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Karlsruhe "Tag der deutschen Zukunft": Karlsruher AfD distanziert sich von Kundgebungen

Die AfD Karlsruhe zeigt sich anlässlich des in Durlach stattfindenden „Tags der deutschen Zukunft“ besorgt und ruft nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Gegendemonstranten zu Friedfertigkeit und Einhaltung von Recht und Ordnung auf. Das geht aus einer Pressemeldung hervor.

"Die Alternative für Deutschland steht für Demokratie, Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und Rechtsstaatlichkeit sowie für die Bewahrung dieser Werte in der Tradition unserer deutschen Heimat. Wir setzen uns mit ganzer Kraft dafür ein, diesen Prinzipien wieder Geltung zu verschaffen, in Deutschland und in Europa", so Dr. Paul Schmidt, Stadtrat und Sprecher des Kreisverbandes in einer Pressemeldung.

"Extremistische Positionen jedweder Art gehören nach unserem Selbstverständnis gerade nicht dazu. Es ist bedauerlich, dass unser schöner Stadtteil Durlach mit seiner friedliebenden und vielfältigen Bürgerschaft durch eine Gruppierung ohne regionalen Bezug als Bühne missbraucht wird, um nachweislich rechtsextreme Positionen zu propagieren", führt Marc Bernhard, Stadtrat und AfD Bundestagskandidat für Karlsruhe weiter aus.

"Wir wollen die Würde aller Menschen, die Familie mit Kindern, unsere abendländische christliche Kultur, unsere Sprache und Tradition in einem friedlichen, demokratischen und souveränen Deutschland erhalten. Sowohl Rechts- als auch Linksextremismus lehnen wir daher entschieden ab", betont Jan Wettach, Sprecher des Ortsverbandes Durlach-Grötzingen-Bergdörfer.

Jedoch gehört das Versammlungs- und Demonstrationsrecht als eines der Kernelemente zu unserer verfassungsmäßigen Ordnung und ist von allen demokratischen Kräften zu achten. "Wir rufen daher nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Gegendemonstranten auf, diese Grundsätze und die geltenden Gesetze im Sinne des Gemeinwohles zu respektieren und sich mit gegenseitiger Achtung und Respekt zu begegnen", so Schmidt.

Aktualisierung, 16.59 Uhr:

Die Linke-Kreisverband Karlsruhe wirft der AfD Karlsruhe ein falsches Spiel vor. Das geht aus einer Pressemeldung hervor. Dazu der Karlsruher Bundestagskandidat der Linken Michel Brandt: "Die AfD Karlsruhe täuscht bewusst die Bevölkerung. Auf ihren Veranstaltungen sind zahlreiche lokale Neonazis als anwesend, die trotz Hinweisen anderer Besucher geduldet werden. Die AfD Ettlingen ruft regelmäßig zur Teilnahme an den rechtsextremen Aufmärschen von 'Karlsruhe wehrt sich' auf. Auf deren Kundgebungen wurde schon die Rückkehr zum Nationalsozialismus gefordert."

Michel Brandt weiter: "Sowohl auf Bundes- als auch Landesebene wird von führenden Vertretern der AfD ein völkisches Denken verbreitet, der Holocaust relativiert und regelmäßig gegen Andersdenkende gehetzt. Die AfD und die am 3. Juni aufmarschierenden Neonazis sind letztendlich Brüder im Geiste."

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  •   Ozeiger
    (988 Beiträge)

    22.05.2017 03:22
    Noch ein Kommentar
    zur Aktualisierung.

    Die AfD Karlsruhe täuscht bewusst die Bevölkerung. Auf ihren Veranstaltungen sind zahlreiche lokale Neonazis als anwesend, die trotz Hinweisen anderer Besucher geduldet werden.

    Ich bin keinesfalls ein Anhänger der AfD oder von Neonazis, aber solange sie brav bleiben MÜSSEN sie geduldet werden. Nur weil einer Fürz im Hirn hat kann noch lange kein Platzverweis ausgesprochen werden.
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  •   Joerg_Rupp
    (1837 Beiträge)

    22.05.2017 06:15
    Nein, müssen sie nicht
    als Veranstalter ist man Hausherr und kann Menschen von seinen Veranstaltungen ausschließen. Mit kritischen Fragern machen sie es ja auch - oft unter Einsatz von Gewalt. Dass sie Neonazis dulden, sagt daher etwas aus.
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  •   silberahorn
    (9174 Beiträge)

    22.05.2017 07:13
    Gespannt
    kann man sein, was dann morgen im Ständehaus gemacht wird. Es kommen sicher auch Rechte. Allerdings wird man nicht alle erkennen. Aber falls doch, was mache dann die Unterstützer vom Netzwerk gegen Rechts?
    Hinweise geben? Und was macht dann der Veranstalter? Auf Verdacht hin Leute aus dem Saal verweisen, wenn eine Vizepräsidentin des deutschen Bundestags spricht?
    Man kann allenfalls mitteilen, dass man mit einigen Gästen nicht zufrieden ist.
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  •   107
    (115 Beiträge)

    20.05.2017 20:20
    Immer sind es die Falschen, die auf die falschen einprügeln.
    Hat jemand meinen völkerrechtlich verbindlichen Friedensvertrag gesehen ?
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  •   Garrincha
    (286 Beiträge)

    19.05.2017 18:05
    Karlsruhe braucht KEINE rechten Stinkstiefel
    weg mit dem ganzen braunen Dreck und ihren alternativen Helferlein.
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  •   Nachteule
    (300 Beiträge)

    19.05.2017 16:39
    Die Kommunisten erklären uns die Welt
    Es darf gelacht werden...
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  •   HerrNilson
    (92 Beiträge)

    19.05.2017 18:03
    Die Rechten
    wollen uns die Welt erklären. Weiterlachen.
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  •   Mondgesicht
    (1398 Beiträge)

    20.05.2017 16:55
    Rechtsextreme und Linksextreme
    wollen der demokratisch eingestellten Mehrheit der Bevölkerung ihre Ideologie aufzwingen.

    Warum wohl neigen diese Gruppen stets zu Gewalt? Weil sie keine Argumente haben und weil sie in den Augen der Mehrheit nichts anderes sind als ein zwar lautes, aber letztlich unwichtiges Häuflein. Sie suchen nach Aufmerksamkeit und haben sie mit dem 3. Juni gefunden. Rechts- und linksextreme Gruppen bekommen glänzende Augen, wenn sie an diesen Tag denken, an dem sie sich präsentieren können. Die Mehrheit der Bevölkerung bekommt derweil Brechreiz.
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  •   Joerg_Rupp
    (1837 Beiträge)

    21.05.2017 07:34
    es sit das Wesen der
    Demokratie, dass Gruppen Aufmerksamekeit suchen. Das ist überhaupt nicht verurteilenswert. Auch stimmt es nciht, dass beide Gruppen keine Argumente hätten. Im Falle der Rechtsradikalen fragt sich nur, welche.
    Dass Menschen in diesem Land eine besondere Verpflichtung haben, sich Rechtsradikalen entgegenzustellen, halte ich für absolut gerechtfertigt. Das ist die historische Verantwortung, die aus dem Verhalten unserer Großeltern geboren ist, die die Nazis haben gewähren lassen, ja, mitgemacht haben.
    Dass jemand wie Sie zur Mehrheit der Bevölkerung gehört, bei den Argumenten, die Sie hier vortragen, darf bezweifelt werden.
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  •   Freigeist1
    (403 Beiträge)

    21.05.2017 23:38
    man kann die Veranstaltung der Rechtsradikalen
    aber vielleicht auch erst aufwerten und hypen durch übersteigerte Wahrnehmung und aktionistische Gegenveranstaltungen. Ignorieren und totlaufen lassen ist auch eine Alternative, ich z.B. fahre in aller Seelenruhe wie ohnehin geplant in Urlaub. Die AfD-Mitteilung ist natürlich ein Witz, das wird niemand ernst nehmen, der Bernd Höcke und Co. kennt.
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