Krawalle nach KSC-Abstieg: 75 Menschen werden verletzt
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Karlsruhe (feb/pol) - Nach dem Abstieg des Karlsruher SC in der Relegation gegen Jahn Regensburg kam es zu Krawallen im und um das Wildparkstadion. Nach bisher nicht bestätigten Angaben des Südwestrundfunks (SWR) wurden 76 Personen verletzt, darunter 18 Polizisten. 110 Randalierer sollen laut dem SWR in Gewahrsam genommen worden sein. Auf den Mittag erreichte die Redaktion nun auch die entsprechende Mitteilung der Polizei Karlsruhe, die die Zahlen weitestgehend bestätigen.

Direkt nach Spielende stürmten zirka 150 Fans aus dem Fanblock des KSC auf das Spielfeld und mussten von der Polizei unter Einsatz von Schlagstöcken in den Block zurückgedrängt werden, so Zeugenaussagen aus dem Wildpark gegenüber ka-news. Mehrere Menschen wurden bei den Randalen verletzt und mussten von den Sanitätern abtransportiert werden.
Geschäftsstelle konnte erst nach Mitternacht verlassen werden
Nachdem die Randalierer in ihren Block gedrängt wurden, entspannte sich die Situation nur langsam. Zahlreiche leere Becher und einige Knallkörper fanden ihren Weg ins Stadioninnere. Bei den Ausschreitungen seien auch unbeteiligte Personen mitgerissen und verletzt worden, so eine weitere Augenzeugin und ka-news-Leserin.
Rund ums Stadion kam es nach Spielende zu weiteren Ausschreitungen, die zu zahlreichen Verletzten führten. Hinter der Hauptribüne rissen zirka 150 schwarzvermummte Randalierer einen Absperrzaun ein und stürmten das Gelände rund um die Geschäftsstelle. Um die 400 Fans versammelten sich nach Angaben des SWR um den Zaun. KSC-Spieler versuchten die aufgebrachten Fans zu beruhigen, aber erfolglos. Erst nach Mitternacht war die Situation überschaubarer und die Geschäftsstelle konnte gefahrlos verlassen werden.
Außerhalb des Stadions versuchten zeitgleich rund 300 Randalierer die Gästefans aus Regensburg zu attackieren. Als sie auf die Einsatzkräfte der Polizei trafen, sollen sie diese mit Flaschen und Holzknüppeln angegriffen und mit Pflastersteinen geworfen haben. Die Bilanz der Randale rund um den Abstieg des Karlsruher SC liest sich beängstigend: 76 Menschen sollen verletzt worden sein, darunter 18 Polizisten. 110 Randalierer habe die Polizei in Gewahrsam genommen. Einige der Verletzten mussten umgehend auf den Nebenplätzen des Wildparkstadions versorgt werden.
Aktualisierung 12 Uhr:
Inzwischen hat die ka-news-Redaktion die offizielle Pressemeldung der Polizei Karlsruhe zu den Randalen nach dem KSC-Spiel erreicht. Nach Polizeiangaben wurden dabei insgesamt 75 Personen, darunter 18 Polizeibeamte, verletzt. Die mit starken Kräften im Einsatz befindlichen Rettungsdienste mussten 58 Verletzte versorgen. Eine Frau, die abseits des Angriffsgeschehens drei Meter in die Tiefe gestürzt war und eine schwere Rückenverletzungen erlitten hatte, musste in eine Klinik gebracht werden.
Unmittelbar nach Abpfiff des Spiels versuchten Karlsruher Anhänger auf das Spielfeld zu stürmen. Diese konnten aber durch die Einsatzkräfte rasch in die Blöcke zurückgedrängt werden, so die Polizei weiter. Während die weitaus größte Zahl der Fußballfans sich friedlich auf den Heimweg begab, ließen mehrere hundert Karlsruher Stadionbesucher ihrem Frust freien Lauf. Im Bereich des "magischen Dreiecks", also an der Ecke Adenauerring und Theodor-Heuß-Allee, wo sich regelmäßig die Ströme von Heim- und Gästefans begegnen, kam es zunächst zu verbalen Provokationen zwischen Karlsruhern und den rund 600 im umzäunten Bereich am Stadioneingang Ost stehenden Regensburgern. In der Folge entlud sich der Abstiegs-Unmut über den zwischen den Lagern stehenden Polizeibeamten. Im Schutz der Dunkelheit und des angrenzenden Waldes warfen Karlsruher Ultras und Hooligans immer wieder Steine, Flaschen, Holzprügel und Verkehrsleitkegel auf die Einsatzkräfte. Zudem feuerten sie Böller und Pyrotechnik in deren Richtung.
109 Personen wurden in Gewahrsam genommen
Ein weiterer Brennpunkt ergab sich an dem durch Gitter gesicherten Bereich hinter dem Stadion, wo sich bis zu 500 teilweise vermummte Fans versammelten und ihren Unmut zum Ausdruck brachten. Hier gelang es 150 Karlsruhern, in den gesicherten Bereich zu gelangen, wo sie offenbar die KSC-Geschäftsstelle und die Stadionwache stürmen wollten. Wie am Osteingang, musste die Polizei auch hier Pfefferspray und Hiebwaffen einsetzen. Nachdem es gelungen war, die Eindringlinge zurückzudrängen, trat eine gewisse Entspannung dadurch ein, dass Verantwortliche und Spieler des KSC das Gespräch mit den Wartenden suchten. Gegen 23.40 Uhr konnten schließlich die Gäste-Busse mit Polizeibegleitung über den Adenauerring und das Durlacher Tor den Heimweg antreten.
Unterdessen kam es am "Nackten Mann", also am Westeingang des Wildparkstadions, zu einem Angriff von rund 50 Randalierern gegen drei szenekundige Beamte – auch hier kamen schließlich Hiebwaffen und Pfefferspray zum Einsatz. In direkter Nachbarschaft suchten über hundert sogenannter Fans die Auseinandersetzung mit der Polizei. Insgesamt 109 Personen wurden daraufhin von den Beamten eingeschlossen und in Gewahrsam genommen. In der Folge wurden bei diesen die Personalien einzeln erhoben, die Personen videografiert und Platzverweise ausgesprochen, denen letztlich auch Folge geleistet wurde. Diese Videoaufnahmen werden nun zu den weiteren strafrechtlichen Ermittlungen herangezogen.
Acht Personen wurden wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher und "einfacher" Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung festgenommen; diese erwarten entsprechende Strafanzeigen, teilt die Polizei zudem mit. Gegen 1 Uhr entspannte sich die Lage zusehends, so dass die Sicherheitskräfte nach und nach entlassen werden konnten. Gegen 3 Uhr war der Einsatz schließlich beendet. Insgesamt hatte die Polizei 210 Beamte im Einsatz; dazu kamen 350 Ordner, so dass rund 560 Sicherheitskräfte eingesetzt waren. Der Kräfteansatz, bei dem auch der Abstieg des KSC berücksichtigt war, richtete sich unter anderem am neutralen Verhältnis der Heim- und der geringen Anzahl von Gästefans aus. Mit einem derartigen Gewaltausbruch war trotz verantwortungsvoller Planung nicht zu rechnen gewesen, so die Polizei abschließend.
Der KSC hat sich am Dienstagnachmittag von den Krawallen distanziert. "Dieses Verhalten ist bei aller Enttäuschung über den Abstieg nicht akzeptabel", erklärte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther in einer Pressemitteilung. Der Verein habe bereits mit dem Innenministerium des Landes und der Polizei Kontakt aufgenommen.
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- (5489 Beiträge) | 15.05.2012 08:45Das ist der Grundwarum der KSC keine Sponsoren findet und das ist der Grund für die Dritte Liga. Und wenn der Wildpark weiter der Abenteuerspielplatz von rasierten Gorillas bleibt, wird es noch weiter runter gehen. Denn Geld schießt Tore.
- (31 Beiträge) | 15.05.2012 10:331 Jahr PauseNoch weiter runter? Da hilft doch nur noch eins: Lizenz für ein Jahr entziehen. So dass alle mal in Ruhe nachdenken können. Und dann ein langsamer Aufbau mit dem Ziel, 2016 wieder 2.klassig zu sein. Hätte den Nebeneffekt, dass IW sich auf seine Kandidatur konzentrieren kann. Und nach Dezember, wenn er nicht gewählt ist, einen guten Job als Präsident machen könnte.
Habt Ihr mal die bundesweiten News über Karlsruhe gelesen (z.B. spiegel-online...)? Bravo und danke kann man da nur sagen, wir sind gerade die Idioten der Nation.
Was wäre Karlsruhe schön ohne Fußball-Chaoten... - (5582 Beiträge) | 15.05.2012 11:49hey tok,schreib doch net so en käse. wir sind alle aufgebracht aber das muss man bei den kommentaren rauslassen. du weißt selber, dass das nicht der grund ist!
- (3819 Beiträge) | 15.05.2012 20:38das ist unsachlich,das sind nämlich keine Fans, sondern Krawallmacher die von Spiel zu Spiel
reisen und Randale machen, zumindest bei 90% und diese Scheisser, bringen einen ganzen Verein samt Fans in Verruf. - (1041 Beiträge) | 15.05.2012 08:49Hoffentlichist der Abstieg wenigstens dazu gut, dass solches Drecksgesindel weniger wird.
- unbekannt(1272 Beiträge) | 15.05.2012 10:48Primitive Vollidioten ohne ZielWas für Assoziale und Peinliche Typen sind das eigentlich ? Sogar im Spiegel gibts über einen Bericht wie schlecht! Ihr habts total versämmelt ihr Idioten! Könnt keine 3 Meter weit denken Hauptsache Gewalt! Ihr habt nix gelernt in der Schule und jetzt schon 3x nicht. Wie Peinlich! Wie Peinlich für die - die sich Angestrengt haben und es mit Leistung Probiert haben.
IHR HABT DEM KSC VÖLLIGE SCHANDE GEBRACHT! SCHÄMT EUCH! - (3746 Beiträge) | 15.05.2012 11:19dass wir Zwei
- unbekannt(1272 Beiträge) | 15.05.2012 11:32hihi
- (1 Beiträge) | 15.05.2012 08:56Peinliches zeigt nur wie wenig Hirn manche "Fans" haben... ich finde die sollten sich alle schämen. Sowas zeugt weder von einer guten Kinderstube noch von einem guten Fan... den Fans sollten in guten und in schlechten Zeiten zu der Mannschaft halten und nicht durch Gewalt irgendwas ausdrücken... das hilft der Mannschaft auch nicht
- (51 Beiträge) | 15.05.2012 08:57Ein hochauf das Bild Zeitung Niveau von KA-News! Mehr muss ich dazu nicht sagen!
- (184 Beiträge) | 15.05.2012 09:00BILD-Zeitung?Das einzige Niveau, das man hier in Frage stellen muss, ist das (nicht vorhandene) der Chaoten.
- (3746 Beiträge) | 15.05.2012 09:10stimmtdu sagst besser gar nichts mehr.
- (419 Beiträge) | 15.05.2012 09:26Getroffene Hunde bellenHoffe, du hast dir und anderen gestern nicht übermäßig geschadet.
- (184 Beiträge) | 15.05.2012 08:59Traurig...Ich habe zumindest nach den TV-Bildern den Eindruck gehabt, dass die KSC-Fans ihre Mannschaft bis zum Schluss vorbildlich unterstützt haben und auch nach dem Ausgleich nach vorne gepeitscht haben. Was anscheinend danach abging, mach diesen positiven Eindruck der Fanszene leider zunichte (ja, da schafft es eine Minerheit mal wieder, einem ganzen Verein und auch der Stadt zu schaden). Emotionen gut und schön - die sollte man aber anders ausleben. An alle richtigen KSC-Fans: Daumen hoch für die Unterstützung der Mannschaft in so einer schwierigen Saison. An die Chaoten: Daumen runter und schämt euch!
- (237 Beiträge) | 15.05.2012 09:07Der erste Teil deines Postings ist absolut richtig. Die Mannschaft wurde trotz dieser Seuchensaison weiterhin zu 100% unterstützt. Was danach abging kann ich dir erklären: Es waren größtenteils keine Hools, keine Ultras und keine richtigen Fans, die auf den Platz stürmten, sondern 16-Jährige Kids, die im Fernsehen gesehen haben, wie unglaublich hart die Kölner-Szene auf den Abstieg reagiert hat und wollten daher mindestens genau so cool sein.
Was sich die Polizei gestern leistete, war mal wieder die Bankrotterklärung der Rechtstaatlichkeit. Wie man hier gegen unschuldige Fußballfans vorging war an sinnloser Gewalt kaum zu überbieten. Die wahren Hooligans - und dies hat sich gestern wieder eindrucksvoll bewiesen - sind die grüne Knüppelcrew. - (184 Beiträge) | 15.05.2012 09:13Ich war nicht dabei,deshalb darf ich mir kein Urteil erlauben. Ich kann nur soviel sagen: Ich war schon bei genügend Fußballspielen. Wenn es mal zu Tumlten kam, haben sich dabei zu 95 % die sog. Fans daneben benommen und die Polizei hat darauf reagiert. Wie geschrieben: Gestern war ich nicht dabei.
- (1041 Beiträge) | 15.05.2012 09:30@ Kongo,die "grüne Knüppelcrew" wär gar nicht da, wenn keine Randalebrüder im Stadion wären. Bitte nicht Ursache und Wirkung durcheinander bringen und bitte nicht Idioten verteidigen. Es gibt keine - gar keine - Entschuldigung für gestern abend. Auch nicht die Polente - auch nicht das Spiel - auch nicht das Ergebnis - gar nix.
- (237 Beiträge) | 15.05.2012 09:36Achtung: Ironie!Absolut richtig, wenn sich einige jugendliche möchtegern Hooligans, die zuviel Sportschau geguckt haben, auf den Platz stürmen, muss man natürlich auch die mit Pfefferspray einsprühen, die mit dem eigentlichen Geschehen nichts zu tun haben und nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren.
Ein Schlag mit dem Knüppel auf den Rücken reicht übrigens nicht, es müssen fünf sein - bis sich der Kontrahent vor Schmerzen auf dem Boden krümmt und nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist. - (1041 Beiträge) | 15.05.2012 09:40Ach -die Polizei ist schuld! Hat wohl auch angefangen und hatte bestimmt Spitzel in den Reihen der Randalebrüder, die das ganze angefangen haben. Zudem haben die Grünen auch noch die Sado-Maso-Abteilung Dienst machen lassen. Die quälen besonders gerne. Was redest du eigentlich?
- (237 Beiträge) | 15.05.2012 10:20Ich rede von etwas, das du entweder nicht verstehen willst, oder kannst. Bist du des Lesens mächtig? Dann lese mein vorheriges Posting noch mal, vielleicht begreifst du dann, was ich meine.
Es geht hier um die Verhältnismäßigkeit! Möchtegern Hooligans, die auf den Platz stürmen von ihrem Vorhaben abhalten = Verhältnismßig.
Unbeteiligte Fußballfans, die durch Zufall auf den Platz gedrängt wurden, bzw. zu nah am Zaun standen, mit Knüppel und Pfefferspray zu verletzten = Unverhätnismäßig.
Ich kann wirklich nicht verstehen, was daran so unverständlich ist?!




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