mount-Klotz" abgesperrt: Was hat es mit den Holzbalken auf sich?

Was ist denn da in der Günther-Klotz-Anlage los? Den "Mount Klotz", wo viele Besucher im Sommer ausgelassen "Das Fest" feiern, zieren seit Kurzem Absperrungen aus Holz den Trampelpfad. Wer hat diese angebracht - und vor allem warum?

Welcher Karlsruher kennt ihn nicht: den "Mount-Klotz"? Gelegen in der Günther-Klotz-Anlage zieht der Hügel im Sommer vor allem zahlreiche "Das Fest"-Besucher an. Seit kurzem ist allerdings etwas anders in der Anlage: Wo es sich bislang unbeschwert au einem Trampelpfad auf den Hügel spazieren ließ, stehen jetzt mehrere rund ein Meter hohe Holzabsperrungen.

Stadt fürchtet um die Begrünung des Hügels

Verantwortlich für die Absperrungen ist die Stadt Karlsruhe. Grund für die Maßnahme: Der Trampelpfad auf dem "Mount Klotz" sorgte in der Vergangenheit für Probleme. Offenbar bretterten BMX-Fahrer hier gerne den Hügel hinunter. Die Stadt sah an dieser Stelle Handlungsbedarf: "Wenn auf Trampelpfaden die Verkehrssicherheit oder der Schutz von Grünanlagen in Frage steht, sind Abschrankungen unvermeidbar", so Helga Riedel vom Presseamt der Stadt Karlsruhe auf ka-news-Anfrage.

Durch die Absperrungen soll verhindert werden, dass mit BMX-Rädern weiterhin der Boden zerfurcht wird. "Zu sehen ist derzeit, dass eine stark genutzte "Downhill"-Strecke bereits erhebliche Erosionsschäden aufweist", berichtet Riedel. Das Gras solle sich nun wieder erholen können. Aber wie sinnvoll ist dieses Vorgehen?

War "Mount Klotz" erst der Anfang?

Nicht immer lassen sich laut Riedel wie auf der Günther-Klotz-Anlage Trampelpfade mit angemessenem Aufwand unterbinden. In der Vergangenheit habe die Stadt so  manchen Pfad zum Anlass genommen, Wegführungen entsprechend der Abnutzungsspuren auf dem Boden zu ändern, im Sinne einer "Abstimmung mit den Füßen", wie Riedel sagt. 

Ist jedoch die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern bei der Überquerung eines Trampelpfades gefährdet, würde das Ordnungs- und Bürgeramt dringend Absperrungen empfehlen. Für den Schutz von Grünanlagen, für die Verkehrslenkung und die Verkehrssicherheit können Riedel zufolge je nach Situation das Gartenbauamt, das Tiefbauamt, das Ordnungs- und Bürgeramt oder auch die Verkehrsbetriebe die Aufstellung von Absperrungen veranlassen. Ob an anderen Stellen ähnliche Konstruktionen geplant sind, ist derzeit noch unklar.

Auch ob sich die Besucher von "Das Fest" im Sommer nun den Holzbalken arrangieren müssen, steht bislang ebenfalls nicht fest. Grundsätzlich sind die Absperrungen als Provisorium gedacht. "Wann die Absperrungen entfernt werden, hängt aber davon ab, wie schnell sich die Vegetation erholt", meint Riedel.

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