10  

Karlsruhe ZKM-Chef Weibel gegen Kunstprojekt in Karlsruhe U-Strab-Haltestellen

Kurz vor der Entscheidung des Karlsruher Gemeinderats an diesem Dienstag zu einem U-Bahn-Kunstprojekt von Markus Lüpertz bekommen die Gegner Schützenhilfe: Peter Weibel, Direktor des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), sieht wegen einer fehlenden Ausschreibung nicht nur demokratische Spielregeln in Gefahr.

Er wendet sich auch gegen den religiösen Charakter des geplanten Kunstwerks. Eine private Initiative setzt sich dafür ein, die Stationen der künftigen Karlsruher U-Bahn mit großformatigen Keramiktafeln des Künstlers zu bestücken und sie so zur Kunstmeile zu machen. Thema der Lüpertz-Tafeln: "Genesis - 7 Tage des Herrn".

Mehr zum Thema:

Gemeinderat tagt: Lüpertz-Kunst, Festtickets und Stadtmarketing

Lüpertz-Streit: Könnte Karlsruhe von den Majolika-Tafeln profitieren?

Lüpertz-Kunst an Haltestellen: "Nicht nur teuer, sondern auch langweilig"

Lüpertz-Kunst in Haltestellen: "Nein" ist durchaus eine Antwort!

Majolika-Fliesen für Haltestellen? Lüpertz-Kunst könnte teuer werden

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (10)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   kommentar4711
    (1457 Beiträge)

    Danke, Herr Weibel!
    Schön, dass sich auch mal jemand prominentes traut dem Mund auf zu machen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   ingrid333
    (104 Beiträge)

    kunst
    Es gibt in Karlsruhe so tolle Graffiti Künstler, warum dürfen die nichts im Untergrund gestalten. Religiöse Motive gehören nicht in den Untergrund. Die Innenstadt ist schon katastrophal, macht wenigstens den Untergrund schön.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (8970 Beiträge)

    !
    Die braucht man nicht ordern, die kommen von selbst und gestalten umsonst ... zwinkern
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   ingrid333
    (104 Beiträge)

    Untergrund
    Es gibt tolle Graffitis, meinte nicht die Schmierereien. Gute Sprayer machen das auch nicht kostenlos.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Petzi
    (246 Beiträge)

    Leute...
    egal, was als "Kunst" in den U-Bahn-Haltestellen hängt: Spätestens nach 10 Tagen sind die Wände sowieso mit der Schmiererei der ach so tollen Sprayer versaut. Sieht man doch auch seit Jahren, egal wo man hinschaut. Da kann von Kunst auch keine Rede sein.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   kommentar4711
    (1457 Beiträge)

    In dem Fall
    .... würde ich sogar ein paar Euro für die Spraydosen spenden wenn mich ein Sprayer darum bittet.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   uwoya
    (68 Beiträge)

    Engstirnig
    Wie kann man nur so engstirnig sein. Nur um seine eigenen Pfründe nicht zu gefährden und weil man der Meinung ist seine historischen Wurzeln endgültig zu vergessen, wird hier versucht ein Examples zu statuieren. Wir haben nun mal eine abendländlich geprägte Geschichte. Andere Kommunen lachen vermutlich mit Recht über Karlsruhe. Nebenbei bemerkt: Vielleicht wäre einigen ja ein roter Stern oder Halbmond lieber. Wo wären da die Proteste. Und sich dann dahinter zu verstecken, das wegen einer fehlenden Ausschreibung die Demokratie in Gefahr sei. Macht der Herr Weibel auch jedesmal eine Ausschreibung, wenn er was produziert oder produzieren lässst was wir dann als Kunst zu betrachten haben ?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    Engstirnig ist das mit -und von- Lüpertz....
    ...NICHT das was dagegen spricht.

    Es solllte jedem einsichtig sein, daß eine Gestaltung eines öffentlichen Platzes nicht so aus dem Handgelenk heraus und freihändig einfach zugunsten eines Bestimmten "zugeteilt" und verschoben werden kann.

    Angesichts der Kunstaffinität in Karlsruhe, z.B. als Standort der Kunsthochschule und des ZKMs wäre es doch sinnvoll, da etwas zu bringen, was aus DIESER Richtung kommt.

    Wieviel Geschiebe und Gemauschel will man denn noch zulassen? Herr L. will sich -erkennbar- ein Denkmal setzen, Herr Goll kassiert eine saftige Provision für nix und die eher ruinös wirtschaftende Majolika hat wieder Geld in der Kasse.

    Meines Erachtens sind das doch alles überbezahlte Minderleister. Last mal jemand ran, der die Kohle braucht, noch hungrig ist und was zu sagen hat.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Route66
    (840 Beiträge)

    ???
    Jetzt mal ganz ehrlich.
    Das ist Äpfel mit Birnen verglichen.
    Wozu sollte das ZKM für seine Kunst an einer Ausschreibung teilnehmen? Wird die der Stadt verkauft? Wird die irgendwo gegen Bezahlung verbaut?
    Was spricht gegen eine solide Ausschreibung für die horrenden Summen der Verschönerung des Tunnels? Was genau? Das ist doch sonst auch üblich, nur in diesem Fall nicht????
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   IchKA
    (320 Beiträge)

    Geht gar nicht
    Weibel hat völlig recht. Es geht doch nicht an, dass ohne Wettbewerb Architektur und Kunst im öffentlichen Raum mit der Geldbörse einer Finanzoligarchi gestaltet wird. Nach dem Motto: ich kauf mir mein Stadtbild.
    Sehr mutig von Weibel Tacheles zu reden.
    Jeder soll ja seinen Glauben leben, wie er möchte, aber religiöse Motive gehören in die Kirchen und nicht in den öffentlichen Raum einer U-Bahn. Dass Anton Goll noch Provision zieht, falls ihm das eingefädelte Geschäft gelingt ist skandalös. Dazu kommt dass Lüpertzkunst meist einfach grauslich ist. Das will ich mir nicht an allen Stationen bis in die Ewigkeit anchauen müssen. Keine religiösen Motive und bitte die Genesis eines fairen Wettbewerbs mit künstlerischer Vielfalt., denn es gibt genug gute Künstler, die uns sicherlich nicht so einen Mist verkaufen wollen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben