Meldestelle für Benzinpreise? Klar, es ist ja Wahlkampf
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(Ein Kommentar von Felix Neubüser) - Es stehen Wahlen an - und das merkt man. Passend zum Urnengang in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein bringt Wirtschaftsminister Rösler die FDP wieder in die Schlagzeilen und fordert eine zentrale "Meldetransparenzstelle", an die Tankstellen künftig jede Änderung der Kraftstoffpreise übermitteln sollen. Mit dem medienwirksamen Coup verkennt Rösler allerdings das eigentliche Problem: Benzin ist ein knappes und vor allem ein endliches Gut.

Es gibt fast 30 Millionen Autofahrer in Deutschland. Warum nicht hier auf Stimmenfang gehen? So oder so ähnlich dürfte sich das Wirtschaftsminister Rösler überlegt haben, als er vor gut zwei Wochen forderte, die Benzinpreise künftig unter staatliche Aufsicht zu stellen. Schließlich schreit die Bevölkerung bei steigenden Benzinpreisen fast schon reflexhaft nach einer staatlichen Intervention - welch gute Gelegenheit, die FDP hier als Retter der heiligen Kuh der Deutschen zu präsentieren - oder zumindest deren flüssiger Nahrung.
Der Staat sollte hinschauen - aber so?
Röslers Idee: Eine zentrale Meldestelle, an die alle rund 14.700 Tankstellen in Deutschland künftig detailliert Auskunft geben müssen, wann und in welchem Umfang sie die Preise an den Zapfsäulen erhöhen oder senken. "Markttransparenzstelle" nennt Rösler die an das Kartellamt anzudockende Einrichtung, denn "Transparenz und Wettbewerb am Benzinmarkt müssen gestärkt werden", so der Wirtschaftsminister. Das Bundeskabinett scheint das ähnlich zu sehen und hat dem FDP-Entwurf am Mittwoch zugestimmt, ein entsprechendes Gesetz könnte im Herbst in Kraft treten.
An sich ist das auch nicht falsch, wenn der Staat einmal etwas genauer hinschaut, was sich so tagtäglich an den Preistafeln der Tankstellen tut. Denn auch wenn die Durchschnittstankstelle längst nicht mehr mit Benzin ihr Hauptgeschäft macht, drängt sich bei mehrfach täglichen Preisänderungen, Preiserhöhungen zum Wochenende und vor Ferien schon der Verdacht auf, dass ein paar Extracent hier gerne mitgenommen werden.
Politisches Kalkül oder Unwissenheit?
Den Eindruck zu erwecken, eine zentrale Meldestelle sei die Lösung des Problems, ist allerdings Augenwischerei - und sie wird zudem auffällig nah an den besagten Landtagswahlen präsentiert, bei der die Freien Demokraten wieder einmal um den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde zittern müssen. Erdöl und entsprechend auch Benzin sind nun einmal endliche Güter. Wer heute immer noch versucht den Eindruck zu erwecken, den Benzinpreis per Staatsdekret dauerhaft senken zu können, hat entweder etwas nicht ganz begriffen - oder er handelt aus politischem Kalkül.

Mehr zu: Wirtschaft Benzinpreis FDP Meinung "Philipp Rösler"
- (174 Beiträge) | 03.05.2012 12:27Erstaunlicher Wandeleiner Partei, die immer die freie Marktwirtschaft predigt.
- (1128 Beiträge) | 03.05.2012 12:58Nachdem sich keine bundesweiten Preisbrecher finden liesenwerden mit dem Amt vielleicht bei der Detailsuche welche gefunden?
Dann funktionierts auch wieder mit der f.M..
Wobei ein Amt zum Nutzen der f.M. hat schon wirklich was skurriles, das wird spannend die weitere Entwicklung zu beobachten! - unbekannt(4000 Beiträge) | 03.05.2012 12:52Die FDP widerspricht sich da noch nicht mal selbst!Es steht ja nirgendwo geschrieben, dass aus den gemeldeten Daten irgendwelche Konsequenzen gezogen werden sollen.
- (1128 Beiträge) | 03.05.2012 13:01Zudem sind noch nicht einmal die Eisheiligen rum in diesem Jahralso dauert es bis zum Herbst noch und falls sich die dann bis dahin mit wichtigeren Themen befassen müssen, wer wills dann verübeln?
- (60 Beiträge) | 03.05.2012 14:07Und wer hat denn ausser den Mineralölkonzernen einnatürliches Interesse, den Spritpreis hoch zu halten?
Hier die Antwort:
http://www.steuerformen.de/mineraloelsteuer.htm
Und hier die Interpretation zur Antwort:
http://de.wikipedia.org/wiki/Janus_(Mythologie) - (1601 Beiträge) | 03.05.2012 13:24Und......dafür müssen doch sicherlich viele hundert neue Beamtenstellen und Versorgungspöstchen für "verdiente" Politiker geschaffen werden, oder?
- (60 Beiträge) | 03.05.2012 13:36Na dann fange ich mal das "Melden" an..Hallo Philipp, hallo Wolfgang, hiermit melde ich Euch, dass Benzin viel zu teuer ist!
Hey klasse, das klappt ja!!!
Kann dann wohl nicht mehr lange dauern, bis der Sprit wieder erschwinglich wird, gell!!!
(Und der Mond ist übrigens eine Gurke)!!!!!
))
- unbekannt(4000 Beiträge) | 03.05.2012 14:04Meldung angekommen!Wir werden sofort aktiv und tun was wir können.
...
...
...
Meldung erfolgreich gelocht und abgeheftet.
Der Nächste bitte. - (60 Beiträge) | 03.05.2012 14:13.."tun was wir können".Hätte nicht mehr geglaubt, dass Ihr wirklich die Mineralöl/Öko/Mehrwertsteuer auf Mineralölprodukte senken werdet!
Und endlich bekommt dieser "Sozialopath" aus Hamburg seine Pendlerpauschale um seine einen Hohlraum umschliessenden Ohren gehauen! - (741 Beiträge) | 03.05.2012 14:22dann noch eine Kopie anfertigen und das originalin den Reißwolf. Alternativ einscannen und sicher löschen
- (21 Beiträge) | 03.05.2012 14:22Benzinpreisdiskussion hat in Deutschland KultstatusFür einen Liter Benzin müssen wir heute im Durchschnitt drei Minuten arbeiten, vor 30 Jahren waren es noch fünf Minuten!
- (60 Beiträge) | 03.05.2012 14:39Gratuliere,Sie haben also einen Nettostundenlohn von 34.- €!!!
Damit liegen Sie weit über dem Durchschnittsverdienst von knapp über 30.000.- €/Jahr in Deutschland! - (60 Beiträge) | 03.05.2012 14:40Durchschnittsverdienstin "Brutto" natürlich...., sorry.
- (60 Beiträge) | 03.05.2012 14:3114.700 Tankstellen in Deutschland,jede ändert ca. 5 mal am Tag die Preise.
Macht 73.500 Datensätze......???... pro Tag!!!
Und da wir gerade so schön am rechnen sind:
Multipliziert mit 365 Tagen sind das dann
26.827.500
Datensätze (pro Jahr).
Viel Spass beim Auswerten....... - (4058 Beiträge) | 03.05.2012 15:18Dannkommt noch dazu.dass jede Tanke auch noch melden soll,wann sie wieviel Sprit für welchen Preis selber eingekauft hat.
Nicht zu vergessen die Raffinierien,die sollen auch noch melden,wann sie wieviel Rohöl zu welchem Preis gekauft hat.
Das Ganze gibt eine Datenflut,an deren Auswertung selbst ein Hochleistungsrechner an seine Grenzen stossen wird.
Und nutzen wird das keinem. - (60 Beiträge) | 03.05.2012 15:50Und das schlimme dabei istdass die wenigsten "deutschen Michel" so wie wir denken und das ganze "Politgeseiere" für bare Münze nehmen.
"Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient".
Joseph Marie Graf von Maistre - (3237 Beiträge) | 03.05.2012 14:49Regierung gibt voretwas gegen die hohen Benzinpreise getan zu haben. Wenn der Wähler daran glaubt sollte er sich in die Geschlossene einliefern lassen.
Hauptsache die FDP kann rufen: "Wer hat's gemacht?" - (2030 Beiträge) | 03.05.2012 16:10Es gibt viel zu tun lassen wir's sein.......
- (2030 Beiträge) | 03.05.2012 16:23Weniger OP's für Alte Menschen FDP BahrDafür mehr Beamte für Meldestelle Benzinpreis?
Wird der Sprit dann gemeldet noch teurer?
Wie wäre es mit einer Steuergelderverschwendungsmeldung?
Haftung der Verschwender. - (3120 Beiträge) | 03.05.2012 16:28Du meinst sicher die ukrainische Lösung...7 Jahre Gefängnis mit Option für Anschlussprozess.




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