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Karlsruhe Keine Studiengebühren - RCDS Karlsruhe warnt vor "Qualitätsverlusten"

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Karlsruhe bemängelt massive Qualitätsverluste in Folge der Abschaffung der Studiengebühren. Zwar seien die sogenannten Qualitätssicherungsmittel für die Kompensation der weggefallenen Studiengebühren gedacht, de facto sei dies aber eine Täuschung der Öffentlichkeit, heißt es in einer Pressemitteilung des RCDS.

"Hier wurde einfach nur eine überfällige Anpassung der Mittel vorgenommen und uns Studenten das Ganze als Übernahme unserer Studienbeiträge durch das Land verkauft", meint Jürgen Walter, Vorsitzender des RCDS Karlsruhe. Bei den Hochschulen herrsche noch immer Planungsunsicherheit bezüglich der genauen Höhe der Mittel, die vom Land bereitgestellt werden.

"Wertvolle Tutorien stark reduziert"

Die "Hau-Ruck Reformen der Landesregierung" würde sich schon jetzt auf die Hochschulen auswirken. Mittlerweile müssten die Mittel aus dem Topf der früheren Studiengebühren zu großen Teilen für Grundaufgaben der Lehre eingesetzt werden und seien nicht mehr als zusätzliche Mittel zur Verbesserung von Studium und Lehre verfügbar.

"Aus fast allen Fakultätsräten ist derzeit zu vernehmen, dass die Zahl der für uns so wertvollen Tutorien, die die letzten Jahre durch die Studiengebühren finanziert wurden, stark reduziert wurde und wohl weiter reduziert werden muss. Die Lehrqualität wird weitere massive Einschnitte erfahren", so Sabin Muntean, Vorstandsmitglied des RCDS. Für einige Vorlesungen der Fakultät Maschinenbau, ergänzt Muntean, sei die Anzahl der Tutorien schon halbiert worden.

Die Tutorien seien für die Studenten gerade deshalb so wichtig, weil hier zum einen die Lehrinhalte nochmals in kleineren Gruppen vertieft würden. "Dabei wäre die Lösung so einfach gewesen", meint Thomas Deubel, Senator des KIT und Mitglied des RCDS Karlsruhe. "Anstatt einfach öffentlichkeits-wirksam die Studienbeiträge abzuschaffen, hätte man lieber die Qualitätssicherungsmittel auch wirklich zur Qualitätssicherung verwenden und die Studienbeiträge endlich flexibilisieren und absenken sollen." Um nun wieder bessere Lehre gewährleisten zu können, dürfe man bei den geplanten Einsparungen im Wissenschaftsministerium nicht auf mehr Geld aus dem Landeshaushalt hoffen, vermutet Deubel.

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