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Karlsruhe Zukunft der Karlsruher Kleingärten: Entscheidung über Umzug vertagt

Karlsruhe hat wie viele andere Großstädte ein Platzproblem. Um neuen Wohnraum zu schaffen, schlägt die Stadt daher vor, Kleingärten für den Wohnungsbau zu nutzen. Auf eine Entscheidung über die Zukunft ihrer Anlagen müssen Karlsruher Kleingärtner vorerst weiter warten.

Eigentlich hätte die Entscheidung, wie es mit den Karlsruher Kleingärten weitergeht, an diesem Dienstag im Gemeinderat fallen sollen. Konkret geht es um drei Anlagen im Stadtgebiet: die Flächen südlich des Rüppurrer Schlosses, nördlich des Städtischen Klinikums sowie in der Pulverhausstraße.

Diese Flächen sollen, so der Vorschlag der Stadt, in den Flächungsnutzungsplan 2030 aufgenommen werden. Damit wären die Areale für den Wohnungsbau ausgeschrieben. Für die betroffenen Kleingärtner würde das bedeuten, dass sie umziehen müssten. Die Stadt will hierfür Ausweichflächen zur Verfügung stellen. 

Bereits im Vorfeld der Gemeinderatssitzung stieß der Vorschlag der Stadtverwaltung auf Widerstand aus der Kult-Fraktion. Diese forderte den Erhalt der Gebiete und versuchte mit einem Antrag, die Umnutzung zu verhindern. "Kleingärten gehören unverzichtbar zur Karlsruher Stadtgesellschaft", lautete die Kritik.

Kleingärtner müssen weiter auf Entscheidung warten

In diesem Jahr wird die Entscheidung, wie es mit den Anlagen weitergeht, nun aber doch nicht mehr fallen. In einer Pressemitteilung informiert die Kult-Fraktion darüber, dass sie ihren Antrag auf Bitte der anderen Gemeinderatsfraktionen in den weiteren Planungsprozess zum Flächennutzungsplan verweisen lassen will. Damit wäre die Entscheidung fürs Erste vertagt.

"Wir erhoffen uns mit der Verweisung eine ausgewogene und unvoreingenommene Diskussion im Interesse der Kleingartenpächter", so die Kult-Stadträte in ihrer Pressemitteilung. Für Kleingärtner betroffene Kleingärtner bedeutet das wiederum, dass sie sich weiter gedulden müssen. Wann mit einer endgültigen Entscheidung über die Areale gerechnet werden kann, muss abgewartet werden.

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Kommentare (4)
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  •   Andreas
    (5 Beiträge)

    01.03.2017 22:26
    Todesurteil für ältere Gartenfreunde
    Die unnötige Vernichtung der Gartenanlagen wird zu todesurteil für die ältere Gartenfreunde. Die Arbeit im Garten also Bewegung sowie frische Luft, sowie Garten Bioprodukte halten die ältere Leute noch am Leben.
    Die Besuche der Enkeln, Familie und Freunde beim gemeinsamen Grillen machen im noch die letzte Freude.
    Ohne ihren Gärten in der nähe, ohne des Gefühls nützlich zu sein werden sie kaputt und in kurze Zeit sterben.
    Das ist doch nichts neues. Es ist Menschensfeindlich und bösartig. So viele neue Häuser kann man doch auch auf noch nicht erschlossenen grossen Flächen zu bauen, dort lohnt sich auch eine neue Infrastruktur zu erstellen. Mit älteren Mänschen geht aber nicht so !!!
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  •   Kscmaus2015
    (115 Beiträge)

    14.12.2016 09:55
    Gibt
    es in Ka nicht genug freie Flächen, zb unten auf der Hub zwischen Durlach und Hagsfeld.
    Oder in Durlach, wo gerade eine Tankstelle gebaut worden ist. Ist dahinter auch Platz Richtung Oberwaldstadion. Aber nein man muss Kleingärtner ihre gut gepflegten Gärten nehmen.
    Unglaublich.
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  •   Walpersberg
    (68 Beiträge)

    14.12.2016 01:18
    Warum baut
    man die Wohnungen nicht auf den vorgesehenen Ausgleichsflächen? Ist doch Jacke wie Hose. Da muss man doch nicht den Kleingärtnern ihre Hütten plattwalzen, die können sie nicht mitnehmen. Würde es dann da Ausgleichszahlungen geben?

    Ich finde das perfide und dermassen unnnötig. Wenns keinen Platz hat kann eben auch kein Zuzug erfolgen. Gut so, denn wer will den schon?
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  •   Malerdoerfler
    (3491 Beiträge)

    13.12.2016 23:25
    Extrem unnötig
    Jetzt auch noch den Kleingärtnern die Laune zu versauen.
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