Lustbremse Rock 'n' Roll: Bordellbetreiber beklagt Lärmbelästigung
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Karlsruhe - Beschwerden über einen Bordellbetrieb in der Nachbarschaft sind nicht weiter ungewöhnlich. Im Karlsruher Westen sieht die Situation etwas anders aus: Hier fühlt sich der Betreiber eines Rotlichtetablissements seit einiger Zeit gestört durch Konzerte im Crazy Kong, der Spielstätte des Vereins Musikult - genauer gesagt: durch den "Lärm".
Ein Bericht von Michael Stock
Das hatten sich die Vereinsmitglieder seinerzeit anders vorgestellt. Jahrelang hatte Musikult nach einem neuen Domizil für ein Clubheim gesucht, wo den Vereinsaktivitäten, die hauptsächlich darin bestehen, laut zu musizieren, nachgegangen werden kann. Fündig wurden die Vereinsverantwortlichen im Oktober 2007 in der Liststraße 24 und freuten sich. Denn dort haben sie nicht nur die Möglichkeit, Konzerte zu veranstalten, sondern endlich auch Platz für Proberäume. 25.000 Euro hat der Verein zur Förderung nichtkommerzieller Musik in die Realisierung des Projektes investiert. Aber nun das: Obwohl laut Aussage des Vereinsvorstands der Verein vom Vermieter die Zusage hatte, zusätzlich zum Erdgeschoss auch das erste Obergeschoss des Gebäudes anmieten zu können, eröffnete dort im Juli ein Bordell. "Der Vermieter versicherte dem Musikult zuvor wahrheitswidrig, es handele sich um ein 'Nagelstudio', welches mit einem Verein kompatibel sei", so der Vorstand.
Androhung körperlicher Gewalt?
Für die Betreiber des Etablissements hingegen ist die Lärmbelästigung nicht zumutbar. Der Verein wiederum moniert, der Vermieter habe wissen müssen, dass sich eine Rockbude mit einer Liebeslaube nicht vertrage. Überdies habe sich der Vermieter in einer Krisensitzung noch vor dem Einzug des Bordells verpflichtet, mit dem nachfolgenden Mieter vertraglich abzusichern, dass mit vermehrter Lärmbelästigung zu rechnen sei. Die Konzerte, die etwa zwischen 22 Uhr bis 1 Uhr veranstaltet werden, decken sich mit den Geschäftszeiten des Stundenhotels, das dann auf Hochtouren läuft. Bei den Proben sieht es ähnlich aus, was bereits dazu führte, dass eine Band angesichts der "Nachbarschaft" keine Möglichkeit mehr sieht, einen Raum im Musikult anzumieten.
Wie aus einem Protokoll des Bauordnungsamtes hervorgeht, kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Mietern. Nach Aussagen des Vorstandes soll es zu Androhungen von körperlicher Gewalt gekommen, einmal sogar ein tätlicher Angriff auf einen Gast des Musikult-Sommerfestes erfolgt sein. Weiterhin seien vor allem weibliche Vereinsmitglieder auf dem Fest belästigt und auch danach wiederholt bedroht worden. Der Geschäftsführer des Bordells, der die Anschuldigungen zurückweist, machte darauf aufmerksam, dass es sich hier nicht um einen moralischen Grabenkampf zwischen Kultur und sexuellem Gewerbe handele, sondern um einen Konflikt zwischen Mietern. Und da kommen die Behörden ins Spiel.
"Bei jeder Gelegenheit wählt er die Nummer der Polizei"
In einem Schlichtungsgespräch beim Bauordnungsamt im November einigte man sich zunächst auf Folgendes: Zum einen solle der Eigentümer klären, welche baulichen Maßnahmen in Betracht kommen, um die Nutzung des Musikvereins genehmigungsfähig zu machen. Das ist nämlich eigentlich des Pudels Kern: Der Verein hat das Mietobjekt zwar als Konzert- und Proberaum angemietet, eine Zulassung aber bestand nur zur Nutzung als Lagerraum. Nun wird ein genehmigter Nutzungsänderungsantrag benötigt. Wird dieser abgelehnt, erhält der Verein keine Konzession - und kann dann ab 22 Uhr die Schotten dicht machen, was naturgemäß nicht in seinem Sinne wäre und der Gegenpartei, die ebenfalls erst nachträglich im Oktober eine baurechtliche Genehmigung erhielt, in die Hände spielt.
Der Bordellbetreiber verfolgt indes eine andere Taktik. "Bei jeder Gelegenheit wählt er die Nummer der Polizei wegen Lärmbelästigung" - weil seine Kundschaft mit Musik nicht "könne", schildert Vorstandsmitglied Holger Schlüter verärgert im Gespräch mit ka-news. Hinzu kommt, dass der Betreiber des Freudenhauses beim nächsten Konzert eine Lärmmessung durchführen wird. Das Ergebnis dürfe nicht über 50 Dezibel liegen, "und das werden wir natürlich nicht einhalten können", fürchtet Schlüter jetzt schon.
Aus Sicht des Vereins, der stolz darauf ist, ohne öffentliche Fördergelder auszukommen, wird die Arbeit praktisch unmöglich gemacht; der Verein könne den Vereinszweck, die Förderung der regionalen Musikszene, nicht mehr erfüllen und stehe vor dem finanziellen Aus. Eine zivilrechtliche Auseinandersetzung halte der Verein finanziell nicht durch. Kampflos räumen will der Verein das Feld jedoch nicht: "Bevor Musikult einem Stundenhotel weicht, kämpfen wir an allen Fronten."
Das hatten sich die Vereinsmitglieder seinerzeit anders vorgestellt. Jahrelang hatte Musikult nach einem neuen Domizil für ein Clubheim gesucht, wo den Vereinsaktivitäten, die hauptsächlich darin bestehen, laut zu musizieren, nachgegangen werden kann. Fündig wurden die Vereinsverantwortlichen im Oktober 2007 in der Liststraße 24 und freuten sich. Denn dort haben sie nicht nur die Möglichkeit, Konzerte zu veranstalten, sondern endlich auch Platz für Proberäume. 25.000 Euro hat der Verein zur Förderung nichtkommerzieller Musik in die Realisierung des Projektes investiert. Aber nun das: Obwohl laut Aussage des Vereinsvorstands der Verein vom Vermieter die Zusage hatte, zusätzlich zum Erdgeschoss auch das erste Obergeschoss des Gebäudes anmieten zu können, eröffnete dort im Juli ein Bordell. "Der Vermieter versicherte dem Musikult zuvor wahrheitswidrig, es handele sich um ein 'Nagelstudio', welches mit einem Verein kompatibel sei", so der Vorstand.
Androhung körperlicher Gewalt?
Für die Betreiber des Etablissements hingegen ist die Lärmbelästigung nicht zumutbar. Der Verein wiederum moniert, der Vermieter habe wissen müssen, dass sich eine Rockbude mit einer Liebeslaube nicht vertrage. Überdies habe sich der Vermieter in einer Krisensitzung noch vor dem Einzug des Bordells verpflichtet, mit dem nachfolgenden Mieter vertraglich abzusichern, dass mit vermehrter Lärmbelästigung zu rechnen sei. Die Konzerte, die etwa zwischen 22 Uhr bis 1 Uhr veranstaltet werden, decken sich mit den Geschäftszeiten des Stundenhotels, das dann auf Hochtouren läuft. Bei den Proben sieht es ähnlich aus, was bereits dazu führte, dass eine Band angesichts der "Nachbarschaft" keine Möglichkeit mehr sieht, einen Raum im Musikult anzumieten.
Wie aus einem Protokoll des Bauordnungsamtes hervorgeht, kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Mietern. Nach Aussagen des Vorstandes soll es zu Androhungen von körperlicher Gewalt gekommen, einmal sogar ein tätlicher Angriff auf einen Gast des Musikult-Sommerfestes erfolgt sein. Weiterhin seien vor allem weibliche Vereinsmitglieder auf dem Fest belästigt und auch danach wiederholt bedroht worden. Der Geschäftsführer des Bordells, der die Anschuldigungen zurückweist, machte darauf aufmerksam, dass es sich hier nicht um einen moralischen Grabenkampf zwischen Kultur und sexuellem Gewerbe handele, sondern um einen Konflikt zwischen Mietern. Und da kommen die Behörden ins Spiel.
"Bei jeder Gelegenheit wählt er die Nummer der Polizei"
In einem Schlichtungsgespräch beim Bauordnungsamt im November einigte man sich zunächst auf Folgendes: Zum einen solle der Eigentümer klären, welche baulichen Maßnahmen in Betracht kommen, um die Nutzung des Musikvereins genehmigungsfähig zu machen. Das ist nämlich eigentlich des Pudels Kern: Der Verein hat das Mietobjekt zwar als Konzert- und Proberaum angemietet, eine Zulassung aber bestand nur zur Nutzung als Lagerraum. Nun wird ein genehmigter Nutzungsänderungsantrag benötigt. Wird dieser abgelehnt, erhält der Verein keine Konzession - und kann dann ab 22 Uhr die Schotten dicht machen, was naturgemäß nicht in seinem Sinne wäre und der Gegenpartei, die ebenfalls erst nachträglich im Oktober eine baurechtliche Genehmigung erhielt, in die Hände spielt.
Der Bordellbetreiber verfolgt indes eine andere Taktik. "Bei jeder Gelegenheit wählt er die Nummer der Polizei wegen Lärmbelästigung" - weil seine Kundschaft mit Musik nicht "könne", schildert Vorstandsmitglied Holger Schlüter verärgert im Gespräch mit ka-news. Hinzu kommt, dass der Betreiber des Freudenhauses beim nächsten Konzert eine Lärmmessung durchführen wird. Das Ergebnis dürfe nicht über 50 Dezibel liegen, "und das werden wir natürlich nicht einhalten können", fürchtet Schlüter jetzt schon.
Aus Sicht des Vereins, der stolz darauf ist, ohne öffentliche Fördergelder auszukommen, wird die Arbeit praktisch unmöglich gemacht; der Verein könne den Vereinszweck, die Förderung der regionalen Musikszene, nicht mehr erfüllen und stehe vor dem finanziellen Aus. Eine zivilrechtliche Auseinandersetzung halte der Verein finanziell nicht durch. Kampflos räumen will der Verein das Feld jedoch nicht: "Bevor Musikult einem Stundenhotel weicht, kämpfen wir an allen Fronten."
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Kommentare [25]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
- (13748 Beiträge) | 04.12.2008 01:09:-)
- (17 Beiträge) | 04.12.2008 07:48->PRO Crazy Kong!
- (327 Beiträge) | 04.12.2008 08:15Dumm gelaufen"Der Vermieter versicherte dem Musikult zuvor wahrheitswidrig, es handele sich um ein 'Nagelstudio', welches mit einem Verein kompatibel sei"
Wenn das wirkich nachweisbar so gewesen ist, sollte der Verein versuchen sich an dem Vermieter schadlos zu halten und sich schnellsten besser geeignete Räumlichkeiten besorgen und sich dabei ggf. vorher selbst bei den Anwohnern informieren. Mein Rat: Vorerst 50db einhalten und ab 22:00 ruhigere Vereinsaktivitäten. Jetzt aus Frust auf Konfrontation mit dem Bordellbetreiber zu gehen bringt doch nichts. Der "böse Bube" scheint hier doch der Vermieter zu sein. - (9 Beiträge) | 04.12.2008 09:06NagelstudioDas "Nagelstudio" muss raus. Nur wen stört das in einem Gewerbegebiet.
- (9 Beiträge) | 04.12.2008 09:12NagelstudioDas "Nagelstudio" muss raus. Nur wen stört das in einem Gewerbegebiet.
- (596 Beiträge) | 04.12.2008 09:23seltsame Nachbarnjakobcollin, was ist das für ein seltsamer Beitrag. 50db im Kong, wie soll das einzuhalten sein? Hier wird gerockt, noch nie dagewesen? Wenn man die Satzung des Vereins richtig liest, dann wird man erkennen, dass sich das Ganze ausschliesslich über Getränke und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Da geht nun mal nix mit ruhigeren Clubaktivitäten. Und ausserdem, man geht doch nun mal in ein Industriegebiet um niemanden zu stören. an den Bordellbetreiber: wer f..... will, braucht sich einem groovigen Beat nicht entziehen. Im Gegenteil...er bleibt im Rythmus.
- (327 Beiträge) | 04.12.2008 11:08Das Beste draus machen...@melotronix: Der Verein kann natürlich auf Konfrontation mit dem Bordellbetreiber setzen und die Sache eskalieren lassen. M.E. schadet er sich aber dadurch zumindest mittelfristig selbst. Vielleicht kann man mit Bordellbesitzer aber noch ein Agreement z.B. wg. der 50 db erreichen. Z.B.: nur lauter an einigen Tagen und zu einer bestimmten Uhrzeit definitiv Schluß. Der Verein scheint vom Vermieter zu einem Mietvertrag unter falschen Voraussetzungen verleitet worden zu sei. Das ist Übel, kommt aber vor. Dagegen kann man juristisch was tun. Arm kann der ja nicht sein, sonst hätte er nichts zu vermieten.
- (5 Beiträge) | 04.12.2008 11:47Was ist das Beste?@jakobcollin: Es gab seit Februar 2008 etliche Versuche eine Einigung zwischen dem Vermieter, dem Bordellbetreiber und dem Musikult e.V. herbeizuführen. Leider ohne Erfolg.
Der Musikult e.V kann und wird auch eine Zivilklage gegen den Vermieter anstrengen. Allerdings ist der Weg durch die Instanzen lang und teuer. Es kann Jahre dauern bis wir zu unserem Recht kommen. - (327 Beiträge) | 04.12.2008 13:44Schadensminimierung@melotronix: "...Allerdings ist der Weg durch die Instanzen lang und teuer..." Ja leider, ein übeles Spiel. Raubt zudem die Energie für wichtigere Dinge. Wenn man sich aber nicht an den Vermieter hält, sondern mit dem Bordellbetreiber händelt, kommts über kurz oder lang dort auch zu Prozessen. Ich würde mir als Verein was Geeigneteres suchen (schauen kann man ja mal) und versuchen einen Vergleich zu schließen. Notfalls dabei sogar draufzahlen und alles wieder eine Nummer kleiner. Auf jeden Fall schnell raus da. Ist schwierig "klein bei zu geben", wenn man offensichtlich im Recht ist. Aber wenn das (Vermieter/Bordellbetreiber) knallharte Geschäftleute sind, sind die sich der finanziellen Schwäche des Vereins bewußt und nutzen/sitzen das aus. Hat ihnen wahrscheinlich deren Anwalt sogar so geraten. So läuft es halt immer mal wieder.
- (5 Beiträge) | 04.12.2008 14:19SchadensminimierungApropos Umzug. Wir haben Jahre gebraucht um ein für uns geeignetes Domizil überhaupt zu finden. Man muss sich mal klar machen welche Randbedingungen erfüllt sein müssen:
- Keine Nachbarn, die sich an lauter Musik stören
- Kein Industriegebiet, kein Wohngebiet (sonst ist der Betrieb gar nicht genehmigungsfähig)
- Gute Erreichbarkeit (auch ohne Auto)
Letztlich geht der Musikult e.V. auch deshalb an die Öffentlíchkeit: Vielleicht findet sich ja jemand, der uns helfen kann........ - (1 Beiträge) | 14.09.2011 19:09Krazy Kong KarlsruheJa das Krazy Kong is kult, aber ich schlage euch wiederholt vor, redet mit unserem Vermieter. Es gibt hier eine riesige Eventhalle hinter unserem Laden. Wenn er euch da unterstützt, habt ihr eine super Location und freie Dezibelfahrt. Unseren Laden ( Yellow Musik) kennt mittlerer Weile auch jeder und es finden sich immer mehr Musiker ein. Dann würde das Kong wohl auch zu erreichen sein. Warum so unflexibel ? Kämpfen mit legalen Mitteln geht nur über Kapital und da ist ja für Nachshub bei dem "Nagelstudio" gesort. Vielleicht zahlt der ja den Umzug, wenn man ihm das anbietet. Es ist nicht immer eine Frage der Ehre, und Recht haben und es bekommen in dieser korupten Welt, ist zweierlei.
Also wenn ich irgendwie helfen kann, mit 50,00 Euro , bin ich dabei.
Arno von Yellow Musik. - (9 Beiträge) | 04.12.2008 14:35HilfeHelfen kann da, so wie das aussieht nur ein kapitaler Sponsor oder eben die Stadt Karlsruhe, deren Rechtsberater die Lage genauestens prüfen. Dann könnte, gegebenenfalls über eine finanzielle Stütze bis zur richterlichen Entscheidung, die Räumlichkeit gehalten werden. Auf jeden Fall muss da ein Anwalt her, der die Lage und ihre Folgen konkret darstellt.
- (13748 Beiträge) | 04.12.2008 15:48Fragtdoch mal den Dr Wo! Der setzt sich vielleicht gerne für so was ein.
- (13748 Beiträge) | 04.12.2008 15:52Und noch ein TipIm Forum gibt es einen Fred zum Thema. Dort kann weiterdiskutiert werden wenn diese Meldung morgen unten rausfällt.
- (596 Beiträge) | 04.12.2008 19:25Vergleichich kann Kassenwart nur voll und ganz zustimmen. Ich kenne die Situation des KOngs schon sehr genau. War dort 1996 das erste mal und war durch das Flair sofort gefangen. Dort wird alles in ehrenamtlicher Funktion bestritten. Was dort aufgebaut wurde schafft so schnell niemand, ohne Zuschüsse. Jetzt hat man ein Objekt gestemmt, dass alles abverlangt hat. Man führt einen Verein fort, den man in Karlsruhe und Umgebung nicht noch einnmal findet. Ein Aussenstehender kann da leicht schreiben: einfach umziehen. Wie kann es angehen, dass Musikult gegenüber diesem seltsamen Etablissement die Waffen strecken muss?? Das muss verhindert werden! Solche Einrichtungen gibt es wie Sand am Meer. Den Kult gibts nur einmal.
- (2 Beiträge) | 09.12.2008 23:55Wider die Hexenjagd!Unser Gewerbe existiert schon seit Jahrtausenden, was wohl nicht der Fall wäre, wenn keine gesellschaftliche Notwendigkeit dafür bestünde. Auch wir reklamieren für uns mit Fug und Recht eine gesellschaftlich und sozial wichtige Funktion. Unsere Gesellschaft heute im Jahr 2008 sollte doch tolerant genug sein und nicht auf jeden (moralischen) Propagandazug aufspringen!
Wir verwahren uns dagegen in eine kriminelle Ecke abgeschoben, diskriminiert und diffamiert zu werden; wir sind nicht mehr wert als der Musikult, aber der Musikult ist auch nicht mehr wert als wir!
Ich verwahre mich gegen die Hexenjagd die der Musikult nun gegen uns eröffnet hat.
Die Auseinandersetzung, ist eine zivilrechtliche bzw. verwaltungsrechtliche und sollte es auch bleiben!! Es geht im Kern darum wieviel Lautstärke eine Mietpartei erzeugen soll oder darf und wieviel Lautstärke eine andere Mietpartei aushalten muss.
Laura, info@laurasgirls.com - (327 Beiträge) | 10.12.2008 11:42@lauraDaß der Verein hier eine Hexenjagd anstrengt, kann ich nicht erkennen. Daß er sich an die Öffentlichkeit gewandt hat ist doch wohl legitim. Ich vermisse bei dem Konflikt bei die Fähigkeit eigene Fehler erkennen und das Bemühen ernsthaft nach gangbaren Lösungen zu suchen. Unklar ist mir dabei, obs nur an einer Partei liegt oder an beiden. Schade! Vielleicht gibt es nur die Lösung, daß eine Partei sich was anderes sucht. Wenn Ihnen vor Abschluß des Mietvertrages hätte klar sein können, das es aufgrund der Lautstärke Probleme gibt, sollten Sie das fairer Weise tun! Falls Sie vom Vermieter getäuscht wurden sollten Sie sich an dem schadlos halten. Beiden Parteien empfehle ich generell fair zu bleiben und "Frustaktionen" vor Ort zu unterlassen.
- (2 Beiträge) | 10.12.2008 15:54wo leben wir denn?Da gibt es auf der einen Seite eine Gruppe von Menschen, die sich in ihrer Freizeit unentgeltlich für Kultur einsetzen und in jahrelanger harter Arbeit ein Forum für Kreativität geschaffen haben.
Auf der anderen Seite gibt es einen Menschen (oder stecken da noch mehr wirklich kapitalkräftige dahinter?, der nichts weiter als Gewinnmaximierung anstrebt. Die zweite Partei versucht, um die lautstarke Aktivität der ersten wissend, diese mit allen möglichen Mitteln, von juristischen Schritten bis hin zur platten Gewaltandrohung zu verdrängen.
Seitens des Bordellbetreibers wird bis zu zwanzig mal am Tag die Polizei gerufen, was nicht nur deren Kräfte bindet (ich denke, die haben wichtigeres zu tun), sondern auch noch Steuergelder kostet. Quizfrage: wieviel Gewerbesteuer bezahlt der Lude??? Was tut er für die Allgemeinheit? Ist er, der eigentlich nur nimmt, es wert, von der Gemeinschaft beschützt zu werden? so viele Fragen... - (327 Beiträge) | 10.12.2008 16:37@seinewinzigkeit...also doch Hexenjagd? Ist Lude eigendtlich ein Schimpfwort oder nur Jargon?
- (2 Beiträge) | 10.12.2008 22:22Gesunder MenschenverstandWer seinen Kunden Anonymität und eine ruhige, angenehme Atmosphäre bieten möchte, sollte sich nicht über der Bühne eines Rock'n-Roll-Clubs einnisten!
Fazit: Die Investoren sollten sich einen klügeren Verwalter ihres Kapitals suchen - und die "Wirtschafterin" einen neuen Arbeitsplatz!




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