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Karlsruhe "Killerspiele-Nacht gibt falsches Signal"

Die Freien Wähler Karlsruhe sehen die Entscheidung von Oberbürgermeister Heinz Fenrich, den Computerspielwettkampf "Intel Friday Games Night" zu genehmigen, als eine "gefährliche Fehlentscheidung" an.

Nach Ansicht der Bürger für Karlsruhe (BüKa) sende Fenrich mit der Veranstaltung des Computerspiele-Wettkampfs falsche Signale aus. Er hatte der Electronic Sports League (ESL) grünes Licht für die "Intel Friday Games Night" am 5. Juni gegeben (siehe auch: "Karlsruhe sagt 'Killerspiel'-Wettkampf nicht ab"). Obwohl sich die BüKa bewusst sei, dass nicht jeder der Spieler ein potenzieller Amokläufer ist, sei es "eine Tatsache, dass ausnahmslos jeder gewaltbereite Jugendliche diese Spiele konsumiert". 

Die Freien Wähler ziehen Studien aus den USA heran, welche belegen würden, dass diese Art von Computerspiel eigens für das militärische Training entwickelt worden sei, um den jungen Soldaten die Hemmung des Tötens abzugewöhnen. Der Amoklauf sei, in den Augen der Bürger für Karlsruhe, nur maximaler Ausdruck der zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft

Politik muss Verantwortung übernehmen

Laut Büka könne man dieses Problem nicht ausschließlich auf die Eltern abzugeben sein. Das öffentliche Forum, bei dem Eltern die Möglichkeit haben, selbst Killerspiele zu spielen, sei der falsche Weg und die Lan-Party ein falsches Signal. Des Weiteren werfen sie dem OB und dem Gemeinderat fehlende Fachkompetenz in diesem Fall vor. Scheinbar habe sich Fenrich, so die Freien Wähler, von der Verpflichtung gegenüber "einer Firma, die daran verdient" leiten lassen.

Der Oberbürgermeister hat zu seiner Entscheidung bereits Stellung genommen und den Beschluss als Schritt, sich der Problematik zu stellen, verteidigt (siehe: "Fenrich zu Killerspielen: "Nicht wegducken, sondern Probleme stellen"). Er hatte sich dabei vor allem auf die Empfehlung der Bundeszentrale für politische Bildung gestützt, die auf diesen Veranstaltung gezielt Aufklärungsarbeit bei Eltern und Lehrern leistet.

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