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Karlsruhe Haftbefehl wegen versuchten Mordes: Karlsruher Polizei nimmt Steinewerfer fest

Am Montag hat die Polizei einen 25-Jährigen festgenommen, der zuvor mehrere faustgroße Steine von der Bahnbrücke auf die Mittelbruchstraße geworfen hat. Die Polizei konnte ihn auf frischer Tat ertappen.

"Beamte des Polizeireviers Karlsruhe-Weststadt konnten am Montag um 17.20 Uhr einen 25-jährigen Mann festnehmen, der in dringendem Verdacht steht, kurz zuvor mehrere faustgroße Steine von der Bahnbrücke auf die Mittelbruchstraße geworfen zu haben." So beschreiben es die Pressestellen der Polizei und der Karlsruher Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung.

Ein Stein sei dabei auf die Motorhaube einer 29-jährigen VW-Fahrerin gefallen, die auf der Mittelbruchstraße unterwegs war. "Glücklicherweise wurde die Frau nicht verletzt", so die Polizei weiter.

Als ein Streifenwagen zur genannten Stelle fuhr, konnten die Polizisten den jungen Mann auf frischer Tat ertappen: "Er hielt in diesem Augenblick einen Stein in der Hand, den er bei Erblicken der Beamten fallen ließ."

Stand er unter Drogeneinfluss?

Bei der Durchsuchung sei bei dem Mann ein Tütchen gefunden worden, in welchem noch Reste von Rauschgift nachgewiesen werden konnten. Daher geht die Polizei davon aus, dass der 25-Jährige möglicherweise unter Drogenwirkung stand. Hierzu dauern die Ermittlungen noch an.

Da der Verdacht besteht, dass der Beschuldigte auch den Tod der Autofahrerin in Kauf genommen hätte, erwirkte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe beim Amtsgericht am Dienstagnachmittag einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr. Zeugen, die Beobachtungen zur Tat gemacht haben oder selbst von den Steinwürfen betroffen waren, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst,Telefon 0721 939-5555 zu melden.

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Kommentare (9)
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  •   Irgendwas_mit_Medien
    (585 Beiträge)

    OT sorry - aber die Frage interessiert mich jetzt wirklich
    Dieser Artikeldarf ja nicht kommentiert werden.
    So weit, so gut - oder auch nicht gut - aber darum gehts jetzt nicht.
    Warum steht nirgends im Artikel, dass die beiden 17-jährigen Mädchen sind?
    Gibt es da neue Informationsrichtlinien? Ist das eine Selbstverständlichkeit (was ja eigentlich nicht sein kann heutzutage), oder ist diese Info nur irgendwie durchgerutscht?

    Danke im voraus für die Aufklärung.
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  •   redaktion
    (896 Beiträge)

    Aufklärung
    Diese Information wurde nicht bewusst weg gelassen - hier wurde schlicht der Plural des Begriffs "Jugendliche" genutzt, der eben dann nicht mehr eindeutig auf ein Geschlecht zurückzuführen ist.
    Aber gleichgültig, ob es Jungs oder Mädchen war - die Tat ist so oder so verwerflich und wird daher verfolgt.

    Und nochmal die Erinnerung an unsere Kommentarregeln: Um die laufende Diskussion nicht zu stören, bitte unter den jeweiligen Beiträgen nur zum Thema passende Beiträge posten! Sie haben auch andere Möglichkeiten, mit der Redaktion in Verbindung zu treten, zum Beispiel über die "Korrektur melden"-Funktion.
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  •   Rambazamba
    (237 Beiträge)

    Keine Entschuldigung
    Mir hat mal jemand im Dunkeln einen Schneeball auf die Scheibe geworfen. Bin ja nicht zart beseitet, aber man erschreckt sich übelst. Vollbremsung. Zum Glück war keiner hinter mir. Bin ausgestiegen und bin den Kids hinterher. War zwar "nur" ein Dummjungenstreich, aber hätte ich sie erwischt, hätte ich sie wohl übers Knie gelegt. Und das war nur Schnee, also nicht wirklich gefährlich.
    Mit 25 ist man in den meisten Fällen selbst Autofahrer und weiß, wie übel es sein kann, wenn man während der Fahrt erschreckt wird und mit einem Stein zu werfen ist eine andere Liga als mit Schnee. Hier wird mutwillig ein Unfall oder sogar ein Todesfall in Kauf genommen. Auch wenn er dicht war bis unter die Haarspitzen, gibt es hier kein Verständnis für so eine Aktion.
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  •   MinnieC
    (226 Beiträge)

    So dicht kann der nicht gewesen sein
    Schließlich hat er ja bei Eintreffen der Polizei sofort den Stein fallengelassen - der wusste schon, dass das nicht richtig ist.
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  •   Mondgesicht
    (1515 Beiträge)

    Wir erinnern uns:
    Es gab schon Tote bei solchen Steinwürfen. Hoffentlich zieht man die Anklage wegen versuchten Mordes auch tatsächlich durch und beginnt nicht gleich wieder mit dem Verharmlosen.
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  •   ckckck
    (418 Beiträge)

    Ich kann es langsam nicht mehr hören
    ständig werden "Entschuldigungen" für Strafen vorgeschoben:
    - stand unter Drogeneinfluss
    - stand unter Alkoholeinfluss
    - hatte schwere Kindheit, wurde selbst geschlagen
    - ist halt zum radikalen Islam dazu, da gehört es zum guten Ton, die Frauen zu schlagen und zu misshandeln
    etc

    Wer denkt an die Opfer? Justiz: hört endlich auf, die Opfer zu den Tätern zu machen und zieht die Strafen massiv an sonst geht die Gesellschaft zu grunde, wir sind auf dem besten Wege.

    Und beschwert euch nicht, das dann Parteien wie die AfD dann drittstärkste Kraft sind, das kam nicht über Nacht. Das ist das Resultat einer verkorksten Politik. Populismus greift nur da, wo der Nährboden dafür erstellt wurde.
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  •   Mili
    (369 Beiträge)

    Er war's, er war's
    große Steine, kleine Steine. Otternasen.....
    Wo geht's denn hier zur Stei....ng ?
    Der Vollpf.... hat wohl auch einen Stein zu viel auf seinen Schädel bekommen.
    Psychiatrie ist das einzige was hier passt.
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  •   ka-lex
    (1512 Beiträge)

    Hoffentlich kriegt er was er verdient hat.
    Und wenn er unter Drogen stand sollte das strafverschärfend wirken und nicht anders rum!
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  •   Irgendwas_mit_Medien
    (585 Beiträge)

    Der "junge Mann" und "Drogeneinfluss"
    Wieso klingt das für mich irgendwie verharmlosend...
    Wer beim Gewahrwerden der Ordnungshüter sofort den Stein fallen lässt, scheint allerdings nicht wirklich zu gewesen zu sein.
    Psychiatrie oder heftig verknacken - was anderes kann es da ja wohl nicht geben.
    Bei sowas dürfte kaum Verlassenwerden durch die Freundin, Streit mit dem spiessigen Vater oder Wut auf die AfD ein Rechtfertigungsgrund sein.
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