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Karlsruhe Pippis Papagei gerettet: Karlsruher Zoo-Chef verrät die ganze Geschichte!

Es ist eine Story fürs Herz: Pippi Langstrumpfs Papagei "Rosalinda" drohte die Einschläferung im Tiergarten Malmö. Als Karlsruher Zoo-Direktor Matthias Reinschmidt davon hörte, engagierte er sich sofort für die Rettung des Ara-Papageis sowie seiner Partnerin. Für den Papageien-Experten selbstverständlich: "Ich habe quasi mein ganzes Leben nichts anderes gemacht als mich mit Papageien zu beschäftigen."

Der Ara-Papagei "Rosalinda" - bekannt aus der Kinderserie Pippi Langstrumpf - heißt im echten Leben Douglas. Ihm und seiner Partnerin "Goyan", ein Gelbbrust-Ara, drohte in Schweden der Tod. Für eine weitere Haltung waren die Umstände in Malmö laut Auflagen nicht mehr artengerecht, der Käfig zu klein. Karlsruher Zoo-Chef Matthias Reinschmidt erzählt im persönlichen Gespräch mit ka-news, wie er von der Papageien-Notlage erfahren hat.

"Rosalinda' muss nach Karlsruhe - denn wir sind die Besten!"

"Ich habe davon in der Zeitung gelesen und dann meiner Sekretärin gesagt: Rufen Sie da mal an", so Reinschmidt. Nachdem keine Lösungen vor Ort gefunden werden konnten, stand für den Zoo-Direktor fest: "'Rosalinda' muss nach Karlsruhe, denn wir sind die Besten!"

An Bewerbern um den berühmten TV-Papagei mangelte es nicht: Gleich mehrere Zoos hatten an Douglas alias "Rosalinda" Interesse bekundet. Den entscheidenden Vorteil brachte Karlsruhe eine Begegnung im vergangenen Dezember: Den Kontakt zum Zoo in Malmö gab es bereits im Vorfeld durch einen Austausch von Stumpfkrokodilen im Exotenhaus. "Management und Zoo haben Direktor Frank Madsen direkt gefallen", erinnert sich Reinschmidt.

Papageien-Experte Reinschmidt

Dass Reinschmidt selbst für die Aufnahme der beiden Papageien Feuer und Flamme war, kommt nicht von ungefähr. "Ich  habe quasi mein ganzes Leben nichts anderes gemacht als mich mit Papageien zu beschäftigen."

Als Kind züchtete er Wellensittiche, "die auch zur Familie der Papageien gehören, das wissen nur die Wenigsten". Der Karlsruher Zoo-Direktor weiß, wovon er spricht, er studiert Biologie widmete seine Diplomarbeit den Papageien, arbeitete als Redakteur für ein Papageien-Fachmagazin und betreute die größte Papageiensammlung im "Loro-Parque" auf Teneriffa. 

Grünes Licht vom Bundesamt für Naturschutz

Am vergangenen Freitag erteilte auch die zuständige Behörde grünes Licht: Das Bundesamt für Naturschutz bestätigt die Voraussetzungen zur Haltung und Pflege im Zoo Karlsruhe. Als Wildfang unterliegt der Umzug vom Tierpark Malmö in den Zoologischen Stadtgarten nach dem "Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen" (Washingtoner Artenschutzübereinkommen - WA) bestimmter Genehmigungen.

In etwa zwei bis drei Wochen soll es nach Aussage des Zoo-Direktors soweit sein. Mit seinem neuen prominenten Bewohner stößt der Karlsruher Zoo erneut auf großes Medieninteresse: "Es haben sich etliche Medien angekündigt, wir freuen uns auf den Einzug," erklärt Reinschmidt. Frank Madsen wird "Rosalinda" und ihren Partner Goya mit seinem Auto eigenhändig von Malmö nach Karlsruhe bringen. Das neue Zuhause der beiden Papageien wird die Voliere im Südamerikahaus werden.

Und wie lange wird "Rosalinda" dem Karlsruher Zoo erhalten bleiben? "Sie ist wirklich schon nicht mehr die Jüngste", sagt Reinschmidt. Mit seinen 49 Jahren habe der Hellrote Ara ein für seine Art schon sehr stattliches Alter erreicht. "Wir hoffen, dass 'Rosalinda' einen schönen Lebensabend in Karlsruhe verbringt", so Reinschmidt .

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