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Karlsruhe Mergen verteidigt Kahlschlag beim Technologiepark

Naturschutzverbände in Karlsruhe erheben mit einem Brief an Oberbürgermeister Fenrich Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe, Margret Mergen. Mit dem von ihr veranlassten Kahlschlag beim Technologiepark habe sie klar gegen die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes verstoßen. Mergen erklärte dagegen, es sei nur Müll und Wildwuchs entfernt worden und das in enger Abstimmung mit dem Umweltamt.

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Arbeitskreis Karlsruhe des Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) sowie die Gruppe Karlsruhe des Naturschutzbund Deutschland (NABU) erheben mit einem Brief an Oberbürgermeister Fenrich Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Mergen.

"Mergen hätte sich vorher abstimmen müssen"

Mit dem von ihr veranlassten Kahlschlag auf vier Hektar Fläche ohne vorherige artenschutzrechtliche Prüfung habe sie klar gegen die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes verstoßen. In Paragraph 44 seien so genannte "Zugriffsverbote" für streng geschützte Tierarten geregelt.

Die Naturschutzverbände weisen darauf hin, dass es ein Leichtes gewesen wäre, bei einem vorab durchgeführten Abstimmungsgespräch mit dem Amt für Umwelt und Arbeitsschutz oder mit den ehrenamtliche tätigen Naturschutzverbänden Kenntnis über die Nutzung der Fläche durch strengem Schutz unterliegende Vogelarten wie Nachtigall und Gartenrotschwanz zu erlangen.

Da die genannten artenschutzrechtlichen Bestimmungen bereits seit 2007 mit der so genannten "kleinen Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes" eingeführt worden waren, hätte Mergen davon wissen müssen, finden die Naturschützer. Selbst wenn statt vorsätzlicher Missachtung geltenden Rechts lediglich fahrlässige Unkenntnis vorläge, müsse von einem Straftatbestand ausgegangen werden.

Mergen: Es wurde nur Wildwuchs entfernt

Bürgermeisterin Margret Mergen erklärte am Donnerstagmittag im Rahmen des Jahresauftaktgesprächs zum Wirtschaftsstandort Karlsruhe, dass auf dem besagten Gebiet nur Wildwuchs entfernt worden sei. Dies sei notwendig geworden, da auf dem Gelände des Technologieparks zunehmend illegalSchrott und Abfallabgelegt wurde. In vergangener Zeit seien deswegen allein 150 Klagen von Bürgern bei der Stadtverwaltung eingegangen. Die städtische Feldhut musste mehrmals ausrücken. Daher habe man sich entschieden, das Gebiet aufzuräumen und Wildwuchs zu entfernen. "Wir machen das ja nicht willkürlich", so Mergen.

Auch den Vorwurf, dies geschehe, obwohl es gar keinen Kauf-Interessenten für das entsprechende Gewerbegelände gebe, weist Mergen zurück. Mehrere Unternehmen hätten bereits ihr Interesse geäußert. Am 11. Januar sei eine konkrete Anfrage eines Software Unternehmens bei der Stadt eingegangen. Das Unternehmen könne sich am bisherigen Standort in Karlsruhe nicht erweitern und überlege nun ein Bürogebäude auf 5.000 Quadratmeter Fläche auf dem Gebiet des Technologieparks zu errichten.

"Wenn man die vielen Verunreinigungen und die viele Klagen der Bürger über dieses Gebiet sieht und Firmen hat, die an dieser Stelle investieren wollen, dann ist es nur verständlich, dass die Stadt den Jahresbeginn genutzt hat, um dort wilde Brombeerhecken zu entfernen", erklärte Mergen den Schritt. Die Stadt habe bewusst diesen Zeitpunkt gewählt, damit die Arbeiten vor der Vogelbrutzeit abgeschlossen seien. Zudem betonte Mergen, dass nur Wildwuchs entfernt worden sei, der ökologisch keine Bedeutung habe. Zudem sei das Vorgehen eng mit dem städtischen Umweltamt abgesprochen worden.

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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    26.01.2012 22:47 Uhr
    Auch das scheint es zu geben.
    Trotzdem schade um die Hecken grinsen
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  • unbekannt
    (1159 Beiträge)

    26.01.2012 20:26 Uhr
    Der Trend wird schon kritisiert,
    siehe Pfalzflüchter die dann prompt ne zweite Rheinbrück brauchen.
    Innenstadtverdichtung ist gut und richtig, anders geht es gar nicht. Rüppurrer Straße, das waren überwiegend Anwohner die sich aus besagten Gründen mal eben ein Ökomäntelchen übergezogen haben, auch beim ZKM ist eine Bebauung sinnvoll.
    Und genau darum geht es, macht es Sinn oder nicht. Ganz emotionslos.
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    26.01.2012 19:45 Uhr
    Was
    lernt man daraus? Als Bauland ausgewiesene Brachfläche immer schön kurz halten. Sonst kommen noch die vermeintlichen Naturschützer und versuchen sich zu profilieren. Es ist ja nicht so, dass das ein Naturschutzgebiet ist.
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  • unbekannt
    (1159 Beiträge)

    26.01.2012 19:52 Uhr
    Stimmt nicht
    wenn Du da regelmäßig mähst, könnte sich ein Sandrasen entwickeln bei dem Boden da. Der ist streng geschützt (siehe alter Flugplatz ) grinsen
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    26.01.2012 20:06 Uhr
    Dabei dachte ich immer...
    Berlin ist auf Sand gebaut und Karlsruhe auf Löß? hmm...

    Da hilft dann nur eins: Cannabispflanzen anbauen, die werden konsequent abgerissen bis kein Gras mehr wächst...

    Kein Gras mehr wächst grinsen
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  • unbekannt
    (1159 Beiträge)

    26.01.2012 20:11 Uhr
    Ne viel
    Sand (Rheinsand) gibt es hier, aber bei Cannabis lass ich mit mir reden und helfe beim roden grinsen
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    26.01.2012 19:47 Uhr
    Genau deshalb
    wird Dein Garten jetzt auch gerodet grinsen
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    26.01.2012 21:42 Uhr
    Nummer eins:
    auf mein Privateigentum kommt niemand ohne meine Erlaubnis. Wem gehört die Fläche denn?

    Nummer zwei: Den Garten habe ich mir schon vor langer Zeit abgeschafft, zu wenig Zeit für zuviel Arbeit.

    Ich finde es zwar schade, aber nicht all zu schlimm, dass für den Wachstum Karlsruhes Brombeerhecken "gerodet" werden. Wenn Du ländliche Idylle liebst, bist Du im Elsass genau richtig. Viel Glück.
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    26.01.2012 21:57 Uhr
    Wenn ich dran denke wies hier in der Waldstadt mal vor
    30 Jahren noch ausgesehen hat ! Oops, so lange wohne ich schon hier .. . . ich glaube, genau das Stück gabs damals auch schon. Vielleicht hat es mich deshalb etwas mitgenommen. Ich glaube, da wohnen auch noch Leute in einem uralten Häuschen.
    Und vor kurzem haben "DIE" einfach die Bäume auf unserem Modellflugplatz weggerodet usw. usw. Alles staubig und dreckig danach . . . eine Wüstenei grinsen Naja, der Fortschritt halt, unaufhaltsam. Ich bin FÜR die zweite Rheinbrücke, damit ich wenigstens irgendwann schneller von hier aus im Elsass bin . . . Ich geb GAS um hier mal rauszukommen, lebenswert ist es vermutlich in weiteren 30 Jahren hier auch nicht mehr, wenns so weitergeht.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    26.01.2012 19:38 Uhr
    Wo ist das Stückchen?
    Ich war heute zufällig durch ganz Hagsfeld gefahren, auch den Technologiepark und habe keine Veränderung zum letzten Besuch gesehen. Wo war das?
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