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Durlach Kein Platz für Radfahrer? "In Durlach ist es einfach eng!"

Wie könnte die Verkehrssituation in Durlach verbessert werden? Darüber diskutierten die Vertreter des Ortschaftsrats am Mittwoch. Ein wichtiges Thema an diesem Abend: der Radverkehr. An einigen Punkten gibt es hier Nachholbedarf.

Der Straßenverkehr - insbesondere der mit dem Fahrrad – stand im Mittelpunkt der Durlacher Ortschaftsratssitzung am Mittwoch. Zum einen waren die Verkehrsknotenpunkte auf dem Prüfstand, aber auch die Erweiterung des verkehrsberuhigten Bereichs im Altstadtring, sowie Kfz- und Radparkplätze am Bahnhof Durlach standen zur Debatte.

Altstadtring soll komplett verkehrsberuhigt werden

Ein großes Thema am Mittwochabend: Die Mittelstraße und das Teilstück Am Zwinger, von der Mittel- bis zur Rollerstraße, soll – entsprechend dem Rest des Altstadtrings – auch als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen werden, so ein Antrag der Durlacher CDU. Denn da der Gehweg dort nur etwa 30 Zentimeter breit ist, müssen Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen auf die Straße ausweichen, wo derzeit noch eine "Tempo 30 Zone" ausgewiesen ist.

Für die Ausweisung von verkehrsberuhigten Bereichen gibt es allerdings feste Regeln: Aufenthaltsfunktion, geringer Verkehr, ausgewiesene Autostellplätze, aber ganz besonders der niveaugleiche Ausbau von Geh- und Fahrwegen müssen dort unbedingt gegeben sein. Vorher könne man, so hieß es aus der Stadtverwaltung, auch im Durlacher Altstadtring nicht aktiv werden.

Allerdings konnte Ortsvorsteherin Alexandra Ries verkünden, dass eben dieser unbedingt notwendige niveaugleiche Ausbau schneller kommen könnte als von vielen Räten erhofft: "Es sieht sehr gut aus. Ich denke, die Maßnahme kann zeitnah umgesetzt werden", versprach sie. Und dann, so Ries weiter, stünde auch einer Erweiterung der verkehrsberuhigten Zone nichts mehr im Wege.

Mehr Parkraum für alle am Bahnhof Durlach

Ebenso konnte sie Vollzug melden, was zusätzliche Parkplätze und vandalismussichere Fahrradparkboxen am Durlacher Bahnhof betrifft. Es habe vor Ort ein Treffen von Bahn, Stadt und Verkehrsbetrieben gegeben, bei dem man gute Fortschritte gemacht habe, was die Umgestaltung des Umfeldes am Durlacher Bahnhof betrifft.

Zudem soll 2017 nun endlich ein Park & Ride-Platz an der ehemaligen B10 entstehen – auch der soll Abhilfe schaffen und Parkdruck lindern – sowohl für Auto-, als auch für Radfahrer.

Stadt stellt Knotenpunkte auf den Prüfstand

Über die mögliche Radverkehrsführung an verschiedenen Durlacher Verkehrsknotenpunkten referierte im Durlacher Ortschaftsrat Ulrike Eblenkamp vom Karlsruher Stadtplanungsamt. "In Durlach ist es einfach eng", brachte sie ihre Untersuchungen auf den Punkt. Durch den begrenzten Straßenraum und die oftmals alte Bausubstanz sei der planerische Spielraum an den großen Durlacher Kreuzungen begrenzt, an vielen Stellen gebe es für zusätzliche Radverkehrspuren oder Aufstellstreifen gar keinen Platz. Dass man diesen Platz aber auch durch die Aufgabe von Autospuren schaffen kann, warf Dietmar Maier aus der Grünen-Fraktion in die Diskussion ein.

Untersucht wurden die Knotenpunkte Pforzheimer Straße / Pfinzstraße, Pforzheimer Straße / Durlacher Allee / Ernst-Friedrich-Straße / Pfinztalstraße, Ernst-Friedrich-Straße / Auer Straße / Killisfeldstraße, Auer Straße / Rommelstraße / Amalienbadstraße, Rommelstraße / Badener Straße, Badener Straße / Rittnertstraße / Gymnasiumstraße und Gymnasiumstraße / Bergbahnstraße / Grötzinger Straße.

Dabei zeigte sich, dass es für zusätzliche Radfahrspuren und Aufstellstreifen wenig Spielraum gibt. Den sogenannten "Vorbeifahrstreifen" auf der Pfinztalstraße in  Richtung Durlacher Allee wolle man verlängern, so die Expertin, damit die Radfahrer nicht länger auf den Fußgängerweg ausweichen oder zu eng an den Autos vorbeifahren müssen. Koordiniert werden soll das Ganze mit dem Straßenbahnverkehr, den Autospuren und der Einmündung Gritznerstraße.

Einen aufgeweiteten Radfahrstreifen soll es zukünftig in der Auer Straße geben – und zwar im Kreuzungsbereich mit der Ernst-Friedrich- und der Killisfeldstraße. Auch im Kreuzungsbereich Auer und Rommelstraße soll es bald eine bessere und sicherere Verkehrsführung für Radfahrer geben, ebenso dort, wo die Rommelstraße auf die Badener Straße trifft. In der Gymnasiumstraße hingegen könne man, so Eblenkamp, nur bessere Möglichkeiten für Radfahrer schaffen, wenn man auf Parkplätze verzichtet. Über die Lösungsansätze muss der Ortschaftsrat noch einmal entscheiden, bevor es an die Umsetzung gehen kann.

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Kommentare (14)
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  •   tessarakt
    (2346 Beiträge)

    20.03.2016 19:12
    Überschrift
    Die Überschrift verstehe ich nicht. Für Radfahrer ist eigentlich immer Platz - nur halt nicht unbedingt für Extrawürste für Radfahrer (Sonderwege, Sonderspuren).
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  •   pippo
    (56 Beiträge)

    20.03.2016 13:40
    Prüfstand für noch mehr Knotenpunkte !!
    Schön, dass man sich im Residenzstädtle auch dem Radverkehr mehr zu wendet. Vergessen sollte man aber blos nicht, dass es an bestimmten Strecken der Zirkelstadt immer noch arg klemmt. So z.Bsp in der Waldhornstraße vom Berliner Platz bis zum Schloßplatz: dort gibt es quasi keine Radwegemarkierung, die Straße wird zum Schloß hin immer enger und es kommt zunehmend zu prekären Situationen gerade für die, die Richtung Schloß oder nord-westliche Stadtteile fahren wollen. Wo bleibt der Elan Herr Bürgermeister Obert? oder sollen wir jetzt wieder auf den Bürgersteigen fahren??
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  •   mkossmann
    (100 Beiträge)

    20.03.2016 10:34
    In Durlach gibt es eigenlich genug Platz für Alle
    wenn nicht soviele Autofahrer mit ihnen abgestellten Autos den fließenden Verkehr massiv behindern würden.
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  •   altstadtring
    (293 Beiträge)

    19.03.2016 21:14
    Fußgänger in der Mittelstraße..
    ..hätten schon viel gewonnen, wenn nicht permanent im absoluten Halteverbot geparkt(!) und dabei dann eben noch der Mini-Gehweg gleich mit zugestellt würde. Ein täglicher Vorbeigang einer Politesse würde das Problem binnen weniger Wochen entschärfen.
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  •   borealis
    (285 Beiträge)

    19.03.2016 18:56
    War
    der Gehweg von Zundütle nach Durlach nicht früher ein geteilter Geh/Radweg? Ich bin gestern von Grünwettersbach nach Durlach mit dem Rad gefahren und war überrascht zu sehen daß es sich jetzt um ein Gehweg handelt, daß für Fahrräder frei ist.
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  •   mkossmann
    (100 Beiträge)

    20.03.2016 10:18
    Nein,
    Bis zur Max-Liebermannstr. ist war das immer nur ein gemeinsamer Geh- und Radweg. Nur auf den letzten 200 Metern gab ( und gibt es noch) einen Strich af dem Gehweg.
    Und auch dir als Radfahrer sollte aufgefallen sein, das dieser an einigen Stellen viel zu schmal ist um als Radweg brauchbar zu sein.
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  •   borealis
    (285 Beiträge)

    20.03.2016 13:41
    Nun,
    zum Einen, meinte ich eher das erste Teil dieses Weges, direkt nach Zundhütle. Hier war es eigentlich nicht so schmal, aber egal ob schmal oder nicht--wenn ein blauer Schild den Weg als Radweg, oder geteilter Rad und Gehweg ausweist, muss ich ihn nehmen. Das ist nicht ein Angebot, sondern ein Gebot. Wo ein Gehweg nur als " frei" für Radfahrer gekennzeichnet wird, nehme ich ihn sowieso nicht, sondern fahre auf die Strasse. Und was die Breite des Weges angeht, dass mir als Radfahrerin aufgefallen sein sollte...ja, vage in Erinnerung. Ich fahre dort aber seit Jahren so gut wie nie...mein Weg führt mich durch den Oberwald in der Südstadt, Südweststadt hinein. grinsen
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  •   giggls
    (204 Beiträge)

    19.03.2016 21:27
    Das ist doch gut so
    Denn dann darf man auf die Straße, was ich in solchen Fällen immer auch mache.
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  •   borealis
    (285 Beiträge)

    20.03.2016 13:57
    Ich
    ...auch! :-D
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  •   mueck
    (8834 Beiträge)

    20.03.2016 10:42
    !
    ... und man sollte es dann auch tun. Denn bei "Gehweg, Schleichradler frei" gilt nach Anlage 2 der StVO "er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren" und bei Haftungsfragen zöge der Radler den Kürzeren ...
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