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Karlsruhe Kiffer brauchte zu viel Saft: ka-news Leser "schalten ab"

Polizeimeldungen verheißen meist nicht Gutes, verbreiten oft Horror und Schreckensnachrichten. Manchmal jedoch sorgen auch Mitteilungen der Polizei für ein Schmunzeln oder gar ein freches Grinsen: So geschehen gestern, als eine Meldung über zwei Marihuana-Plantagen und deren exorbitanten Stromverbrauch die Runde machte und die ka-news Leser zu eifrigen Kommentaren veranlasste.

"Am Freitag stellten Beamte in der Wohnung eines 28-jährigen Landschaftsgärtners in der Nordweststadt eine professionell betriebene Marihuana-Plantage fest. Auf die Spur des Drogenzüchters kamen die Beamten durch den exorbitant hohen Stromverbauch des in einem Ein-Personen-Haushalt lebenden Mannes", heißt es in der Meldung der Polizei.

Bei den ka-news Lesern hat diese Meldung einen wahren Kommentar-Marathon ausgelöst: Von der Warnung vor einem "Big Brother"-ähnlichen Überwachungsstaat über die bange Frage "was passiert, wenn mein Stromverbrauch zu hoch ist?" bis hin zu Sympathiebekundungen für die beiden "Kiffer" war alles dabei.

Kontrollzwang und Staatsfeinde

ka-news Leserin taina meint dazu: "Das würde mich auch mal interessen, wie die Polizei an den Stromverbrauch kommt. Das geht doch keinen was an, beziehungsweise  ist doch jedem selber überlassen, wie viel Strom er verbraucht. Solang bezahlt wird. Man wird hier ja nur noch überwacht!" Dagegen könne man etwas unternehmen, meint User joka, in dem man einfach den Stromverbrauch drastisch senkt: "Habe gerade alle Geräte abgeschaltet, you never know!", kommentiert er. Worauf ka-news Leser neutrino warnend mahnte: "Gar keinen Strom zu verbrauchen bringt Dich hingegen auf die Terrorfahndungsliste, als vermuteten Rückzugsraum in einer 'konspirativen Wohnung'. Das gab's schon in den 70ern, als man hinter der RAF her war. Du hast also die Wahl, alle Geräte einzuschalten oder alle aus. Dann weißt Du im Voraus, welche Fahndungsgruppe bald vor Deiner Tür steht. Da kommt Freude auf!"

Vermeintliche Experten

Aber es gibt auch jene unter den ka-news-Lesern, die sich als "echte" oder "vermeintliche" Experten outen. So zweifelt User LaCage an der Urteilskraft der Polizei: "Profi-Drogenhändler mit 200 Gramm Gras? Das ist ein Furz im Wind. Eine ordentliche Runde raucht das an einem Wochenende weg." Und auch ka-news-Leser RaZheL schreibt: "Ähhhmmm? Also, jeder sieht doch, dass diese Rechnung nicht stimmen kann. 65 Pflanzen ergeben 245 Gramm Marihuana...?" Aber sieht das wirklich jeder oder outen sich hier die "Kiffer" unter den ka-news Lesern? Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Ökohippie oder Atomstrom?

Auch der viel zu hohe Stromverbrauch der Pflanzenzüchter wurde eingehend diskutiert: dass nun die "kiffenden Ökos den Atomausstieg erschweren", findet User bier, der hofft, dass der Täter "wenigstens Ökostrom bezogen hat". Mit Ökostrom sei das aber dann ein teueres Kraut, gibt hingegen alpinium als direkte Antwort zu bedenken, und dass der Kiffer, falls er Atomstrom bezogen habe, möglicherweise beim "Genuss des Krautes strahle".

Und was lernen wir daraus?

... diese Frage hat auch User TeddyAfro gestellt und gleich selbst beantwortet: "Benutze einen Stromgenerator wenn du Marihuana pflanzen willst...." Dass dann aber die Polizei aufgrund des Lärms anrücken würde, befürchtet User mick, man solle dann aber bloß nicht die exorbitant hohen Tankstellenquittungen in den Müll werfen, gibt silberahorn zu bedenken. was TeddyAfro zu dem Schluss bringt, dass sich alle Kommentatoren "mal zusammensetzen und ein perfektes Konzept zur Herstellung von Marihuana erarbeiten" sollten.

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