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Karlsruhe Mehr Waffen für Sicherheit? Dieser Schuss geht nach hinten los!

Es ist die gleiche Diskussion, wie sie Amerika nach jedem Schulamoklauf führt - nur im kleineren Stil. Immer und immer wieder steht in den USA die Debatte um das Waffenrecht auf dem Plan. In Deutschland sind die Umstände zwar andere, die Schlussfolgerung aber eine ähnliche. Sich jetzt bis an die Zähne zu bewaffnen, ist aber sicher die falsche Reaktion!

Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht ist die Nachfrage an kleinen Waffenscheinen eklatant gestiegen. In Karlsruhe, in Baden-Württemberg, in der ganzen Bundesrepublik. Immer mehr Menschen fühlen sich unsicher und wollen sich nicht mehr auf die Polizei verlassen. Letztere ist besorgt ob der Entwicklung, ebenso die Politik.

Mehr Waffen, mehr Sicherheit?

Zu Recht: Auch wenn das "kleiner" vor "Waffenschein" wie eine Verniedlichung klingt, geht es hier um lebensgefährliche Waffen, die in falschen Händen großen Schaden anrichten können. Darüber hinaus stacheln sie die ohnehin herrschende subjektive Unsicherheit nur noch mehr an. Mehr Privat-Waffen, mehr Sicherheit? Eine Haltung, die vor allem im waffenaffinen Amerika großen Anklang findet - aber stark, sehr, sehr stark, zu bezweifeln ist.

Wo Waffen an Bürger ausgehändigt werden, werden Waffen falsch gelagert, geklaut, gedealt und Gegenstand von pubertären Mutproben. Immer wieder kommt es zu Verstößen gegen das Waffengesetz. Die Polizei ist auf Hinweise angewiesen und kann gefährliche Situationen auf Grundlage von legalem oder illegalem Waffenbesitz nicht immer verhindern.

Es ist wichtig, sich von Terror und Anschlägen gegen unsere Kultur nicht instrumetalisieren zu lassen. Das Ziel von dieser Art von Angreifern ist nämlich genau das: emotionale Unsicherheit im eigenen Land. Sich jetzt zu bewaffnen und das Grundvertrauen in seine Mitmenschen zu verlieren, ist die falsche Reaktion. Es ist hingegen wichtig, dass die so dringend erforderliche Aufstockung der Polizei in die Gänge kommt. Auch und vor allem um der Gesellschaft wieder den Rücken stärken zu können.

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Viele fühlen sich unsicher und spielen nach den Silvester-Ereignissen mit dem Gedanken, sich private Waffen wie Schreckschusspistolen oder Pfeffersprays zuzulegen. Wie stehen Sie zu dieser Entwicklung? Spielen Sie auch mit dem Gedanken? Diskutieren Sie mit und stimmen Sie ab!

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Kommentare (69)
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  •   aufigehts
    (59 Beiträge)

    16.02.2016 10:10
    Hier hatte es wohl geholfen!
    http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/In-Lieferwagen-gezerrt-Unbekannte-wollen-22-Jaehrige-vergewaltigen;art6066,1191557
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  •   10tacle
    (207 Beiträge)

    16.02.2016 10:01
    Auch
    wenn man sicherlich über Sinn und Unsinn des kleinen Waffenscheins bzw. des Führens von Signalwaffen in der Öffentlichkeit diskutieren kann, wird in dem Artikel die Assoziation erweckt, man könne sich damit richtige Waffen kaufen. Zumindest erweckt der Begriff lebensgefährliche Waffe für mich diesen Eindruck. Eine Schreckschusswaffe ist per se nicht lebensgefährlicher als ein Hammer oder ein Kochmesser. KA news - hört doch endlich mal auf mit diesem clickbait Journalismus.
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  •   Grezzo
    (890 Beiträge)

    16.02.2016 03:07
    Liebe Frau Wehrhahn
    Ihr Kommentar strotzt vor platter Naivität, nebst peinlicher Unkenntnis der Materie.

    Auch wenn Sie in der ka-news Redaktion nicht auffällig deplaziert sind:
    Sie sollten den linken Arm des Kollegen @Handelsreisender in Anspruch nehmen und von ihm die Schreibe lernen ... zwinkern
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  •   Bahnhofsklatscher
    (12 Beiträge)

    16.02.2016 08:09
    .
    Schlimm wie diese Kämpferin für das einzig wahre und richtige linke Gedankengut hier angegriffen wird. Für mich ist sie the one and only. Frau Wehrhahn Frau Wehrhahn hat immer recht ...
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  •   aufigehts
    (59 Beiträge)

    15.02.2016 17:20
    Gut, was raten
    die Gegner von Schreckschusswaffen und Pfefferspray etc. denn dann einer Frau die sich einem Sexualstraftäter oder Gewaltstraftäter gegenüber sieht. Gut zureden? 20 Minuten warten bis die Polizei eintrifft? Wegrennen und hoffen, dass der Täter gehbehindert ist?
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (375 Beiträge)

    15.02.2016 20:03
    Das haben uns die netten jungen Damen aus der Redaktion bereits erklärt:
    1) Füße stillhalten und
    2) aufhören zu lügen

    Viel Erfolg!
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  •   MilitantesEinhornReborn
    (107 Beiträge)

    15.02.2016 17:39
    Gegen mehrere Gegner
    hilfe ein Spray oder eine Gaspistole auch recht wenig,zumal in meist ungeübten Händen.Wie ich unten schon anmerkte wäre ein Training im waffenlosen Kampf wohl die bessere Alternative um sich nach einem gezielten Tritt oder Schlag aus der Situation entfernen zu können.
    Aber auch das hilft gegen viele Gegner auch nicht weiter,glaube aber nicht das man sich mit dem kleinen Waffenschein eine Sturmschortflinte zulegen darf.
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  •   udoh
    (1641 Beiträge)

    15.02.2016 17:17
    Nicht allein die Qantität "wieviele Waffen" ist entscheident
    Sondern die VERTEILUNG:

    Viele sind und "guten" und wieviele sind in "schlechten" Händen.

    Gerade da liegt das Problem. Die braven Bürger sind/werden entwaffnet und die zunehmend gewaltbereiten Elemente müssen sich keine Sorgen machen, dass ihnen was passiert!

    Wie sähe es aus, wenn jeder Taschendieb, Frauen Belästinger oder Handyräuber mit wehrhaten Opfern und Helfern rechnen müsste??

    Waffen in falschen Händen sind nicht gut. Noch schlechter ist, wenn Waffen nur in falschen Händen sind!
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  •   DerBlutigeNeuner
    (141 Beiträge)

    16.02.2016 08:57
    Da befinden wir uns
    aber schon in einer Eskalationsspirale. Denn wenn ich ihren Standpunkt annehme, dann möchte ich doch bitte nicht mit einer Schreckschusswaffe herumlaufen, sondern mit einer scharfen Schusswaffe. Denn spätestens wenn der Gegner eine scharfe Schusswaffe zieht, weil ich ihn mit einer Schreckschusswaffe bedrohe, seh ich ganz schnell ganz alt aus. Darum wird ein skrupelloser Täter gleich mit drastischen Mitteln ein Opfer angehen um zu verhindern mit einer scharfen Schusswaffe bedroht zu werden und kann diese dann dem Opfer entwenden. Sehr schön, eine auf mich registrierte Waffe ist in Händen eines Verbrechers. Die einzige Lösung ist Straftäter so massiv und hart zu bestrafen, das niemals wieder eine Gefahr von diesem ausgeht. Aber das bekommen sie ja hier nicht in Gesetze gepackt.
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  •   Zensuropfer
    (811 Beiträge)

    15.02.2016 16:29
    Das Ziel von dieser Art von Angreifern ist nämlich genau das: emotionale Unsicherheit
    Ich glaube, dass die Ziele woanders liegen:
    Sexuelle Belästigung, Vergewaltigung - persönliche Befriedigung

    Raub, Diebstahl - persönliche Bereicherung

    Es ist doch ein Witz, zu glauben, dass diese Einzelfalltäter "höhere Ziele" verfolgen!
    Welche Möglichkeiten haben potenzielle Opfer? Hat die Polizei ausreichend Personal? Kann der Staat seine Bürger ausreichend schützen?

    Deshalb ist es für mich nur logisch, dass die bösen besorgten Bürger aufrüsten, um sich selbst schützen/verteidigen zu können!
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