Karlsruhe Siebenjährige erstochen: 29-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt

Das Landgericht Karlsruhe hat am Freitag einen 29-Jährigen zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt. Er hatte bereits beim Prozessauftakt am Dienstag gestanden, für den gewaltsamen Tod der siebenjährigen Tochter seiner Frau verantwortlich zu sein.

Wie der Richter am Freitag nach der Urteilsverkündung resümierte, war der 29-Jährige am Abend des 18. Mai dieses Jahres gewaltsam in die Wohnung einer Freundin des Ehepaars in Wolfartsweier eingedrungen. Dort verletzte er die siebenjährige Tochter seiner Frau mit insgesamt acht Messerstichen so stark, dass diese wenige Tage nach der Tat im Krankenhaus verstarb

Zum Zeitpunkt der Tat hielten sich in der Wohnung allerdings nur das Opfer und zwei weitere Kinder auf. Das war dem Angeklagten klar, ist sich die Strafkammer am Freitag sicher. Auch an der Tatsache, dass der Angeklagte ein Messer mit sich führte, erhebt das Gericht keine Zweifel mehr.

Angeklagter überraschte wehr- und argloses Opfer

Den Grund für die Tat sieht der Richter vor allem wegen der Beziehung zwischen dem Angeklagten und seiner Stieftochter einzig und allein in der Rache an der Mutter des Opfers. Da kein anderes Motiv denkbar sei und weil die Siebenjährige zum Zeitpunkt der Tat sowohl wehr- als auch arglos war, fiel das Urteil eindeutig auf Mord.

Eine volle Schuldschwere liege wegen diesen beiden Mordmerkmalen aber auch wegen der massiven Gewalteinwirkung des Angeklagten gegenüber des Mädchens vor. Hinzu käme, dass der 29-Jährige bewusst in der Abwesenheit der Mutter handelte.

Noch vor der Urteilsverkündung entschuldigte sich der Angeklagte erneut bei den Angehörigen und bedankte sich bei den Ärzten, die versuchten das Opfer nach der Tat zu retten. "Ich habe einen Fehler gemacht, der nie wieder gut zu machen ist," so der 29-Jährige am Freitag.

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