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"Killerspiele-Nacht gibt falsches Signal" [16]

Karlsruhe (ps/fbg) - Die Freien Wähler Karlsruhe sehen die Entscheidung von Oberbürgermeister Heinz Fenrich, den Computerspielwettkampf "Intel Friday Games Night" zu genehmigen, als eine "gefährliche Fehlentscheidung" an.

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Killerspiele am Computer ka-news
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Foto: dpa
Killerspiele am Computer ka-news

Nach Ansicht der Bürger für Karlsruhe (BüKa) sende Fenrich mit der Veranstaltung des Computerspiele-Wettkampfs falsche Signale aus. Er hatte der Electronic Sports League (ESL) grünes Licht für die "Intel Friday Games Night" am 5. Juni gegeben (siehe auch: "Karlsruhe sagt 'Killerspiel'-Wettkampf nicht ab"). Obwohl sich die BüKa bewusst sei, dass nicht jeder der Spieler ein potenzieller Amokläufer ist, sei es "eine Tatsache, dass ausnahmslos jeder gewaltbereite Jugendliche diese Spiele konsumiert". 

Die Freien Wähler ziehen Studien aus den USA heran, welche belegen würden, dass diese Art von Computerspiel eigens für das militärische Training entwickelt worden sei, um den jungen Soldaten die Hemmung des Tötens abzugewöhnen. Der Amoklauf sei, in den Augen der Bürger für Karlsruhe, nur maximaler Ausdruck der zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft

Politik muss Verantwortung übernehmen

Laut Büka könne man dieses Problem nicht ausschließlich auf die Eltern abzugeben sein. Das öffentliche Forum, bei dem Eltern die Möglichkeit haben, selbst Killerspiele zu spielen, sei der falsche Weg und die Lan-Party ein falsches Signal. Des Weiteren werfen sie dem OB und dem Gemeinderat fehlende Fachkompetenz in diesem Fall vor. Scheinbar habe sich Fenrich, so die Freien Wähler, von der Verpflichtung gegenüber "einer Firma, die daran verdient" leiten lassen.

Der Oberbürgermeister hat zu seiner Entscheidung bereits Stellung genommen und den Beschluss als Schritt, sich der Problematik zu stellen, verteidigt (siehe: "Fenrich zu Killerspielen: "Nicht wegducken, sondern Probleme stellen"). Er hatte sich dabei vor allem auf die Empfehlung der Bundeszentrale für politische Bildung gestützt, die auf diesen Veranstaltung gezielt Aufklärungsarbeit bei Eltern und Lehrern leistet.

Mehr zu: Killerspiele Egoshooter Computerspiele

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Kommentare [16]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (32 Beiträge) | 11.05.2009 12:09
    Unbillige Polemik im Zeichen des Wahlkampfes
    Die BüKa nimmt ein von der Boulevardpresse emotional aufgeladenes Thema mit deren unbewiesenen Behauptungen um sich zu profilieren.

    Die gebetsmühlenartig wiederholte Behauptung dass "ausnahmslos jeder gewaltbereite Jugendliche diese Spiele konsumiert" ist genauso wahr oder unwahr wie die Behauptung, dass jeder gewaltbereite Jugendliche säuft. Trotzdem wird sich die BüKa nicht gegen Glühweinstände, Brigandefescht oder Wein- und Bierfeste wenden.

    Aber Ehrlichkeit und Sachverstand findet man in der Politik leider so selten wie bei Gebrauchtwagenhändlern. Man muss die halt nach ihren Handlungen beurteilen, nicht nach der heißen Luft oder der Schleimspur die sie absondern. So sehr ich Hr. Fendrich wegen seiner unverantwortlichen Haltung zur U-Strab ablehne: Hier hat er sich mal wohltuend rational verhalten.
  • (4477 Beiträge) | 11.05.2009 12:21
    Verbieten is eh geil.
    Nicht falsch verstehen: ich bringe der ballerei nur Verachtung entgegen, wenn jemand mehr als gelegentlich deswegen vor dem Flimmerkasten sitzt. Aber man kann doch nicht alles verbieten, was einem nicht passt. Der OB hat hier ganz recht getan und BüKa offenbart ein eklatantes Demokratie- und freiheitsdefizit. Der Vorwurf Fenrich habe sich von ökonomischen Interessen leiten lassen, ist so lächerlich wie unverschämt. Wirtschaftliche Itneressen in diesem Umfang dürften täglich von Entscheidungen des OB betroffen sein. Die Rathasupolitik müsste extrem irre erscheinen, wenn er jedes mal den Lobbyisten nachgäbe.
  • (500 Beiträge) | 11.05.2009 12:51
    Schlecht recherchiert BüKa ?
    Amoklauf 1985 in Grünwettersbach.
    Das erste Computerspiel das mit heutigen Egoshootern vergleichbar ist kam 1991 auf den Markt.
  • (1899 Beiträge) | 11.05.2009 13:05
    Womit ...
    sämtliche Freien Wähler bei mir gestrichen sind. Macht die Auswahl wieder um 48 Personen leichter. Danke für die Meldung.
  • (62 Beiträge) | 11.05.2009 13:31
    Lächerlich
    was für Gestalten sich Politiker nennen wollen....
  • (1102 Beiträge) | 11.05.2009 13:31
    Da fällt man doch vom Glauben ab
    Da lese ich doch neulich noch in einem Wirtschaftsmagazin, dass Killerspieler ihre Teamfähigkeit und ihre Fähigkeit zum strategischen Handeln trainieren und deshalb besonders von der Wirtschaft gesucht werden. Also in meinem Unternehmen bekommen Leute, die sich stundenlang daran erfreuen virtuelles Blut zu vergießen, keinen Fuß auf den Boden. Und wir sind trotzdem recht erfolgreich.
  • (62 Beiträge) | 11.05.2009 13:46
    ach...
    1. hat dich das private Vergnügen und die Ablenkung deiner Mitarbeiter nicht zu interessieren

    und 2. hast du warscheinlich keine Ahnung wovon du redest Barlou.

    Scheinst ein Guter Chef zu sein.
  • (2176 Beiträge) | 11.05.2009 14:26
    Werde alle Karlsruher, die ich kenne informieren...
    ... damit ja Keiner die freien Wähler wählt! So etwas braucht Karlsruhe nicht!
  • (6 Beiträge) | 11.05.2009 14:30
    unglaublich
    Wenn man sich die Liste der BüKa so anschaut, Professoren, Ärzte Geschäftsführer... und die stützten ihre beleidigende Aussage auf Studien aus den USA. Da kann man sich nur an den Kopf greifen.

    Wählerbeleidigung als Wahlkampftaktik

    auch mal was neues. Wenigstens gibts jetzt nen Grund wählen zu gehn, um die Stimmen den anderen zu geben.

    BüKa ist jedenfalls unwählbar nach solchen Aussagen.
  • (327 Beiträge) | 11.05.2009 14:41
    Warum wieder aufwärmen...
    Leute, das Thema ist doch schon durch. Ne Umfrage hierzu gabs auch:

    "Die deutliche Mehrheit (63,35 Prozent) finden es in Ordnung, dass das Spiel bei dem Wettkampf zugelassen wird. Ein Verbot wäre nur Panikmache."

    Klar, dass ein paar Trolle sich hier wieder aufplustern wollen. Ist ne Manie bei denen. Den Rest der Gegner kann man sowieso nicht überzeugen. Wenn die sachliche Argumente hören, schalten die komplett ab und fangen bei der nächsten Gelegenheit wieder an, den gleichen Unsinn von sich zu geben.

    Aber interessant, dass sich die "Freien Wähler Karlsruhe" als intollerant geoutet hat. Solche Spießer braucht kein Mensch! Was kommt als nächstes? Fussballverbot, weils da auch manchmal "kracht"?
  • (489 Beiträge) | 11.05.2009 14:51
    grüwe
    zum thema amoklauf in grünwettersbach. Soweit ich weiß fand der doch in Hohenwettersbach statt. Vielleicht auch in beiden Ortsteilen liegen ja direkt nebeneinander, aber mehr Opfer gab es meines Wissens in Hohenwettersbach. Das nur als kleine Randbemerkung, die ich einwerfen wollte. Was mich aber auch zu dem Entschluss kommen lässt: Amok gabs damals wie heute. Es gibt immer Leute, die einfach durchticken und ausrasten. Ob man Spiele dafür verantwortlich machen kann halte ich für gewagt. Aber es ist einfach so leicht.
  • (137 Beiträge) | 11.05.2009 15:03
    ..
    Sehr guter Grund die nicht zu wählen.
    Wenn ich höre " ...nicht jeder der Spieler ein potenzieller Amokläufer ist.." Meinen sie damit das es sich bei 99% schon um potenzielle Amokläufer handelt.
    Jeder männliche Jugendliche den ich kenne hat mal mehr oder weniger über einen gewissen Zeitraum Ego-Shooter gespielt genauso hat jeder Fangen oder Verstecken gespielt.
    Eine Pistole an Fasnacht hat auch jeder mal benutzt.
    Aber es ist eben mal wieder Wahlkampf und manche müssen sich wieder aufspielen.
  • (45 Beiträge) | 11.05.2009 15:06
    Jaja...
    ...das Märchen vom Militär, den Killerspielen und dem Herabsetzen der Hemmschwelle zum Töten.

    Das US-Militär nutzt solche Spiele zur Einübung von Gruppentaktiken und zum Vertrautwerden mit unbekanntem Gelände, nicht jedoch zur Desensibilisierung ihrer Rekruten.

    Den Wahlzettel dieser Partei habe ich selbstverständlich schon entsorgt grinsen
  • (4477 Beiträge) | 11.05.2009 15:48
    Wurde eigentlich
    das Oktoberfest schonmal abgesagt, weil es kurz davor einen tödlcihen Unfall unter Alkoholeinfluss gab? Ich glaube nicht. Solche Unfälle gibt es aber jedes Jahr. Ist da das Oktoberfest nicht ein falsches Signal? Jedes Jahr?

    Der Missbrauch der Ballerspiele muss bekämpft werden und Süchtigen msus geholfen werden. Wie beim Alkohol. Und man muss dafür sorgen, dass Jugendliche nicht zu früh damit in Kontakt kommen. Wie beim Alkohol. Hysterie ist aber nicht angebracht. Wie beim Alkohol.
  • (128 Beiträge) | 11.05.2009 16:48
    Irgendetwas....
    müssen die ja von sich geben, damit man überhaupt merkt, dass sie auch da sind... die werten die Medienberichte und die Reaktionen sicherlich noch positiv und leiten daraus eine Daseinsberechtigung ab... lachhaft.
    Bevor ich die wählen würde, wähle ich lieber "Graue Panter" (gibts die noch ?)... sind zwar auch alles 80-jährige... jedoch geben die nicht so einen intellektuellen Dünns.... von sich um auf sich aufmerksam zu machen (denn sooo dumm können die doch wohl nicht wirklich sein, oder ?)
  • (409 Beiträge) | 11.05.2009 20:57
    Tankstellen verbieten!
    Tankstellen müssen verboten werden. Dann kommen die Amokfahrer nicht mehr von der Stelle, und Molotowcocktail basteln fällt auch aus. Zugegeben, das Internet zensieren ist im Moment beliebter, aber sinnvoller wäre es.
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