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11.02.2013 00:04
 
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Lärmende Brummis im Wohngebiet: Karlsruher sind genervt [51]

Karlsruhe (mw) - 5 Uhr morgens - bei einigen Menschen klingelt hier zum ersten Mal der Sleep-Alarm des Weckers, der einen zu einer weiteren Runde Leichtschlaf vor Arbeitsbeginn einlädt. Bei anderen brummt der Motor eines Lkw vor der Tür und macht weitere süße Träume unmöglich - und das mitten im Wohngebiet. Auch beim Karlsruher Ordnungsamt gehen regelmäßig Beschwerden über lärmende Sattelzüge vor dem Schlafzimmerfenster ein.
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Lkw
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"Ja, dieses Problem ist in vielen großen Städten bekannt, auch in Karlsruhe", bestätigt Björn Weiße, Leiter des Karlsruher Ordnungsamts (OA) auf ka-news-Anfrage.

Parkende Lkw: Gefahr für Kinder

Nach Angaben von Weiße gehen regelmäßig Beschwerden über Lkw ein, die nachts in örtlichen Wohngebieten parken oder früh morgens beginnen, ihre Motoren warmlaufen zu lassen. Vielen Anwohnern bereite außerdem Bauchschmerzen, dass Kindern, die die Straße überqueren wollen, hinter den parkenden Lastern eine ausreichende Sicht fehle und sie so akut gefährdet seien.

Doch was ist erlaubt und was nicht? Laufende Motoren seien laut Weiße generell verboten. Bei Verstößen könnten Anwohner hier auf die Hilfe der Polizei vertrauen, allerdings treffe die meist erst ein, wenn der betroffene Lkw seine Fahrt schon aufgenommen habe. Angezeigt werden könnten ebenfalls Fernfahrer, die ihre Fahrzeuge in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr im Wohngebiet parken. Ein generelles Park- oder Fahrverbot gäbe es allerdings nicht - sehr zum Nachteil vieler Anwohner, die auf ihre gewohnten Parkplätze verzichten müssen. Schilder, die nur Pkw das Abstellen erlauben, könnten nur vereinzelt angebracht werden, erläutert Weiße.

Kommunikation mit Unternehmen notwendig

"In der Regel lässt sich jedoch leider nicht viel machen", so Weiße im Gespräch. Auch die Straßen in Wohngebieten gehörten schließlich zum öffentlichen Verkehrsraum und seien so von jedem Verkehrsteilnehmer legal nutzbar - wenn nicht anders ausgeschildert. Hierbei sei beispielsweise auch zu beachten, dass alle Fahrzeuge, die mehr als 7,5 Tonnen wiegen, generell in Wohngebieten unzulässig seien - so viel brächten allerdings die wenigsten auf die Waage.

"So liegt es vor allem an der Kommunikation mit den Unternehmen, für die die Sattelzüge im Einsatz sind", erklärt Björn Weiße. In vielen Beschwerdefällen wende sich das Ordnungsamt an die Speditionen, die in der Folge die Fahrer ermahnen sollen. "Ein anderes Mittel gegen solche Störfälle haben wir bislang nicht gefunden."

Der Grund der vermehrten "Wohngebiet-Parker": Heutzutage gäbe es viele Subunternehmer, sogenannte "Springer", die bei keiner Firma fest beschäftigt sind. Demnach gäbe es für diese auch keinen Betriebshof, auf dem die Lkw über Nacht abgestellt werden können. "Oft nehmen die Fahrer ihre Dienstwagen mit Heim - zwangsläufig parken sie also vor ihrer Tür in einer Wohngegend", so Weiße. "Zwar stellen die lärmenden Lkw in Karlsruhe kein übermäßig großes Problem dar, jedoch merken wir, dass es die Stadt bewegt", bemerkt der OA-Chef.

Siehe auch:

Lkw-Lärm in Eckenerstraße: Fleischwerk Rheinstetten unter Verdacht

Lärmschutz in der Region: Weniger Krach bei Rheintalbahn und Flughafen

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Kommentare [51]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1 Beiträge) | 05.06.2013 23:00
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    Ihr seid so klasse
    Immer mehr Gewerbegebiete werden bewusst mit Parkverboten für LKWs Versehen... Autobahnparkplätze sind ab spätestens 18 Uhr voll... Ich rede nicht vom betrieb, der um die Ecke seine eigenen fahrzeuge vor eurer Tür abstellt, aber wie kann es sein, dass ih gerade aus einem mir bis heute unbekannten Wohngebiet gejagt wurde, weil alles dicht war und keine Alternative in lenkzeit Nähe mehr hatte (ich habe bereits ca 45 Minuten lang Ausschau gehalten!) wenn die Fahrzeuge halbwegs gepflegt sind, reicht die Luft selbst nach 11 Stunden Ruhezeit aus, um den Motor an zu werfen und direkt los zu fahren! By the Way... Überlegt mal lieber, dass EURE Güter ebenso transportiert werden! Die meisten haben nicht mal ansatzweise so viel Ruhe und Freizeit wie ihr! Wie oft höre ich Leute nach der 38std Woche schreien... Bei uns ist's die 45std Woche... Oftmals kommen dazu noch die Arbeitszeiten beim be und Endläufen, welche oft unter den Tisch fallen! Vielen dank egoistisches Fußvolk!
  • (1 Beiträge) | 12.02.2013 17:22
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    Wo Parken??
    ich arbeite auch als Fahrer einer Spedition in Karlsruhe näche GüterBahnhof!
    auch wir haben das Problem! wo stellen wir unsere LKWs über nacht ab?

    Auf am Messplatz ein Riesen Gelende!! würden 100terte LKWs drauf passen! aber nein der wird eingezeunt und mit Schranken verschlossen!!??

    aber sich dann auf anderer Seite beschwären, wenn mein LKW in der Waldstadt über Nacht steht!!
  • (656 Beiträge) | 12.02.2013 09:27
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    Wo gehen Sie den hin....?
    Wenn ich die Kommentare hier so lese, fehlt mir eines, die kritische Auseinandersetzung mit seiner eigenen "Autofeindlichkeit". Nur weil es einem vielleicht selber momentan nicht so gut geht, muß man den Haß nicht auf jene projezieren, die momentan ein bisschen mehr haben.
    Denn wir hier teilweise angesprochen. Wo soll den geparkt werden. ?
    Ich warte nur drauf bis der erste frustrierte „Brummi-Fahrer“ mal die „30.000 Euro teuere Alno-Küche“ auf der B36 ablädt, statt beim Kunden.
    Wenn ich sehe, das ich in meinem näherer Umfeld 5 größere Parkflächen nennen kann die 60 Prozent des Tages nicht genutzt werden können oder sollen oder gar dürfen, dann schreit das zum Himmel.

    Ich kann nur sagen: Ihr „Ökolobyisten“ macht nur so weiter, dann ist der „Morgenthau-Plan“ für Deutschland vielleicht viel schneller realisiert als uns das lieb sein kann....
  • (656 Beiträge) | 12.02.2013 10:39
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    ,,,vielleicht bald garnirgeds mehr....
    Denn was die "Deindustrialisierung" im blinden Vertrauen auf Arbeitsplätze im "Neuen Markt" oder der "Dienstleistung" anrichten kann, sehen wir gerade in Ländern wie England, Spanien, Griechenland, Italien und anderswo.
    Dumm nur das wir am Ende die ganze Schosse bezahlen. Aber ich kenne die "Herrschaften" schon jetzt, die uns natürlich selbstlos aus der Klemme helfen....
    Ein kleiner Tip: "Die Schweizer werden´s nicht sein ....."
  • (6121 Beiträge) | 12.02.2013 09:47
    Bewerten: (0)
    Ich vermute sogar,
    dass am lautesten die schreien, die in einem Gebiet wohnen das als M oder WB gekennzeichenet ist und sie es selbst es noch gar nicht gemerkt haben, dass Beschwerden dort völlig daneben sind.

    Der größte Teil der Weststadt zum Beispiel, die ganze Innenstadt, Oststadt, nördliche Südstadt ... - überall dort ist gar kein reines oder allgemeines Wohngebiet. zwinkern
  • (6121 Beiträge) | 12.02.2013 07:24
    Bewerten: (0)
    Wo finde ich im Internet
    den Flächennutzungsplan, wenn hier schon so "fachgerecht" über Wohngebiete gesprochen wird?

    Vll hätte Herr Weiße so antworten sollen, dass er auch noch mal dort nachschauen muss.
    Sollen seine Leute doch mal mit gelbem Marker die Gebiete in Karlsruhe kennzeichnen, die tatsächlich reines und allgemeines Wohngebiet sind. Dann wird das auch mit der Kommunikation bei Beschwerden einfacher.

    Wohngebiet
  • (6121 Beiträge) | 12.02.2013 07:44
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    hab was gefunden:
    http://geodaten.karlsruhe.de/nvk/?level=4&svoff=luftbilder_2009_nvk&svon=fnp_2010

    oder mit Link: Flächennutzungsplan

    und da jetzt mal genau nachschauen. Oststadt ist WB.
    Es gibt aber tatsächlich viel W.

    Kleiner Tipp:
    Dort dann die Straßen innerhalb gelb markieren und danach mit der Beschwerde ansetzen!
  • (350 Beiträge) | 12.02.2013 06:11
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    Unangenehm aber wir brauchen diese Fahrzeuge. Und der Fahrer muss auch eine Wohnung haben.
    Also das ist der Preis den die Gesellschaft zahlen muss. Heute Bestellt, morgen schon alle Waren da. Dafür brauchen wir Transporter. Auch muss der Fahrer wo wohnen. Auch wird der Lkw mit Steuern belegt, muss hohe Kraftstoffpreise zahlen und evtl. noch Autobahn-Maut-Gebühren. Der Staat verdient ganz gut dabei und deshalb wird nichts gemacht....
    Auch ist evtl. die Spedition oder Firma weit weg vom Einsatzort. Der Fahrer wohnt um die Ecke. Wirtschaftlich die bessere Lösung für Umwelt. Weniger Co2 durch unnötige Hin und Her Fahrten. Das alle Spiel: Wasch mich, aber mach mich nicht nass....... P.S. Mein LKW steht fast vor Haustüre in KA Stadt und noch keiner hat was zu mir gesagt das es stört. Ich lass das Teil auch nicht warmlaufen und habe keine Standheizung. Auch versuche ich so leise zu sein wie es geht. Das Baby in der Nachbarschaft schreit zu Zeit lauter als mein LKW brummt.. zwinkern
  • (75 Beiträge) | 11.02.2013 23:20
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    So ....
    ...bei mir stehen regelmäßig bzw fast jeden tag LKWs vor der tür ....die wo keine standheizung haben laßen die motoren jetzt im winter durchlaufen sonst wirds kalt ..hab damit kein problem hab gute isolierte fenster ...fahren auch die ganze nacht lkws hier vorbei also wir merken nix mehr haben guten schlaf,gute is kommt auch nix weg hier ....über was sich mansche leute sich aufregen können ..
  • (5557 Beiträge) | 11.02.2013 22:04
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    wozu auch ?
    für den ruhenden Verkehr ist zunächst mal die Stadt zuständig. Aber die sind kja nur dort unterwegs wo es schnell viel abzuzocken gibt. (Innenstadt). In vielen Stadtteilen sieht man die doch nie.
  • (451 Beiträge) | 11.02.2013 21:06
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    Polizei ?
    Für so etwas verbraucht sie doch nicht den knappen Sprit. Sie kommt ja nicht einmal zu einer zugeparkten Brandschutzzone ...
  • (160 Beiträge) | 11.02.2013 19:13
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    Von keiner Ahnung getrübt
    Zitat von ka-news
    Hierbei sei beispielsweise auch zu beachten, dass alle Fahrzeuge, die mehr als 7,5 Tonnen wiegen, generell in Wohngebieten unzulässig seien - so viel brächten allerdings die wenigsten auf die Waage.

    Es geht nicht darum, wieviel der LKW auf die Waage bringt, sondern für welches Gesamtgewicht er zugelassen ist!
    Sonst könnte jeder 40-Tonner, solange er unbeladen ist, ungestraft in Wohngebieten parken.
  • (3166 Beiträge) | 11.02.2013 20:52
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    Genau deswegen
    stimmt was nicht am oa. Artikel grinsen
  • (6121 Beiträge) | 12.02.2013 07:08
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    Und es geht darum,
    was ihr unter Wohngebiet versteht.
    Hab es weiter oben schon geschrieben und ergänze, dass es vor einem Bebauungsplan einen Flächennutzungsplan gibt.

    Kennzeichnung im Flächennutzungsplan: WB. ->
    Zulässig sind Wohn-, Geschäfts- und Bürogebäude, Hotels, Gaststätten, sonstige Gewerbebetriebe sowie Einrichtungen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke.

    Dort dürfen wahrscheinlich diese Lkw auch parken. Nur in reinen und allgemeinen Wohngebieten nicht.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 11.02.2013 16:50
    Bewerten: (0)
    LKW
    Richtig dreist wird es, wenn LKW in engen Straßen oder noch besser - direkt vor Kreuzungen parken!
  • (6444 Beiträge) | 11.02.2013 17:26
    Bewerten: (0)
    noch dreister wäre es,
    wenn die LKW draußen an den BAB-Raststätten blieben und jeder, der auf seine Ware, oder den Herzschrittmacher wartet, müßte dort seine Sachen persönlich abholen...

    ...oder man schafft sie ab und alles rennt zum Güterbahnhof (wo ist der z.B. auf'm Dorf?), um seine Dinge dort regeln zu wollen...

    ...Hauptsache: die Backlinge für die Brötchen sind Morgen in der Frühe rechtzeitig angekommen!
  • (1091 Beiträge) | 11.02.2013 20:43
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    Güterbahnhof...
    ... wurde abgeschafft!!Deshalb die LKW- Plage. Statt Güter auf die Bahn- Güter auf die Strasse.
  • (6444 Beiträge) | 11.02.2013 17:28
    Bewerten: (0)
    und nicht vergessen:
    am 14. Februar ist Valentinstag!

    Wer bringt die Rosen zu Fleurop?

    Richtig: die Heinzelmännchen..
  • (6444 Beiträge) | 11.02.2013 16:19
    Bewerten: (0)
    Unwissenheit - und der ADAC läßt schön grüßen!
    "Nach Angaben von Weiße gehen regelmäßig Beschwerden über Lkw ein, die nachts in örtlichen Wohngebieten parken oder früh morgens beginnen, ihre Motoren warmlaufen zu lassen. "

    Die LKW lassen nicht die Motoren warm laufen, sondern müssen Druckluft auf die Bremsen bringen, sonst wird's unterwegs seeeeehr eng.
  • (5 Beiträge) | 11.02.2013 15:03
    Bewerten: (0)
    LKW
    Tja, keine LKW s , auch nichts einzukaufen.... Denn die Geschäfte blieben leer. Und wo sollen bitteschön die LKW parken ? Nicht im Wohngebiet usw.... Die PKW Fahrer parken doch noch schlimmer, da beliebt kein Platz auf dem Gehweg für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen u.ä. Hier bei uns gab es für die Nachbarn schon einige Knöllchen, aber das Problem bleibt trotzdem, die sind einfach nicht einsichtig und bezahlen lieber......

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