Stuttgart/Karlsuhe/Freiburg/Sigmaringen Höhere Beteiligung an Bundestagswahl im Südwesten als 2013

Die Wahlberechtigten in Baden-Württemberg geben rege ihre Stimme für die Bundestagswahl ab. Dies zeichnete sich schon deutlich bei der Briefwahl ab.

Die Bundestagswahl hat in Baden-Württemberg nach einem ruhigen Start an Fahrt aufgenommen. In den meisten größeren Städten des Landes lag die Wahlbeteiligung um die Mittagszeit höher als zur gleichen Zeit 2013. Landesweit können rund 7,7 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimmzettel für die Bundestagswahl abgeben. Viele wählten per Brief. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wählte im Rathaus von Laiz bei Sigmaringen.

In Stuttgart hatten bis 12 Uhr 19,6 Prozent der rund 376.000 Stimmberechtigten gewählt. "Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als 2013", sagte Sprecher Sven Matis. Die Anzahl der Briefwähler liegt in der Landeshauptstadt bei 27,7 Prozent (2013: 23,9). Damit lag die Wahlbeteiligung zum Mittag bereits bei 47,3 Prozent.

In Freiburg gingen bis 11 Uhr 13,8 Prozent der 156.234 Stimmberechtigten an die Wahlurnen (2013: 12,5). Die Briefwähler eingerechnet lag die Wahlbeteiligung bei 38,7 Prozent (2013: 31,9).

In Pforzheim lag die Wahlbeteiligung um 11 Uhr bei 13,86 Prozent (2013: 13,33). In Karlsruhe kam die Wahlbeteiligung (Stand 12 Uhr) auf einen Wert von 25,01 Prozent (2013: 25,4). Hierin sind die Briefwähler mit eingerechnet.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kam ohne Ehefrau Gerlinde ins Wahllokal. "Ich habe heute so früh gewählt wie noch nie", sagte Kretschmann der Deutschen Presse-Agentur. "Normalerweise wähle ich immer nach dem Kirchgang. Aber heute muss ich nach Berlin schon recht früh. Dort haben wir noch Besprechung, um uns auf die Eventualitäten ein bisschen vorzubereiten. Ich hoffe, dass das Ergebnis besser ist als die Umfragen - also zweistellig", erklärte Kretschmann.

In den bundesweiten Umfragen liegt die CDU mit Kanzlerin Angela Merkel weit vor SPD-Herausforderer Martin Schulz. Spannend dürfte die Frage werden, wer als drittstärkste Kraft in den Bundestag einzieht: die FDP, die Linke oder die Alternative für Deutschland (AfD). Geringere Chancen auf den dritten Platz im Bund haben nach den jüngsten Umfragen die Grünen.

In Baden-Württemberg bewerben sich insgesamt 587 Frauen und Männer um ein Bundestagsmandat. Für die CDU sitzen derzeit 43 Politiker aus dem Südwesten im Parlament. Von der SPD sind es bislang 20, von den Grünen 10 und von der Linken 5. AfD und FDP sind derzeit nicht im Parlament vertreten. Das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl soll in der Nacht zum Montag vorliegen.

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