Wieder einmal gaben sich Wissenschaftler renommierter Forschungsinstitute in Bad Herrenalb die Ehre. Das Thema dieses Jahres: "Klimaalarm - Ursachen, Folgen und notwendige Konsequenzen des Klimawandels." Auf der Tagung der Evangelischen Akademie Baden - veranstaltet gemeinsam mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) - die von zahlreichen Besuchern aufgesucht wurde, ließen Experten keinen Zweifel daran, dass der Klimawandel "durch unser Zögern bereits zu unserem Schicksal geworden ist".
"Die Hoffnung für die Rettung des Weltklimas ruht auf dem Einsatz von erneuerbaren Energieträgern sowie Energieeinsparung durch Steigerung seiner Produktivität", meint der weltweit angesehene Klimaforscher Prof. Dr. Hartmut Graßl. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit führte der Agronom Dr. Bernhard Walter von "Brot für die Welt" den Anwesenden vor Augen. Auswirkungen der Klimaveränderungen wie Wasserknappheit oder Wetterextreme seien gerade für die Landwirtschaft von großem Nachteil. Dass die ärmsten Länder der Welt wohl am stärksten vom Klimawandel betroffen sein würden, hob Walter nachdrücklich hervor: "Klimapolitische Ziele müssen daher in die Armutsbekämpfung einbezogen werden".
 | "Bisher sind wir im Ungewissen" (Foto: pr) |
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Dem Geograph Dr. Dieter Gerten zufolge, liege es in der Verantwortung der Menschen, wie die Erde zukünftig gestaltet werde. Die Kunst liege darin, einen nachhaltige Entwicklungpfad zu schaffen, der das Überleben der Ökosysteme und gleichzeitig der Menschheit selbst ermöglicht. "Den globalen Problemen liegt auch eine kulturelle beziehungsweise spirituelle Krise zu Grunde, die einer umfassenden Revision bedarf. Die verschiedenen Religionen könnten dabei eine nicht unbedeutende Rolle spielen", so Gerten.
"Es ist nur die Spitze des Eisberg", meint Prof. Hans-Peter Dürr, Direktor am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik München: "Wir haben Lebensstile entwickelt, die nicht kompatibel mit der Erde sind. Um ihr eine Zukunft zu sichern, muss der Mensch sich wieder in ihre höhere Ordnung einfügen." Akademiedirektor Siegfried Strobel sprach aus christlicher Sicht von einem notwendigen Umdenken. "Eigentlich können wir dem bedrohlichen Klimawandel angemessen nur durch einen Klimawandel der Herzen begegnen", so Strobel abschließend.
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