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Karlsruhe Streit um AfD-Mann Jongen: Karlsruher HfG-Dozenten beziehen Stellung

Anfang Dezember war Marc Jongen, Dozent an der Hochschule für Gestaltung (HfG) und AfD-Mitglied, in die Kritik geraten. Die Hochschule stellte sich in einer Presseerklärung hinter ihren umstrittenen Mitarbeiter. In einer Pressemitteilung ergänzen mehrere Lehrende der Hochschule die Stellungnahme der Hochschule um Punkte, die ihr Verständnis von der Lehrtätigkeit und Hochschularbeit an der HfG betreffen.

Im Fall des umstrittenen Dozenten Marc Jongen der Hochschule für Gestaltung (HfG) melden sich mehrere Lehrende der Hochschule in einer Pressemitteilung zu Wort. "Anlass unserer Mitteilung ist die Erfahrung, bei öffentlichen und externen Veranstaltungen zunehmend auf die Situation an der HfG Karlsruhe angesprochen zu werden", heißt es in einer Pressemitteilung von vergangenem Freitag.

"Parteimitgliedschaft ist kein Anlass für eine Rüge"

Jongen war Anfang Dezember durch seine Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland (AfD) in die Kritik geraten. In einem offenen Brief hatten mehrere Dozenten von gestaltenden Hochschulen Vorwürfe gegen den Mitarbeiter der HfG Karlsruhe erhoben. Darin forderten sie die Hochschule auf, zu den Schriften Jongens Stellung zu beziehen. "Gerade von der HfG Karlsruhe, die als inoffizielle Erbin der weltberühmten und politisch progressiven HfG Ulm gilt, erwarten wir, dass sie die Neue Rechte nicht salonfähig macht", schreiben die Autoren in ihrem öffentlichen Brief.

Die Hochschule verwies in einer Stellungnahme darauf, dass ihr die Parteimitgliedschaft Jongens bei der AfD durchaus bekannt sei. "Bei der AfD handelt es sich um eine als verfassungskonform eingestufte Partei", so die Hochschule. Eine Mitgliedschaft in einer politischen, verfassungskonform eingestuften Partei ist aus Sicht der Hochschule eine reine Privatsache. "Eine solche Mitgliedschaft stellt, solange die politische Tätigkeit des Mitglieds dessen hochschulspezifische Arbeit nicht tangiert, keinen Anlass, dieses Mitglied der Hochschule zu rügen", heißt es in der Stellungnahme.

In ihrer Stellungnahme betonte die Karlsruher Hochschule aber auch, dass sich das Rektorat uneingeschränkt zur Initiative der Hochschulrektorenkonferenz "Weltoffene Hochschulen - gegen Fremdenfeindlichkeit" bekenne. Das geht den Dozenten Michael Clegg, Anja Dorn, Urs Lehni, Armin Linke, Andreas Müller und Sereina Rothenberger nicht weit genug. In einer gemeinsamen Presseerklärung ergänzen sie die Stellungnahme der Hochschule von Anfang Dezember um für sie wichtige Punkte.

"Wir verwahren uns gegen Diskriminierung, Frauenfeindlichkeit und soziale Exklusion"

"In unserer künstlerischen, gestalterischen und wissenschaftlichen Lehr- und Forschungsarbeit sowie in der akademischen Selbstverwaltung verwahren wir uns gegen jede Form der Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und sozialen Exklusion und setzen uns für Toleranz, Offenheit und Inklusion ein", heißt es in der Pressemitteilung. Konkret bedeute dies, dass sich die Dozenten nach eigener Aussage in ihren Lehrtätigkeiten kritisch mit allen Formen der Ideologisierung auseinandersetzen.

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"Wir möchten unseren Studierenden im Studium das notwendige methodische Rüstzeug an die Hand geben, mit dem sie politische Einseitigkeiten erkennen, ideologische Verhärtungen auflösen und für eine Gesellschaft der Vielfalt und Offenheit eintreten können", so die Professoren. Zudem wolle man künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten in den Dienst von Kritik und Toleranz stellen. Des Weiteren wolle man sich durch "institutionspolitisches Engagement" gegen Diskriminierung und Benachteiligung von Minderheiten an der Hochschule einsetzen.

"In einer Zeit lebend, in der eine drastische Unterrepräsentation und Benachteiligung von Frauen in öffentlichen Stellen und Ämtern nach wie vor dominiert, setzen wir uns nicht nur für die Umsetzung des Gleichstellungsplans unserer Hochschule ein, sondern wenden uns auch gegen Formen der strukturellen Diskriminierung im Hochschulalltag", schreiben die Professoren, "unsere Überzeugung von den positiven Effekten des Gender-Mainstreaming bringen wir in die politischen Prozesse der Hochschulpolitik ein. Es ist uns ein dringendes Anliegen, Migration und die Integration von Minderheiten als eine Chance für Veränderungen in der Mehrheitsgesellschaft zu erkennen. Wir werten es als enormen akademischen Gewinn, heute und in den kommenden Jahren verstärkt mit neuen kulturellen Erfahrungen konfrontiert zu sein."

Entsprechend bestärke und unterstütze man die Studierenden in ihrem persönlichen Engagement wie etwa in der Flüchtlingshilfe – aber auch in zahlreichen anderen sozialen und politischen Initiativen, die sich für die Unterstützung gesellschaftlicher Minderheiten einsetzen.

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  •   Lutheranus
    (10 Beiträge)

    25.12.2015 10:38
    Was zählt eigentlich in diesem Staat
    Die Gegner von Herrn Jongen haben sich selbst entlarvt. Sie sprechen von Toleranz und machen dabei deutlich, wie weit weg die 68er Ideologen und ihre Klientel genau davon ist. Denn anscheinend ist für sie nicht mehr wichtig, ob jemand in seinem Fach etwas leistet, sondern nur noch, welche ideologische Haltung her einnimmt. Und wer es da wagt, an von Gott vorgegebenen Werten festzuhalten und daher den Wahnideen von Aufklärung, Feminismus und Gender Mainstreaming zu widerstehen, der ist allemal verdächtig und hat keine Arbeitsberechtigung. All das ist doch aus der Geschichte bekannt und erinnert sehr an die Hitlerzeit und die DDR. Herr Jongen hat keinerlei extremistische Äußerungen getätigt, die AfD ist, wie auch die Hochschulleitung bestätigt hat, eine verfassungskonforme Partei. Das sollte wohl genügen.
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  •   RalphHarro
    (88 Beiträge)

    23.12.2015 15:15
    Ok, dann spreche ich mit denen und sie mit den Millionen, die von den US
    in den Jahren in dem dieser Staat seine Weltherrschaft aufbaute und verteidigte, getötet oder verstümmelt wurden.
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  •   RalphHarro
    (88 Beiträge)

    23.12.2015 14:39
    "Das dunkle Deutschland", hat der Spiegel neulich
    behandelt.

    Gemeint hat er natürlich nicht die wannabe Denunzianten und CDU/CSU/SPD oder Grün nahen Protagonisten der Hochschule, sondern die Rentner, Arbeiter, ja ganze Familien, die aus Angst um ihre Zukunft mit der PEGIDA demonstrieren und AfD wählen.
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  •   VincentVega
    (316 Beiträge)

    23.12.2015 11:19
    Im Endeffekt ist das nichts anderes als das Ausleben einer offensichtlichen Profilneurose
    dieser Empörungsprofis, die hier versuchen, aus nichts einen Eklat zu machen und mit Hilfe gewisser Medien am Leben zu halten. Lesen, lachen, wegklicken. Die sollen sich auf ihren Lehrauftrag konzentrieren und die Politik vom Arbeitsplatz fern halten. Irgendwie erinnert mich das an einen gewissen Jörg R. aus M., der offensichtlich eine gewisse Lust dabei empfindet, Busfahrer wegen ihrer Oberbekleidung bei ihrem Arbeitgeber zu denunzieren und dafür zu sorgen, dass sie ihren Job verlieren. Früher nannte man das Denunziant, heute Whistleblower.
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  •   Daxlander
    (742 Beiträge)

    23.12.2015 11:59
    Denunziant
    Zwischen Denunziant und Whistleblower sehe ich einen gewaltigen Unterschied.

    Ein Denunziant weiß, dass sein schäbiges Verhalten sehr negative Folgen für seine Opfer haben wird. Er denunziert um sich selbst zu erhöhen und oder um persönliche Vorteile zu erhalten. Oft handelt es sich um Personen mit einer schwachen Persönlichkeit.

    Ein Whistleblower riskiert seine Freiheit oder gar sein Leben um über Tatsachen zu berichten, die von Speichelleckern und Anzeigenumfeldgestaltern gern verschwiegen werden.
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  •   VincentVega
    (316 Beiträge)

    23.12.2015 20:46
    Dann nennen wir sie doch weiterhin Denunzianten,
    das triffts vielleicht besser.
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  •   Familienvater
    (537 Beiträge)

    23.12.2015 13:26
    Das hat man bei Snowden gerade gesehen...
    Was für ein edler Mensch... Hochverrat wird salonfhähig...
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  •   RalphHarro
    (88 Beiträge)

    23.12.2015 14:30
    Es soll sogar Leute geben, die sich von Snowdon nicht
    verraten fühlen. Sie gehören sicherlich nicht dazu. Ich schon
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  •   lamboraser
    (459 Beiträge)

    23.12.2015 22:18
    Der hat
    nichts erzählt was man nicht sowieso schon wusste und ist schon durch sein Alter verdächtig. Was hat der geglaubt was er macht als er zum Geheimdienst ging? Fliesen legen?
    Alles konstruiert, die komplette Geschichte und der Typ dazu.

    Gut, die Leute sind drauf reingefallen. Ich kann über die nur lachen. Genauso wie dieser Profilneurotiker Assange.

    Whistleblower, lächerlich. Das sind die die aufm Schulhof verschlagen wurden und das zu Recht. Verräter, elende.
    Und der Typ mit dem Busfahrer gehört auch dazu. Irgendwann holt ihn das ein.
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  •   Familienvater
    (537 Beiträge)

    23.12.2015 15:00
    Das erzählen Sie dann auch bitte den Angehörigen der US-Soldaten,
    die durch seinen Verrat ums Leben gekommen sind.
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