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Karlsruhe "Netzwerk gegen Rechts": SPD und Gewerkschaft verteidigen Bündnis

Ende März zeigte sich die Karlsruher FDP besorgt: In einer Anfrage an die Stadt wollte sie der Frage auf den Grund geben, ob es im "Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts" linksextremistische Tendenzen gibt. Nun erhält die Fraktion Gegenwind von der Karlsruher SPD und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Wie über 60 Parteien, Organisationen, Vereine und weitere Gruppen ist die FDP-Gemeinderatsfraktion Mitglied im "Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts".  Die Karlsruher FDP-Gemeinderatsfraktion wurde nach eigener Aussage in den letzten Wochen vermehrt auf ihre Mitgliedschaft im "Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts" angesprochen. Der Grund: Angebliche linksextreme Tendenzen in der Arbeit des Netzwerks.

Ist das tatsächlich der Fall, wolle die Karlsruher FDP ihre Mitgliedschaft überdenken und fordert dies auch von der Stadt, die durch das Kulturamt und den Stadtjugendausschuss im Netzwerk vertreten ist. Alle Mitglieder hätten in einer Resolution Extremismus jeglicher Art verurteilt. Um Klarheit zu bekommen, forderte die Fraktion die Stadtverwaltung auf, Stellung zu den Vorwürfen zu beziehen.

"Die FDP fällt vor allem durch Abwesenheit auf"

In einer aktuellen Pressemitteilung zeigt sich der DGB Stadtverband Karlsruhe zeigt sich verwundert über die Kritik der FDP Gemeinderatsfraktion an der Arbeit des Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts. Dieter Bürk, Vorsitzender des DGB Stadtverbands, erklärt dazu: "Die FDP ist in den Sitzungen des Netzwerk gegen Rechts nicht durch kritische Fragen aufgefallen, sondern durch Abwesenheit."

Woher die FPD Gemeinderatsfraktion ihre Einschätzung bezüglich des Netzwerks nimmt, erschließe es sich ihm nicht. "Unsere Erfahrung mit der Arbeit im Netzwerk ist grundsätzlich positiv. Gerne lade ich die Mitglieder der FDP Gemeinderatsfraktion ein, mit mir am Freitag die Kundgebung des Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts zu besuchen, um sich vor Ort selbst ein Bild von der notwendigen Arbeit des Netzwerk zu machen", so Bürk weiter.

"Ich rate der FDP, sich lieber an der Seite der Netzwerkpartner konkret für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz einzusetzen, und nicht Debatten über die Medien auszutragen. Der Platz für diese Debatten sollte zuallererst im Netzwerk selber sein", meint der DGB-Vorsitzende.

"Nicht das Netzwerk ist das Problem!"

Auch die Karlsruher SPD stellt sich in einer eigenen Pressemitteilung hinter das Netzwerk. "Nicht das Karlsruher 'Netzwerk gegen Rechts' und die dort engagierten Menschen sind das Problem, sondern brennende Asylbewerberheime und rassistische Organisationen wie Pegida", so der der SPD-Fraktionsvorsitzende Parsa Marvi.

Das breite gesellschaftliche Spektrum der im "Netzwerk gegen Rechts" zusammengeschlossenen Gruppen lobt Parsa Marvi ausdrücklich: "Es ist nicht zuletzt ein großes Verdienst von Oberbürgermeister Frank Mentrup und dem Stadtjugendausschuss, dass von den beiden christlichen Kirchen bis hin zu linken Splittergruppen in Karlsruhe alle an einem Strang ziehen.

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Kommentare (84)
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  •   Crackerjack
    (1358 Beiträge)

    Akronyme
    Koennen sehr verwirrent sein.
    Ein gewisser Foriker namens Kuba hat vermutlich auch Schwierigkeiten damit.

    Beispie:
    NSU steht eigentlich seit den Dreisigern des letzten Jahrhunderts fuer
    Neckarsulmer Moternwerke.
    Da die damals Beschaeftigten mit grosser Sicherheit Nationalsozalitische Untermenschen waren, wird dieses Akronym Kuba und die Deutsche Justiz verunsichert haben.

    Da jedoch NSU von AUDI eingesackt wurde, entstand ein voellig neue politische Richtung, denn AUDI steht fuer
    'Anarchistische Ungebildete Deutsche Idioten".

    Ich plaetiere fuer di Abschaffung von Akronymen.

    Schei$ Politik.
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  •   Biddi
    (423 Beiträge)

    Schön...
    dass die Herren der SPD u.a. auch mit Polizisten-Beißern und Polizisten-Beleidigern "an einem Strang ziehen". Ka-news hat sich die Berichterstattung über die "Demo" mit "Gegendemos" vom 08.04.2016 wohlweislich erspart.
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  •   Harzer6
    (14 Beiträge)

    Der
    Joerg arbeitet so hart Tag und Nacht für das Netzwerk gegen rechts.
    Er sieht sich nur von Rechten umgeben so etwas muß zu einem Burnout führen.
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  •   Zensuropfer
    (811 Beiträge)

    Auf solche +++Teile von der Redaktion entfernt+++
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Rambazamba
    (237 Beiträge)

    Wird Zeit für die EM...
    So langsam kann ich es nicht mehr hören. Die Linken, die Rechten, die einen, die anderen. Zusehends wird der Ton immer unfreundlicher und das gegenseitige Auf- und Anstacheln zum Volkssport. Lösungen hat niemand. Die Vernunft hat schonmal ihr Köfferchen gepackt. Ich hoffe, dass wenigstens während der paar Wochen im Sommer alle wieder zusammen Fußball kucken, Bier trinken und wenigstens für kurze Zeit alle das selbe wollen zwinkern Die Flüchtlinge, die ich kennen lernen durfte, sind sehr an unserer Kultur interessiert. Dann wird's bunter beim Public Viewing... und wenn alle ihre Füße stillhalten, wird's auch was mit dem richtigen Sommermärchen... wenn sich die Rupps und "Rechten", die Flüchtlinge und die Besorgten siegestrunken in den Armen liegen...
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  •   Joerg_Rupp
    (1995 Beiträge)

    ich mag Fußball
    nicht so sehr, dass ich irgendwem deshalb in den Armen liegen müsste.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (520 Beiträge)

    Wie bitte? Mit wem in den Armen liegen?
    Manchen graut auch vor gar nichts.
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  •   Diplomviehwirt
    (280 Beiträge)

    Also
    wenn ich die Wahl hätte würde ich lieber in der Gruppenphase ausscheiden als den Rupp umarmen zu müssen.
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  •   RedAction
    (154 Beiträge)

    Wieso?
    Was spricht denn gegen eine innige Umarmung?
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  •   silberahorn
    (9286 Beiträge)

    sowas aber auch
    Um es mit Böhmermann, dem Sohn eines Polizeibeamten zu sagen:
    Das "Karlsruher Netz gegen Rechts" ist wie Lotto, nur ohne Ziehung von Gewinnzahlen.
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