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Karlsruhe Kein Ende in Sicht: 430 neue Baumaßnahmen für Karlsruhe geplant

Karlsruhe - Fächerstadt und Baustellenstadt. Das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern: Ganze 430 Baumaßnahmen sind für Karlsruhe in diesem Jahr geplant. Bei einem Pressetermin am Montag verrieten die Verantwortlichen, wo sich die Karlsruher auf Umleitungen und Baulärm einstellen müssen.

Auf der Karte von Jürgen Lohmeyer, Baustellenmanager des Tiefbauamts der Stadt Karlsruhe, sind viele graue Punkte eingezeichnet. Sie zeigen, wo die Fächerstadt 2016 Baustellen unterschiedlicher Art, Umfangs und mit unterschiedlichen Auswirkungen plant. Bereits beim ersten Blick auf Lohmeyers Karte wird deutlich: Karlsruhe bleibt übersät von Baustellen.

An diesen Stellen wird es eng für Autofahrer

Allein in diesem Jahr werden in Karlsruhe 430 Baumaßnahmen von den Stadtwerken, dem Tiefbauamt, den Verkehrsbetrieben, der Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) und Telekommunikationsunternehmen durchgeführt - davon 168 Einzelprojekte und 124 koordinierte Projekte in abgestimmter, gemeinsamer Abwicklung. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2015 waren es noch 540 Bauvorhaben.

Wichtige Maßnahmen wird es 2016 zum Beispiel am Weinbrennerplatz und Umgebung geben. Hier kommt es, wegen einer Gleisauswechslung, wie auch in der Schillerstraße, zu einer Gleissperrung in den Sommerferien. Auch die westliche Kriegsstraße wird von den Maßnahmen betroffen sein. Bei der Honsellstraße wird die Brücke über die Alb erneuert. Die Linie 5 wird über den Zeitraum eingestellt. Das Durchkommen aus westlicher Richtung wird dadurch noch schwieriger.

Aber Auch Pendler auf den Straßen müssen sich zeitweise umstellen: Für Autofahrer wird es durch eine Baustelle bei der Ausfahrt Karlsruhe-Nord zwischen Juni bis Ende November zu Verkehrsverzögerungen kommen. Auch an der B3/B10 in Grötzingen ist zwischen April bis Ende Mai mit Beeinträchtigung des Verkehrs zu rechnen. Eine weitere Baustelle: Auf der B10 Höhe Knielingen brauchen Autofahrer wegen der Erneuerung einer Brücke starke Nerven. Hier soll etwa 12 Wochen gebaut werden.

Und auch in der Karlsruher City muss mit Einschränkungen gerechnet werden: Für die Kriegsstraße ist sogar eine Vollsperrung gedacht. Am 8. Mai soll sie wegen dem Abbruch der Fußgängerbrücke einen ganzen Tag gesperrt werden. Können diese Termine auch eingehalten werden? Lohmeyer gibt sich beim Pressetermin noch optimistisch. "Ich traue mich für 2016 Termintreue in Aussicht zu stellen", so der Baustellenmanager, im Prinzip sei alles so abgestimmt, das es funktioniert. "Alles im grünen Bereich".

"Wir selbst sind oftmals unzufrieden"

Die Maßnahmen seien auch alle notwendig, betont Lohmeyer. Bei den meisten Maßnahmen handle es sich oftmals um Instandsetzungen, die nicht auf die lange Bahn verschoben werden können. "Diese Sachen können wir nicht liegen lassen", verdeutlicht auch Gerhard Schönbeck, Leiter des Tiefbauamts der Stadt.

Obgleich die Bauarbeiten notwendig sind, treffen sich nicht immer auf Gegenliebe aus der Bevölkerung. Das weiß auch Lohmeyer, denn als Baustellenmanager fungiert er auch als zentrale Anlaufstelle für Beschwerden. Als Beispiel für eine erfolgreiche Baustellenkoordinierung führte Lohmeyer Maßnahmen in der Marstallstraße an. Hier konnten 2015 Beeinträchtigungen für Anwohner, Verkehr und Einzelhandel verringert werden, erklärt er beim Pressetermin am Montag.

Oftmals würden Beschwerden aber auch über Baustellen an das Tiefbauamt herangetragen, für die es gar keine Verantwortung trage. Als Beispiel führt Bürgermeister Michael Obert den Brückenbau in Weiherfeld an, für den nicht die Stadt, sondern die Deutsche Bahn verantwortlich sei. Denn etwa 75 Prozent der Projekte seien Fremdmaßnahmen und damit nicht in städtischer Hand. Außerdem komme es auch immer wieder durch private Maßnahmen zu Verzögerungen. "Wir selbst sind oftmals unzufrieden, aber mehr als reden und appellieren können wir in solchen Fällen nicht."

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