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Karlsruhe Hilfe für 800.000 Bürger: Karlsruher Rettungs-Leitstelle offziell in Betrieb

Die neue integrierte Leitstelle (ILS) der Stadt Karlsruhe, dem Landkreis Karlsruhe und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), Kreisverband Karlsruhe, wurde am Donnerstag offiziell in Betrieb genommen. Ab jetzt werden dort alle Notrufe unter der Nummer 112 abgefragt und nichtpolizeiliche Einsätze abgewickelt.

Insgesamt kostete der Neubau zirka 22,4 Millionen Euro. Allein 5,6 Millionen wurden dabei für die Leitstellentechnik ausgegeben. Der Oberbürgermeister Frank Mentrup bezeichnete das Projekt bei der Inbetriebnahme als "eine große und gute Investition, denn wir haben in die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Menschen investiert."

Ergänzend dazu freute sich am Donnerstag auch der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl über die Inbetriebnahme und bezeichnete die ILS als "Herzstück des Sicherheitskonzepts für die Stadt und den Landkreis Karlsruhe."

Bereits vor der offiziellen Inbetriebnahme fand ein einmonatiger Testbetrieb statt. Jetzt ist die ILS rund um die Uhr mit vier bis 15 Disponenten oder Lagedienstführern besetzt. Damit arbeiten Beamte und Angestellte von Stadt- und Landkreis sowie vom DRK in Zukunft Hand in Hand. Mit der Zuständigkeit für ungefähr 800.000 Menschen im Einzugsgebiet ist die neue ILS in Karlsruhe die größte Leitstelle der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr des Landes Baden-Württemberg.

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Kommentare (6)
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  •   morgana
    (289 Beiträge)

    19.05.2017 07:32
    112?
    Zitat von ka-news "..alle Notrufe unter...112.."


    Ich dachte, wir hätten längst die vereinheitlichte Rufnummer 116117 für das Rettungswesen eingeführt?!
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  •   KA-Biker
    (22 Beiträge)

    19.05.2017 07:51
    also...
    112 für Feuerwehr Rettungsdienst bei Notfällen
    116117 Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst bei (z. B Bauchschmerzen oder Fieber am Wochenende). Er ist der Vertreter der normalen Hausärzte
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  •   morgana
    (289 Beiträge)

    19.05.2017 09:58
    Tatsächlich!
    Du hast Recht. Tatsächlich wird unterschieden zwischen ärztlichem Bereitschaftsdienst und Rettungswesen.
    Bei "normalen" Beschwerden ruft man die 116117, bei "schwereren" Fällen die 112.

    Das ist in meinen Augen hanebüchener Blödsinn. Wer solche Beschwerden hat, dass er außerhalb regulärer ärztlicher Sprechzeiten Hilfe braucht, hält sich doch fast immer für todkrank.
    Zweitens setzt diese Rufnummerntrennung eine zutreffende Eigendiagnose voraus, wenn man nicht Gefahr laufen will, wegen Missbrauchs von Notrufnummern belangt zu werden.
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  •   andip
    (7965 Beiträge)

    19.05.2017 08:33
    Danke für die Aufklärung
    Die 116117 war mir bisher völlig unbekannt und ich schätze mal, 99% aller anderen Menschen ebenfalls.
    Also lieber immer die 112 wählen.
    Wegen Bauchschmerzen braucht man auch keinen Notarzt.
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  •   morgana
    (289 Beiträge)

    19.05.2017 10:07
    Eben nicht!
    Du kannst eben NICHT "immer die 112 wählen", wenn Du kein wirklicher Notfall bist, denn es gibt den Notrufsmissbrauchsparagrafen §145 StGB.
    Wenn Du weißt, dass Deine Beschwerden keine "Vitalfunktionen" gefährden, also nicht wirklich Leib und Leben gefährden, dann kann man Dir hier schon absichtlichen Missbrauch unterstellen.
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  •   bier2
    (496 Beiträge)

    19.05.2017 08:50
    naja, wenn die Bauchschmerzen
    von einem Messerstich oder Durchschuss kommen ist ein Notarzt kein Fehler...
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