Karlsruhe "Mehrsprachigkeit" kann jetzt auch in Karlsruhe studiert werden

Der Masterstudiengang Trinationaler Master „Mehrsprachigkeit“ ist nun auch in Deutschland erfolgreich akkreditiert. Dies gab die Pädagogische Hochschule (PH) Karlsruhe bekannt.

In Anwesenheit von Ministerialrat Wilhelm Utz vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg und Dr. Inge Gesk vom Regierungspräsidium Karlsruhe feierten Vertreter der sieben beteiligten Hochschulen jetzt die erfolgreiche Akkreditierung des Trinationalen Masters „Mehrsprachigkeit“ in Frankreich, der Schweiz und in Deutschland.

Studierende können sich seit dem Wintersemester 2008/09 in allen drei Ländern einschreiben, studieren dann aber gemeinsam im ersten Semester in Frankreich, im zweiten in Deutschland und im dritten Semester in der Schweiz, um dann im vierten Semester an der „Heimathochschule“ ihre Abschlussarbeit anzufertigen. Schwerpunkte des Studiengangs sind Landes- und Kulturwissenschaften, „Mehrsprachigkeit und Schulentwicklung“ und „Mehrsprachigkeit in Forschung und Lehre“. Berufliche Möglichkeiten gibt es für die Absolventen im bilingualen Schulmanagement, als bilinguale Lehrer, aber auch in völkerverbindenen Kultureinrichtungen und Behörden.

Zum trinationalen Studiengang war es ein weiter Weg: Im Jahr 2001 begannen die PH Freiburg, die PH Karlsruhe, die PH der Fachhochschule Nordwestschweiz, die Universität Koblenz-Landau (Campus Landau), die Universität Basel, die Université de Haute Alsace und die Université de Strasbourg sowie das IUFM d’Alsace in einer Expertenkommission mit der Entwicklung des Studienganges. Es folgten viele gemeinsame Sitzungen und Verhandlungen, in denen nicht nur gemeinsame Inhalte für einen Studiengang geklärt und vereinbart werden mussten, sondern es auch galt, einige bürokratische Hürden und kulturelle Unterschiede zu überwinden.

„Es war ein Lehrstück über interkuturellen Dialog und interkulturelles Handeln!“ betonte Rektorin Liesel Hermes in ihren Begrüßungsworten, als ehemalige Präsidentin und nun Vizepräsidentin von Colingua selbst seit 2002 an der Arbeit zum Studiengang beteiligt. Dass es gelungen ist und an diesem Abend nun gemeinsam die Akkredietierung des Studiengangs gefeiert werden konnte, lag vor allem an der Beharrlichkeit und dem festen Willen aller, aber auch an der Unterstützung von politischer Seite, zeigte sich Gérald Schlemminger, Französischprofessor an der PH Karlsruhe, überzeugt.

Dem schlossen sich die Vertreter der anderen Hochschulen an, unter anderen Prorektor Jürgen Nicolaus der PH Freiburg, Bernhard Dieterle, Germanistikprofessor an der Université de Haute Alsace Mulhouse, Ursula Sitt, Studienberaterin der Universität Koblenz-Landau, Manuelle Vanotti von der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz und Mark Unbehend vom IUFM d’Alsace: Allen war ein gewisser Stolz über „ihren“ trinationalen Studiengang anzumerken.
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