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Karlsruhe Wohnen, kaufen, fahren: Karlsruhe legt Leitbild für die Zukunft fest

Welchen Aufgaben muss sich Karlsruhe in den kommenden Jahren stellen? Die Antwort auf diese Frage soll in der Fächerstadt das "Räumliche Leitbild" geben. In Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft und Fachleuten hat die Stadt einen Plan ausgearbeitet. Am Dienstag soll der Gemeinderat grünes Licht für die Ideen geben.

Bereits seit Jahren wächst Karlsruhe unaufhörlich. Rund 312.000 Menschen lebten Ende des Jahres bereits in der Badischen Residenzstadt - und bis 2035 werden es noch mehr werden. Dieses Wachstum stellt Karlsruhe in den kommenden Jahren aber auch vor Herausforderungen. Aus diesem Grund erarbeitet die Stadt seit Jahren Grundlagen und Pläne, um Strategien für die Zukunft festzulegen.

Bürger, Planer und Politiker legen sieben Schwerpunkte fest

Bereits seit 2013 steht die Idee eines Räumlichen Leitbilds für die Fächerstadt im Raum. Seither gab es sowohl 2014 als auch 2015 öffentliche Planungswerkstätten. Am Dienstag sollen die Karlsruher Stadträte den über Jahre hinweg erarbeiteten Plan mit ihrer Entscheidung verbindlich machen.

Zwischen Planern, Politik, Gremien und Bevölkerung wurden im Leitbild insgesamt sieben Stoßrichtungen benannt: "Klare Konturen", "Grüne Adressen", "Starke Mitte", "Mehr Wohnen", "Coole Quartiere", "Dynamisches Band" und "Urbane Nähe". Die im Leitbild erarbeiteten Strategien sollen dann künftig den Rahmen für planerische Entscheidungen festlegen, sie dienen als "planerische Leitplanken". Manche Visionen sind eher abstrakt, andere wiederum schon sehr konkret.

Klare Konturen und eine starke Stadtmitte

Ein Anliegen im Leitbild: Künftig soll Ankommenden deutlicher gezeigt werden, wo Karlsruhe eigentlich beginnt. "Die Kontur als Stadtkante sowie die Eingangsbereiche und Stadteingänge werden baulich oder landschaftsarchitektonisch so gestaltet, dass sie gute Orientierung bieten", heißt es im Leitbild. Zudem sollen die Ränder zwischen den Stadtteilen durch klare Gestaltung sichtbar gemacht werden.

Dabei soll vor allem die Kernstadt als "dichtes, gemischtes und repräsentatives Zentrum" gedacht werden. Die Vorschläge des Leitbilds: Die Innenstadt soll als Korridor nach Süden erweitert werden und damit die Kriegsstraße "überwinden". Das Bahnhofsquartier soll darüber hinaus Adresse für Gewerbe und Dienstleistungen städtebaulich entwickelt, die Innenstadt Ost wiederum zum Einzelhandels- Wirtschafts- und Kulturstandort gestärkt werden.

Mehr Bäume, Wiesen und Wasser für die Karlsruher

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Leitbilds stellt das Zusammenspiel von Stadt und Landschaft dar. Zwei Landschaftsräume ragen nach Aussage der Stadt als zukünftige Handlungsfelder für die Stadtentwicklung heraus: der Hardtwald und der Rhein. So sieht das Leitbild beispielsweise vor, den Rheinpark zu einem neuen Erholungs- und Erlebnisraum weiterzuentwickeln. Und auch der Hardt- als auch der Oberwald sollen zu Naherholungsgebieten ausgestaltet werden.

In eine ähnliche Richtung schlägt auch die Stoßrichtung "Coole Quartiere". Die Stadt plant, "das  innere Grünsystem durch Sicherung von Kaltluftleitbahnen und Verbindung der Freiräume zu stärken" und durch Kühlung und Verschattung durch Bäume, Wiesen oder Wasser die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu verbessern. Gleichzeitig sollen künftig weniger aufheizende Materialien zum Einsatz kommen.

Und auch in Sachen Mobilität legt das Leitbild klare Richtungen für die künftige Entwicklung fest. Fahrrad- und Fußwegenetze sollen ausgebaut und die Stadtbahn- sowie Straßenbahnhalte enger an Fußwege, Carsharing- und Bikesharing-Angebote geknüpft werden.

Das Räumliche Leitbild für Karlsruhe geht auf die Zielgerade. Für Donnerstag, 15. Dezember, lädt das Stadtplanungsamt alle interessierten Bürger ab 19 Uhr zu einer Präsentation der Ergebnisse in das Neue Ständehaus ein. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Das gesamte Leitbild finden Sie hier (Link führt auf externe Seite).

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Kommentare (6)
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    11.12.2016 03:50
    Ein
    unfassbares Geschwalle, da wirds einem beim Lesen schlecht. Und es ist ganz klar, dass es nur Geschwalle ist, denn umsetzen wird das keiner von den Laberköpfen. Was machen die eigentlich beruflich?
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  •   Propagandahilfskraft
    (1077 Beiträge)

    11.12.2016 04:47
    Was machen die beruflich? Ja was den wohl?!
    Schwallen, Schwallen und nichts als Schwallen! Und dabei auf jeden Fall alle verfügbaren Daten und Fakten ignorieren, den sonst klappt es mit dem Schwallen nicht mehr so frei und unbefangen. Dafür gibt es dann ganz viel Geld sowie Schnittchen und Schampus.
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  •   fuzzynervzwerg
    (1148 Beiträge)

    09.12.2016 12:14
    Was da formuliert wird
    sind eigentlich pure Selbstverständlichkeiten.

    Diese nochmal ewig lange zu diskutieren und dann aufzuschreiben, ist in meinen Augen Ressourcenverschwendung. Das damit beschäftigte Personal und das nötige Kleingeld werden anderswo dringender gebraucht.

    Man vergesse nie: Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1077 Beiträge)

    10.12.2016 15:17
    Was da fabuliert wird ...
    ... basiert auf der vollkommen falschen Annahme die Entwicklung von 2010 bis 2015 einfach linear weiterinterpolieren zu können. Und genau das ist definitiv falsch. Wenn die Planungen fertig sind, dann sind diese bereits Makulatur, also Abfallpapier. Fast alle kleineren Städte unter ½ Mio. wohnberechtigte Bevölkerung, die Hochschulstandorte mit einem bereits (fast) zweitstelligen Anteil an Studenten an der wohnberechtigten Bevölkerung haben, werden bald in so eine Entwicklung kommen.

    Diese Entwicklung hat die verstorbene FTD bereits 2013 vorhergesagt, so überraschend und unerwartet kommt das also nicht. Allerdings wurden damals einige Faktoren nicht berücksichtigt, da man diese noch nicht auf dem Schirm hatte bzw. diese noch nicht existent waren. Studienbeühren für Nicht-EU-Ausländer und Zweitstudium, Förderung der dualen Bildung und weg vom Studium, abzeichnendes Überangebot an Absolventen und Anpassung des Verhaltens der Abiturienten bei der Berufswahl ...
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  •   Propagandahilfskraft
    (1077 Beiträge)

    09.12.2016 11:48
    Das ist ja mal wieder ...
    ... tolles Bullshit-Bingo! Die Realität wird diese Schwätzer noch in ihren Luftschlössern einholen. Zuerst mal werden die doppletne Jahrgänge durch die G9 auf G8 Umstellung und das Aussetzen der Wehrpflicht sinken. Die Studentenzahlen stark zurückgehen und wieder Werte um die 30 Tsd. wie gegen 2010 erreichen. Die Absolventen werden Karlsruhe auf der Suche nach dem goldenen Arbeitsplätzchen mehrheitlich verlassen.

    Das gibt dann erst mal rund 2.000 weniger Arbeitsplätzchen. Dazu fallen dann die ganzen studentischen Minijobs weg, da die Geschäftsmodelle eben keine regulären SV-pflichtigen Arbeitsplätzchen tragen würden. Das sind dann noch mal mindestens 5.000. Der Job-Boom macht BOOOM! Die Einwohnerzahlen werden natürlich auch um rund 10 Tsd oder mehr sinken. Damit wird der Wohnungsmarkt stark entlastet und die Leerstandsquoten dem entsprechend ansteigen. Die Immobilienblase wird platzen. Das alles wird ab jetzt bis etwa 2020 abgehen, so nix grundlegendes passiert.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1077 Beiträge)

    09.12.2016 12:00
    Die Zahlen sind offen verfügbar!
    Jeder kann sich die Zahlen zu den einzelnen Themen und dazu noch die Zahlen aus Karlsruhe leicht besorgen. Früher war es mit SISKA, dem Statistischen Informations-Service Karlsruhe leichter als heute mit den Daten aus den statistischen Jahrbüchern. Leider wurde SISKA eingestellt. Der aktuelle Niveau-Limbo steht wohl unter dem Motto: „Wir reden uns die Lage schön!“?

    Ausweitung der Innenstadt nach Süden? Wozu? Noch mehr Ein-Euro-Shops? Die Gewerbeimmobilien in der Innenstadt sind doch jetzt schon nicht voll zu bekommen. Wohnungsmangel? Was nun? Neue Wohnungen oder Grünflächen? Und haben wir wirklich einen Wohnungsmangel? Da ist ein Geldmangel bei den Nachfragern, die Mieten und Preise sind zu hoch. Da muss der soziale Wohnungsbau gefördert werden und die Spekulanten lässt man in der nun kommenden Blase hopps gehen und gut ist’s.

    Bei der verdrehten Weltsicht unserer Stadtfürsten kann beim Versuch einer Steuerung für die Zukunft nichts Gutes heraus kommen.
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