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Karlsruhe Mit dem Wohnmobil in Karlsruhe: "Die Situation ist nicht zufriedenstellend“

Wohnmobilstellplätze stellen in Karlsruhe ein offensichtliches Problem dar: Zum einen gibt es zu wenige, zum anderen haben sie eine schlechte Ausstattung. So beschreibt es ein ka-Reporter. Der Stadt ist das Thema längst bekannt. Doch welche Maßnahmen sind geplant?

Wer die Fächerstadt mit seinem Wohnmobil besuchen will, hat es nicht leicht: Es besteht ein Mangel an Stellplätzen, unzureichende Strom-und Wasserversorgung und keine entsprechende Infrastruktur. Auf die prekäre Situation machte ein ka-Reporter in einer Nachricht an die Redaktion aufmerksam.

Er thematisierte die schlechte Versorgung und Lage der Wohnmobilstellplätze in und rund um Karlsruhe, die deshalb von Wohnmobilbesitzern selten gute Bewertungen bekämen. Doch warum nutzt die Stadt ihr Potenzial für Wohnmobil-Tourismus nicht aus? ka-news hat bei der Karlsruher Tourismus GmbH (KTG) nachgefragt, wie die Stadt das Thema angehen möchte und ob es bereits Maßnahmen zur Verbesserung gibt.

Grundsätzlich sei das Thema Wohnmobilstellplätze seit 2011 im Rahmen der touristischen Infrastruktur in Karlsruhe ein wichtiges Thema, teilt die KTG auf Anfrage von ka-news mit. Im Austausch mit der Stadt werde immer wieder auf die Notwendigkeit eines zentralen, barrierefreie und ECO-zertifizierten Wohnmobilstellplatz hingewiesen, der die notwendige Infrastruktur wie Entsorgung, Einkaufsmöglichkeiten und ÖPNV- Anschluss bietet.

Das Thema sei außerdem bereits 2005 im Stadtplanungsausschuss gewesen, jedoch seien geplante Standortuntersuchungen des Festplatzes Rüppurr aus Kostengründen und aufgrund des Widerstands des örtlichen Bürgervereins gescheitert.

Die Branche boomt: Karlsruhe muss das Angebot verbessern

Der Stadt ist das Problem also bekannt und auch die KTG beantwortet die Frage, ob das Angebot an Wohnmobilstellplätzen zufriedenstellend sei, mit einem klaren Nein. "Die Forderung nach der zeitnahen Einrichtung von Wohnmobilstellplätzen unterstützen wir uneingeschränkt. Aus touristischer Sicht sollte die Planung eines vollwertigen Wohnmobilstellplatzes zeitnah umgesetzt werden", so die Tourismus GmbH. Die Nachfrage sei hoch, sowohl für temporäre Events, aber auch ganzjährig für Wohnmobil-Touristen, die die Stadt besuchen.

Derzeit gäbe es generell einen Boom bei den Reisemobilisten: Die Zulassungszahl der Reisemobile in Deutschland sei in den vergangenen Jahren um knapp ein Viertel auf rund 420.000 Stück gestiegen. Gerade in den Nachbarländern Niederlande, Belgien, Frankreich und der Schweiz gäbe es ein sehr großes Potenzial an Reisemobilisten, die auch in Karlsruhe Station machen könnten.

SPD und FDP bringen Thema in den Stadtrat

Maßnahmen, die die aktuelle Situation verbessern würden, seien trotzdem nicht leicht umzusetzen. Problematisch sei vor allem die Suche nach freien und geeigneten Flächen innerhalb der Stadt. Ein Ausweichen an den Rhein, wie es in vielen anderen Städten gäbe, sei in Karlsruhe nicht möglich, da dort Hochwasser-Rücklaufgebiete eingerichtet wurden. Aktuell stehe aber ein Antrag der FDP und SPD zur Errichtung eines zentralen Wohnmobilstellplatzes in Karlsruhe. Das Thema wird demnach in der Stadtverwaltung neu diskutiert. Laut der KTG werden bisherige Standortuntersuchungen aktuell geprüft und in die Planung der Stadt aufgenommen.

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  •   Freigeist1
    (418 Beiträge)

    17.04.2017 00:24
    Ein klares "Ja, aber". Mind. 25 EUR je Übernachtung
    sollte schon verlangt werden. Wenn man anschaut, wie teuer diese Mobile sind, sollte man da nicht einer Gratis-Unkultur von tourischen C- und D-Zielen nacheifern, auf Kosten der Karlsruher Steuerzahler. Schmarotzertum sollte nicht gefördert werden; da KA ja an einigen Transitrouten günstig gelegen ist, ist alles andere als sicher, ob die Wohnmobilisten in KA tatsächlich Umsätze in der Gastronomie und im Handel generieren. Gut wäre z.B. eine Gebühr von EUR 25, dafür erhält man dann einen EUR 10-Gutschein der City-Partner (System ähnlich wie bei den Autobahnklos auf Raststätten).
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  •   andip
    (8053 Beiträge)

    10.04.2017 12:13
    Wieso soll die Stadt wieder alles machen?
    Es gibt doch Campingplätze hier, also sollen die Möglichkeiten für die Wohnmobile anbieten.
    Wohnanhänger gibt es doch auch, also gingen auch Wohnmobile.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    09.04.2017 02:34
    Für mich
    zufriedenstellend, was interessieren mich diese Mobilschikanen?

    Beanspruchen Parkplätze, meistens Radfahrer und Lehrer am Steuer die nicht fahren können, man sieht nicht durch, eine Gefahr für die Allgemeinheit.

    Gleich mal Steuer von 5000 Euro auf diese Scheissfahrzeuge drauf. Pro Monat.
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  •   teflon
    (2303 Beiträge)

    08.04.2017 11:26
    Haben sich
    die Damen vom Dienstleistungsgewerbe auch schon beschwert?
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  •   Scheuerleiste
    (128 Beiträge)

    08.04.2017 12:15
    Vorbeigehen
    @ teflon,
    und nachfragen,ggf. auch nach dem Tarif.
    Muß man doch wissen.
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  •   teflon
    (2303 Beiträge)

    08.04.2017 12:21
    Geht gerade eher schlecht
    da ich 800km weit weg bin. Kannst du das übernehmen?
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  •   Scheuerleiste
    (128 Beiträge)

    08.04.2017 12:25
    Wenn Du mir sagst
    @ teflon,
    wo ich die finden kann und woran ich die Damen erkenne :
    Gerne,ischs dringend?
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  •   teflon
    (2303 Beiträge)

    08.04.2017 12:52
    Frag im Rathaus nach
    - die dortigen Sperrbezirksspezis können dir sicher detailliert sagen, wo die Damen zu finden sind.
    Nein, ist nicht dringend - nur der OB steht ja immer so auf die ganzheitlichen & nachhaltigen Entscheidungsgrundlagen
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  •   M.S.
    (181 Beiträge)

    08.04.2017 10:44
    und
    vergesst nicht die Wohnwagen. Es wird immer nur von Wohnmobilen gesabbelt.
    Auch ein Wohnwagen hat heutztage eine sanitäre Vollausstattung.
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  •   Malerdoerfler
    (3595 Beiträge)

    16.04.2017 01:17
    Wohnwagen?
    Die stellen bei uns die Straßenränder voll. Billiger Abstellplatz.
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